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Bezirksverband Münster-Rheine |
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Die Presse berichtete: Westfälische Nachrichten vom 20.10.2001 Gartenbauer protestieren Warnstreik und zentrale Kundgebung der IG Bau in Münster -rad- Münster. Rund 200 Garten- und Landschaftsbauer hatten gestern Morgen den Weg an die Friedrich-Ebert-Straße gefunden, um bei der zentralen Kundgebung für Westfalen für 4,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt zu protestieren. Mit dem Warnstreik wollte die IG Bauen-Agrar-Umwelt auf das ihrer Meinung nach unzureichende Angebot der Arbeitgeber von einem Prozent hinweisen. In Münster legten die Gartenbauer nach Gewerkschaftsangaben in zwei Betrieben die Arbeit nieder. Ab heute ist Schluss mit lustig", rief IG-Bau-Bundesvorstand Dietmar Schäfers den Streikenden zu. Er kritisierte die ausländerfeindliche Tarifpolitik" der Arbeitgeber, die eine Leichtlohngruppe für die der deutschen Sprache nicht mächtigen Personen" einführen wollten. Außerdem forderte er Verbesserungen beim Schlechtwettergeld. Nach der Kundgebung zogen die Streikenden über die Hammer Straße nach Hiltrup zum Betrieb des Präsidenten des Landesarbeitgeberverbandes im Gartenbau.'
Rund 200 Garten- und Landschaftsbauer beteiligten sich gestern an der Kundgebung der IG Bau. Foto, -rad- |
| Beschäftigte im
Garten- und Landschaftsbau
Danke an alle Warnstreikteilnehmer! Arbeitgeber stocksauer. Verhärtete Fronten zur 5. Tarifrunde. Lohnangebot gültig ab 01.11. 01 durchschn. 1,593 % Zunächst danken wir Euch sehr herzlich für die Beteiligung am Warnstreik, Freitag, den 19.10.01. Diese solidarische Aktion von 350 Landschaftsgärtnern aus der Region Westfalen war ein deutliches Warnsignal an die Arbeitgeber und dokumentiert Eure Streikbereitschaft. In NRW nahmen 600 Beschäftigte am Warnstreik teil. Dieses beweist: Nur gemeinsam sind wir stark!"Die Arbeitgeber reagierten bei den Tarifverhandlungen stocksauer auf die massiven Warnstreikaktionen. Mit diesem Massenaufgebot hatten sie offenbar nicht gerechnet. Der Appell unseres Kollegen Dietmar Schäfers, Bundesvorstandsmitglied, an die Arbeitgeber: "Euer Angebot könnt Ihr in die Tonne kloppen!" gilt auch für die 5. Verhandlungsrunde. Arbeitgeberforderunq: Annahme Arbeitszeitkonto-Modell in den Grenzen des Arbeitszeitgesetzes (bis zu 60 Stunden pro Woche), dann Bereitschaft zu verbessertem Lohnangebot. Lohnangebot gültig ab 01.11.01 -» 2,25 % für 24 Monate (1. April-31. März 2003) Keine rückwirkende Zahlung ab 01.04.01. Das bedeutet: bei 7 Nullmonaten (April - Oktober 2001) entspricht das Angebot einem Volumen von 1,593 % für 24 Monate (2,25 % x 17 Monate - geteilt durch 24 Monate) Zitat: Nicht die IG BAU" so die Verhandlungsführerin und Bundesvorstandsmitglied Margot Gudd verschärft das Klima und lässt den BGL angeblich am langen Arm verhungern", sondern es ist die unbewegliche Haltung des BGL's. Warum wurde zum 16. November 2001 ein weiterer Verhandlungstermin angesetzt? Die Warnstreikaktionen in Münster und Köln haben anderen Bezirksverbänden Mut gemacht, ebenso gute Aktionen zu starten. Um bundesweit die Streikbereitschaft zu erhöhen, werden z.Z. Warnstreiks in allen Bundesländern organisiert. Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, die Streikfront zu verstärken gegen die ausländerfeindliche und unsoziale Politik des Bundesverbandes der Arbeitgeber Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL). Mit freundlichen Grüßen IG Bauen-Agrar-Umwelt, Bezirksverband Münster-Rheine, Zumsandestr 35, 48145 Munster
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Die Presse berichtete: Münstersche Zeitung vom 20.10.2001 HIER UND HEUTE
Rund 350 Demonstranten haben gestern gegen die Arbeitgeber-Pläne im Bereich Garten- und Landschaftsbau protestiert. Foto: Gauselmann Gewerkschaft droht mit Streiks Protestdemo der IG Bau in Münster zum Auftakt der Tarifverhandlungen Münster-Die gestern begonnenen Tarifverhandlungen bei den Garten- und Landschaftsbauern haben Mitglieder der IG Bau mit einer Protestdemo in Münster flankiert. Gleichzeitig drohten die Gewerkschafter mit unbefristeten Streiks. Ab heute ist Schluss mit lustig!" rief Dietmar Schafers vom IG Bau-Bundesvorstand den gut 350 Demo-Teilnehmern aus ganz Westfalen zu. In Komgswinter kamen zeitgleich Arbeitnehmer- und Albeitgebervertreter zusammen, um eine neue Vereinbarung fui NRW zu verhandeln. Was davon im Vorfeld durchsickerte, sorgte bei der Demonstration für viel Unmut. So bieten die Arbeitgeber eine Lohnerhöhung um ein Prozent an - die Gewerkschaft fordert 4,5 Prozent. Mit einer Lohnrunde von einem Prozent gleicht man ja nicht einmal die Inflation aus", empörte sich Schäfers, deshalb rufen wir von hier aus: Arbeitgeber! Ihr könnt euer Angebot in die Tonne kloppen!" Das untermalten die Demonstranten, indem sie mit Stöcken auf mitgebrachte Mülltonnen einschlugen. ähnlich kam der Arbeitgeber-Vorschlag zur Einrichtung einer Niedriglohngruppe an. Die so erklärten es die Gewerkschafter - solle nur für ausländische Arbeitnehmer gelten. Schäfers: Das ist der eigentliche Skandal, das ist eine ausländerfeindliche Politik." Jürgen Keßler, IG BAU-Geschäftsführer im Bezirksverband Münster-Rheine, empörte sich nicht minder: Das ist Rassismus." Ablehnung formulierte Schäfers auch zum dritten Punkt der Verhandlungen, einem flexiblen Arbeitszeitmodell. Dabei sollen die Arbeitnehmer 300 zusätzliche Arbeitsstunden aufhäufen, durch überstunden ohne Zuschlag, und diese dann in Zeiten schlechter Auftragslage abfeiern. Das ist ein Arbeitszeitmodell wie vor 150 Jahren", kommentierte Schäfers. Indes halten die Gewerkschafter mit eigenen Vorschlägen gegen: Sie fordern 30 Tage Urlaub zur freien Verfügung, den Erhalt der 39-Stunden-Woche und eine tarifliche Schlechtwettergeld-Regelung wie im Bauhauptgewerbe. Keßler begrenzte den Verhandlungsspielraum. Der Branche gehe es als einer von wenigen weiterhin gut. Er hoffte zwar auf eine Einigung, bestand aber auf ein Abrücken der Arbeitgeber von ihren Forderungen: Wenn sich die Arbeitgeber in den Verhandlungen nicht bewegen, kommt es zu unbefristeten Streiks." «gau |
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