IG BAUMünster-Rheine Pressemeldungen

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28.10.2002 20:19
Hallo und willkommen auf unserem Presseboard.


Hier findet man alle Presseartikel der IG BAU Münster-Rheine - auch wenn sie nicht in den Medien erschienen sind.


Wolfgang Berkes
webmaster@igbau-muenster-rheine.de
   

Urteil: Betriebsrat jetzt legal auf Datenautobahn unterwegs
30.03.2011 19:04


IG BAU Münster-Rheine: Chef darf Internetleitung nicht kappen

Chef darf Internetleitung nicht kappen: Ein Betriebsrat muss online gehen können. Internet und E-Mails gehören zum „digitalen Handwerkszeug“ einer Arbeitnehmervertretung. Darauf hat der Bezirksverband Münster-Rheine der IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf ein aktuelles Urteil des Bundesarbeitsgerichts.

„Jedes Betriebsratsmitglied kann sich damit legal auf der Datenautobahn bewegen und mailen. Recherchen im Netz und der flotte E-Mail-Verkehr – auch über das Werksgelände hinaus – sind ein Muss, um up to date zu sein, wenn’s um die Interessen der Arbeitnehmer geht“, sagt Wolfgang Berkes. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine erwartet, dass es in etlichen Unternehmen jetzt neben einem Internetzugang erstmals auch eigene E-Mail-Adressen für jedes Betriebsratsmitglied geben wird. Die Kosten, die dem Arbeitgeber dabei entstehen, müsse der Betriebsrat allerdings im Blick haben. (Urteil: Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 14. Juli 2010 - 7 ABR 80/08).
   
Hohe Nachfrage bei Rechtsberatung der IG BAU Münster-Rheine in 2010:
21.03.2011 11:41

Juristischer Schutzschirm für Arbeitnehmer in 842 Streitfällen

Juristischer Schutzschirm stark gefragt: Im vergangenen Jahr unterstützte die Rechtsberatung der IG BAU Münster-Rheine 842 Arbeitnehmer aus der Region in Streitfällen. Dabei ging es nach Angaben der Gewerkschaft in erster Linie um Kündigungen, nicht gezahlte Löhne, Überstunden und vorenthaltenes Urlaubsgeld. Einen besonderen Beratungs-Schwerpunkt bildeten fehlerhafte Hartz-IV-Bescheide. Darüber hinaus sorgten Fragen zu Rente, Krankenkasse und Unfallversicherung für randvolle Terminkalender bei den Rechtsberatern.

„Nach wie vor gibt es in der Gebäudereinigung, auf dem Bau und im Dachdecker-Handwerk die meisten Konflikte. In diesen Branchen registrieren wir die meisten Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte. Hier gibt es immer wieder Chefs, die glauben, ihre Arbeitnehmer nach ‚Gutsherrenart’ behandeln zu können“, sagte der IG BAU-Bezirksvorsitzende Wolfgang Berkes. Nach Beobachtungen der IG BAU Münster-Rheine wächst der Druck auf die Arbeitnehmer. So versuchten viele Arbeitgeber ihre Beschäftigten bei Streitigkeiten einzuschüchtern. Wolfgang Berkes: „Spätestens in solch einem Fall ist der Gang zur Rechtsberatung dringend geboten.“

Termine für die Rechtsberatung können in den IG BAU-Büros in Münster (Telefon: 02 51 – 3 01 15) und Rheine (0 59 71 – 20 44) vereinbart werden.
   
IG BAU und ACE: Schlagloch-Melder für „Asphaltkrater“ in Münster
24.02.2011 16:23

MdBs sollen Schotter aus Berlin für Schlaglöcher in Münster besorgen

Pflaster für die „Winter-Wunden“: Für die Schlaglöcher auf den Straßen in Münster soll es „Schotter aus Berlin“ geben. Der Bezirksverband Münster-Rheine der IG Bauen-Agrar-Umwelt appelliert an die Bundestagsabgeordneten aus dem Münsterland, die Schlaglochmisere als „handfestes Infrastrukturproblem“ in die Bundeshauptstadt zu melden. „Der Bund darf die Städte und Gemeinden mit ihren Löchern im Haushalt nicht auch noch auf löchrigen Asphaltdecken sitzen lassen“, sagt Wolfgang Berkes.

