Info zur 2. Verhandlungsrunde am 15./ 16. Mai in Potsdam

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Aktionen im Garten- und Landschaftsbau stärkten die Verhandlungskommission

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dass die zweite Tarifverhandlungsrunde um Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen sowie der Forderung nach einer neuen SWG-Regelung im GaLaBau am 16. Mai 2001 in Potsdam mit einer Pressekonferenz eröffnet wurde, passte den Arbeitgebern von Anfang an nicht.

Dass das zuständige Bundesvorstandsmitglied vor den Journalisten auch noch die negativen Auswirkungen des 150 Stunden Fleximodells der Bauwirtschaft aufzeigte, noch viel weniger.

Erwartet doch der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, dass sein richtungsweisendes 3-Jahres-Fleximodell von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt angenommen wird.

In der ab 11.30 Uhr beginnenden Verhandlung machten die Vertreter der IG BAU deutlich, dass sie heute nach Potsdam gekommen sind, um von den Arbeitgebern ein akzeptables Lohn- und Gehaltsangebot zu erhalten.

Der seit März 1998 gekündigte Tarifvertrag "Schlechtwetterlohn für den GalaBau" muss endlich durch die SWG-Tarifregelung des Bauhauptgewerbes ersetzt werden.

Die 100 %ige Lohnanpassung des Tarifgebietes Ost ist eine längst überfällige Vereinbarung.

Entscheidend in der Verhandlung war, dass die Forderungen der IG BAU-Tarifkommission durch ständig eingehende Solidaritäts-, Durchhalte- und Warnstreikerklärungen von Belegschaften unterstützt wurden.

Nach mehreren Unterbrechungen der Verhandlung unterbreiteten die Arbeitgeber spät nachmittags ein erstes Angebot zu Lohn und Gehalt:

1 Im Tarifgebiet Westerhöht sich der Ecklohn von 21,78 DM 22,03 DM (1,134 Prozent)

2.Im Osten könnte in einem Stufenmodell der Ecklohn um 0,50 DM (2,516 Prozent)in der ersten Zeitstufe angehoben werden

3. Es wurde Bereitschaft erklärt, über einen neuen Tarifvertrag "Schlechtwetterlohn" zu verhandeln. Allerdings erklärten die Arbeitgeber, dass für sie ein SWG-Nachfolgemodell integrierter Bestandteil des 3-Jahre-Fleximodells sein müsste.

Nach diesem ersten von den IG BAU-Forderungen noch weit entfernten Angebot konnte nach schwieriger Abstimmung ein weiterer Verhandlungstermin für den 27. Juni 2001 vereinbart werden.

In ihrer Schlußerklärung hoben die Arbeitgeber hervor, dass der von der IG BAU eingeschlagene Weg, die Verhandlungen durch Aktionen und Proteste zu beeinflussen, einen .mieser Stil" darstellt.

Die Arbeitgeber äußerten die .Bitte", dass die IG BAU zukünftig von Aktionen und Aktivitäten Abstand nehmen soll.

Resümee:

Dass die Arbeitgeber in der zweiten Runde überhaupt ein erstes Angebot unterbreiteten, ist insbesondere den aktiven Kolleginnen und Kollegen in den Bezirksverbänden zu verdanken. Dafür einen herzlichen Dank.

Mit freundlichen Grüßen gez. Klaus Pankau

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