UV-Card für „heiße Arbeitsplätze“: Bauarbeiter und Gärtner bekommen ein „Sonno-Meter“. Die UV-Card zeigt ihnen an, wann sie eine Sonnencreme mit welchem Lichtschutzfaktor nehmen müssen. Die IG BAU startet damit ihre Aktion „Sommer-Sonne“.
„Sonnen-Check“ für heiße Jobs: Bauarbeiter und Gärtner in Münster bekommen in diesem Sommer zum ersten Mal ein „Sonno-Meter“ für ihre Haut. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt verteilt UV-Cards für die Arbeit unter freiem Himmel auf Baustellen, in Garten-, Sport- und Parkanlagen in Münster. „Die Karte verfärbt sich – je nach Sonneneinstrahlung. Schon nach 30 Sekunden wissen Bauarbeiter und Gärtner, welchen Lichtschutzfaktor ihre Sonnenmilch haben muss“, sagt Wolfgang Berkes. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine warnt davor, das „Risiko UV-Strahlung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen“.
„Wer in praller Sonne arbeitet, muss höllisch aufpassen. Denn das Entstehen von Hautkrebs hängt ganz wesentlich davon ab, wie hoch die Gesamtdosis an Sonnenstunden ist, denen ein Mensch im Laufe seines Lebens ausgesetzt ist“, so Wolfgang Berkes. Neben einer Sonnencreme sollten Bauarbeiter und Gärtner auch auf eine Sonnenbrille mit UV-Schutz, auf eine vernünftige Kopfbedeckung und auf eine Kleidung achten, die möglichst viel vom Körper bedeckt. „Für die Haut, die dann trotzdem noch der Sonnenstrahlung ausgesetzt ist, schlägt die UV-Card ‚Sonnen-Alarm’. Sie signalisiert dem Bauarbeiter sogar, wann er sich neu eincremen muss“, so der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine.
Mit ihrer Aktion „Sommer-Sonne“ will die IG BAU die „sonnigen Arbeitsplätze“ sicherer machen. Zur Prävention gehören, so die IG BAU, allerdings auch Sonnensegel und Schattenplätze für die Pausen. Zudem sollten die Chefs in Münster für freie Getränke – wie Tee oder Wasser – sorgen. Betriebsräte können die UV-Card für ihre Belegschaft direkt bei der IG BAU Münster-Rheine ordern (Büro Münster: 02 51 – 301 15, Büro Rheine: 059 71 – 20 44).
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