Dabei weist der Bezirksvorsitzende der IG BAU darauf hin, dass längst nicht nur Straßen vom „Frostlochfraß“ befallen seien: „Auch Rad- und Fußwege sind nach dem strengen Winter betroffen. Gerade für Radfahrer ist das eine besondere Gefahr. So schadet ein Schlagloch in einer Tempo-30-Zone den Stoßdämpfern der Autos – für einen Radfahrer kann es aber schwere Unfallfolgen haben“, so Berkes.

Der IG BAU-Bezirkschef ruft daher gemeinsam mit dem Auto Club Europa (ACE) Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger in Münster dazu auf, gefährliche Löcher per Internet an einen zentralen „Schlagloch-Melder“ durchzugeben: http://www.ace-online.de/schlaglochmelder. Der ACE-Regionalbeauftragte für Nordrhein-Westfalen Christoph Birnstein sagt: „Auf dem Internet-Portal können Verkehrsteilnehmer und Anwohner ein Online-Formular mit allen nötigen Angaben zur Art und Lage des Schlaglochs ausfüllen“. Auch ein Foto vom „Asphaltkrater“ kann hochgeladen und abgeschickt werden. Ein vom ACE bestellter „Schlagloch-Sheriff“ geht jeder Anzeige nach und meldet den Straßenschaden der zuständigen Behörde.

„Auf diese Weise wird Druck gemacht“, so Wolfgang Berkes. Wenn ein Loch dann mit Kaltasphalt – einer Mischung aus Bitumen und Haftkleber – aus dem Sack oder Eimer zugemacht werde, sei dies eine „erste Hilfe“. Die Straße werde so jedoch zum „Flickenteppich“. „Eine Dauerlösung ist das ‚Löcherstopfen’ nicht. Wir müssen über kurz oder lang richtig Geld in die Hand nehmen, um beschädigte Fahrbahndecken komplett neu zu machen. Bei vielen Straßen ist auch das Fundament fällig“, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende.

Die Kommunen seien dabei hoffnungslos überfordert. Hier müsse der Bund einspringen. Ideen – wie „Schlagloch-Patenschaften“ – seien zwar nett, aber keine Lösung des Problems. „Die grundlegende und professionelle Sanierung unserer Straßen kostet Geld. Sie schafft aber auch Arbeitsplätze im Straßenbau. Und sie ist eine Investition in eine Infrastruktur für die Zukunft. Das rechnet sich“, so Berkes.
   
IG BAU Münster-Rheine: Rentenprotest vor dem Reichstag
21.02.2011 16:08

Rund 1.820 Unterschriften aus dem Münsterland gegen Rente mit 67

Baustelle Rentenpolitik. Mit einem Bagger voller Unterschriftenlisten haben gut 50 Gewerkschafter der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) am heutigen Montag vor dem Berliner Reichstag gegen die Rente mit 67 und für eine bessere Absicherung bei Erwerbsminderung protestiert. Parallel zur Renten-Anhörung überreichten die Gewerkschafter insgesamt 100.000 Unterschriften gegen die Rente mit 67 und für eine bessere Erwerbsminderung an Abgeordnete aller Fraktionen. Mit dabei auch das Münsterland: Insgesamt 1.819 Menschen hatten sich in den letzten Monaten an der Unterschriftenkampagne beteiligt – nun landen ihre Protestschreiben als ellenlanger Unterschriftenteppich auf einer dicken Rolle gewickelt vor dem Reichstag.

„Das war ein deutliches Zeichen gegen die lebensfremde Rentenpolitik der Bundesregierung. Standesgemäß fahren wir als Baugewerkschaft bei solchen Anlässen mit dem Radlader vor“, sagt Wolfgang Berkes Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine verweist auf eine aktuelle Forsa-Umfrage. Danach lehnen 72 Prozent der Bevölkerung die Rentenpolitik der Bundesregierung ab. „Die Mehrheit der Bevölkerung weiß: In vielen Berufen schafft es kaum jemand bis 67. Besonders schlimm: Auch die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist unzureichend – längst nicht jeder ist gut abgesichert, der wegen Gesundheitsproblemen vorzeitig aus dem Arbeitsleben gedrängt wird. Deswegen brauchen wir hier dringend Verbesserungen, erst Recht, wenn die Rente mit 67 kommt“, so Wolfgang Berkes abschließend.
   
Floristen-Gewerkschaft IG BAU Münster-Rheine: Augen auf beim Blumen-Kauf
10.02.2011 08:28

Zum Valentinstag rät die Floristen-Gewerkschaft IG BAU Münster-Rheine: Beim Blumenkauf auf das Gütesiegel FLP oder FFP für einen „fairen Strauß“ achten.

