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Bezirksverband Münster

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Beschäftigte im Garten- und Landschaftsbau

Danke an alle Warnstreikteilnehmer!

Arbeitgeber stocksauer.

Verhärtete Fronten zur 5. Tarifrunde.

Lohnangebot gültig ab 01.11. 01 durchschn. 1,593 % Zunächst danken wir Euch sehr herzlich für die Beteiligung am Warnstreik, Freitag, den 19.10.01. Diese solidarische Aktion von 350 Landschaftsgärtnern aus der Region Westfalen war ein deutliches Warnsignal an die Arbeitgeber und dokumentiert Eure Streikbereitschaft. In NRW nahmen 600 Beschäftigte am Warnstreik teil. Dieses beweist: Nur gemeinsam sind wir stark!"

Die Arbeitgeber reagierten bei den Tarifverhandlungen stocksauer auf die massiven Warnstreikaktionen. Mit diesem Massenaufgebot hatten sie offenbar nicht gerechnet.

Der Appell unseres Kollegen Dietmar Schäfers, Bundesvorstandsmitglied, an die Arbeitgeber: "Euer Angebot könnt Ihr in die Tonne kloppen!" gilt auch für die 5. Verhandlungsrunde.

Arbeitgeberforderunq:

Annahme Arbeitszeitkonto-Modell in den Grenzen des Arbeitszeitgesetzes (bis zu 60 Stunden pro Woche), dann Bereitschaft zu verbessertem Lohnangebot.

Lohnangebot gültig ab 01.11.01 -» 2,25 % für 24 Monate (1. April-31. März 2003) Keine rückwirkende Zahlung ab 01.04.01.

Das bedeutet: bei 7 Nullmonaten (April - Oktober 2001) entspricht das Angebot

einem Volumen von 1,593 % für 24 Monate (2,25 % x 17 Monate - geteilt durch 24 Monate)

Zitat: Nicht die IG BAU" so die Verhandlungsführerin und Bundesvorstandsmitglied Margot Gudd verschärft das Klima und lässt den BGL angeblich am langen Arm verhungern", sondern es ist die unbewegliche Haltung des BGL's.

Warum wurde zum 16. November 2001 ein weiterer Verhandlungstermin angesetzt?

Die Warnstreikaktionen in Münster und Köln haben anderen Bezirksverbänden Mut gemacht, ebenso gute Aktionen zu starten. Um bundesweit die Streikbereitschaft zu erhöhen, werden z.Z. Warnstreiks in allen Bundesländern organisiert.

Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, die Streikfront zu verstärken gegen die ausländerfeindliche und unsoziale Politik des Bundesverbandes der Arbeitgeber Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL).

Mit freundlichen Grüßen

IG Bauen-Agrar-Umwelt, Bezirksverband Münster-Rheine, Zumsandestr 35,

48145 Münster

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22. Oktober 2001

Fronten zwischen der IG BAU und dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) haben sich verhärtet

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

in der fünften Verhandlungsrunde um Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen sowie einer neuen SWG-Regelung im Garten- und Landschaftsbau am 19. Oktober 2001 in Königswinter haben sich die Fronten zwischen der IG BAU und dem BGL verhärtet. Die Verhandlungskommission des BGL' s erklärte, dass erst das BGL Arbeitszeit-Kontomodell in den Grenzen des Arbeitszeitgesetzes vereinbart werden muss, bevor ein verbessertes Lohn/Gehaitsangebot der IG BAU unterbreitet wird. Die Arbeitgebervertreter wiederholten am 19. Oktober 2001 ihr Angebot von 2,25 % für 24 Monate (1. April 2001 bis zum 31. März 2003) aus der vierten Verhandlung. Die Erhöhung soll allerdings erst ab dem 1. November 2001 erfolgen. Eine rückwirkende Zahlung ab dem 1. April 2001 wird von den Arbeitgebern abgelehnt. Bei sieben Nullmonaten (April bis Oktober 2001) entspricht das Angebot einem Volumen von 1,593 % für 24 Monate (2,25 % x 17 Monate geteilt durch 24 Monate). Erst nach Vereinbarung des Arbeitszeit-Kontomodells werden 1,? % in Aussicht gestellt.

Die Verhandlungsführerin der IG BAU, Margot Gudd, hat unmissverständlich deutlich gemacht, dass die Arbeitnehmerinnen und Auszubildenden im Ga-La-Bau seit dem 1. April 2001 auf eine Lohn/Gehalts- und Ausbildungserhöhung von 4,5 % mit 12 monatiger Laufzeit warten.

Seit dem 1. Juli 1998 fordert die IG BAU für die gewerblichen Arbeitnehmer im GA-La-Bau eine neue verbesserte SWG-Regelung.

Nicht die IG BAU verschärft das Klima und lässt den BGL angeblich "... am langen Arm verhungern", sondern es ist die unbewegliche Haltung des BGL" s. Da am 19. Oktober 2001 keine Möglichkeit mehr gegeben war unser Argumente zu vermitteln, wurde eine Fortsetzung der Verhandlung auf Freitag, den 16. November 2001 vereinbart.

Ich bedanke mich bei allen Ga-La-Bau Kolleginnen und Kollegen aus den Bezirksverbänden Köln/Bonn und Münster/Rheine, bei allen haupt- und ehrenamtlich Aktiven für die durchgeführten Aktionen. Wir rufen alle Bezirksverbände auf weitere Aktionen vorzubereiten.

Mit freundlichen Grüßen Margot Gudd

Vorstandsbereich Grüner Bereich Region - Region Niedersachsen-Bremen

Taspo Nr 43/ 26,Oktober 2001

Verhärtete Fronten zur fünften Tarifrunde

IG BAU bereitet Arbeitskampf im GaLaBau vor

Besonders hart ging es am vergangenen Freitag während der fünften Tarifrunde im Garten- und Landschaftsbau zu, wie beide Tarifpartner bestätigten. Zu einem Tarifergebnis kam es nicht, dafür aber offenbar zu einer Verstimmung auf beiden Seiten.

Eine besondere Rolle spielte die am Verhandlungsvortag über die Medien verbreitete Aufforderung der neuen Verhandlungspartnerin auf Gewerkschaftsseite, Margot Gudd, der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) müsse sich angesichts von Aussagen zur geforderten neuen unteren Lohngruppe für der deutschen Sprache nicht mächtige Beschäftigte vom Rassismus distanzieren.

Deutlich äußerte sich BGL-Geschäftsführer Dr. Hermann Kurth in einer BGL-Presseinformation zum Vorwurf selbst: Es ist eine bodenlose Frechheit, sich mit völlig aus der Luft gegriffenen Vorwürfen des Rassismus als neu gewähltes Vorstandsmitglied der IG BAU auf diese Weise gegenüber dem Sozialpartner profilieren zu wollen". Bei den übrigen Verhandlungen hat sich laut BGL die Gewerkschaft völlig unbeweglich gezeigt, obwohl die Arbeitgeberseite signalisiert habe, ihr letztes Angebot nochmals zu erhöhen.

Am Verhandlungstag selbst gab es laut Gewerkschaftsangaben in mehreren nordrhein-westfälischen Betrieben Warnstreiks mit rund 600 Beschäftigten.

Nach den Worten von Gudd nach der Verhandlungsrunde hätten die Arbeitgeber zum Vorwurf Rassismus angeführt, falsch verstanden worden zu sein und das Thema sei damit auch vom Tisch gewesen. Im übrigen stufte sie die jüngste Verhandlungsrunde als dramatisch" ein, der Bundesvorstand der Gewerkschaft IG BAU habe deshalb beschlossen, einen Arbeitskampf organisatorisch vorzubereiten. Zu diesem werde es aber erst kommen, wenn der nächste Verhandlungstermin am 16. November keine Ergebnisse liefere.

über die ergebnislose Tarifrunde und um welche tariflichen Knackpunkte es bei den Verhandlungen ging, berichtete die Presseagentur AP noch am gleichen Abend und beruft sich dabei auf Informationen der IG BAU. So fordere die Gewerkschaft Einkommenserhöhungen von 4,5 Prozent sowie eine Schlechtwetterzulage, die der Regelung am Bau entsprechen soll. Die Arbeitgeber hätten lediglich 2,25 Prozent angeboten und diese Offerte mit der Bedingung verknüpft, dass bis zu 300 Arbeitsstunden im Jahr je nach Auftragslage flexibel gestaltet werden müssten. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass die Beschäftigten bereits seit April auf eine Lohnerhöhung und eine Neuregelung zum Schlechtwettergeld warteten.

Bei diesen Positionen waren wir auch schon wesentlich weiter", meinte der BGL-Tarifausschussvorsitzende Egon Schnoor gegenüber der TASPO. Für ihn habe deshalb die jüngste Verhandlungsrunde eine überraschende und enttäuschende Wende" genommen, ausgelöst durch die schlechte Atmosphäre, [hlw]

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