Fairness-Prädikat für Blumensträuße: Zum Valentinstag am kommenden Montag [Hinweis für die Redaktion: 14. Februar 2011] appelliert die Floristen-Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt an die Verbraucher in Münster, beim Blumenkauf auf die Gütesiegel „Fair Flowers Fair Plants“ (FFP) oder „Flower-Label-Program“ – kurz FLP – zu achten. „Wie bei Kaffee, Tee und Schokolade gibt es auch bei Schnittblumen einen fairen Handel. Das Gütesiegel gewährleistet, dass sie unter menschenwürdigen und umweltschonenden Bedingungen produziert werden“, sagt Wolfgang Berkes, Bezirksvorsitzender der IG BAU Münster-Rheine.


„Nur jede fünfte Rose, Nelke oder Lilie, die bei uns über den Ladentisch geht, stammt aus heimischer Produktion. Der Rest wird importiert – vorwiegend aus Afrika und Lateinamerika. Dort sehen die Arbeitsbedingungen vielfach alles andere als rosig aus“, sagt Berkes. Gemeinsam mit dem Handel, mit Menschenrechtsorganisationen und Kirchen habe die IG BAU daher die beiden Gütesiegel ins Leben gerufen, um Standards für die Arbeitsbedingungen festzulegen.


„Die Gütesiegel verlangen von den Produzenten, dass sie auf Kinder- und Zwangsarbeit verzichten, Gewerkschaften akzeptieren, den Gesundheitsschutz und die Arbeitssicherheit gewährleisten und Umweltstandards einhalten“, so Berkes. Genau wie bei Lebensmitteln lohne es sich, beim Valentinsstrauß auf fair gehandelte Ware zu achten. Denn die FLP- und FFP-Blumen wachsen ohne den Einsatz hochgiftiger Pflanzenschutzmittel. Das kommt allen zugute: den Arbeiterinnen in Übersee ebenso wie den Floristinnen und Kunden in Münster.


Eine Liste der Floristengeschäfte, die Blumen mit den Gütesiegeln FFP und FLP anbieten, gibt es im Internet unter http://www.fairflowers.de und http://www.fairflowersfairplants.com.
   
IG BAU Münster-Rheine: Mehr Sicherheit auf Winterbaustellen
28.01.2011 09:04

Kalte Finger, glatter Boden: Auf Winterbaustellen drohen bei Schnee und Eis ernste Verletzungen. Arbeitsschutz und warme Kleidung sind deshalb Pflicht, sagt die IG BAU.



Arbeiten unter Extrembedingungen: Bei der Suche nach dem kältesten Arbeitsplatz in Münster dürften die Männer auf den Winterbaustellen derzeit weit vorne liegen. Glatter Boden, klamme Kleidung und eisige Temperaturen: Damit aus dem Frost-Job kein Frust-Job wird, pocht die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf wintersichere Baustellen und warme Schutzkleidung.

„Wer bei Minustemperaturen Fundamente gießt, Mauern hochzieht und auf Gerüste klettert, muss gegen Kälte, Schnee und Eis geschützt sein“, sagt Wolfgang Berkes, Bezirksvorsitzender der IG BAU Münster-Rheine. Und die Pflicht, für einen guten Winterschutz zu sorgen, liegt nach Angaben der Gewerkschaft beim Arbeitgeber.

„Das Gesetz ist eindeutig: Jeder Bauarbeiter hat ein Recht darauf, dass seine Gesundheit während der Arbeit nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird. Um den richtigen Frost-Schutz durch feste Handschuhe, Jacken und Stiefel muss sich der Chef kümmern“, sagt Wolfgang Berkes. Zudem müssten die Beschäftigten geheizte Räume haben, in die sie sich zum Aufwärmen zurückziehen könnten. Anderenfalls drohen neben Unfällen auch schwere Erkältungen, Muskelverspannungen und Rückenschmerzen. „Ein paar Tage bei eisiger Luft und nasser Kälte – danach liegt auch der stärkste Bauarbeiter flach“, warnt der Gewerkschafter.

Zusätzliche Gefahr drohe, wenn Eis und Schnee die Baustelle in eine Rutschbahn verwandelten. „Ein vereistes Baugerüst kann schnell lebensgefährlich werden. Und ein vereister Betonmischer lässt sich entweder gar nicht oder nur noch sehr unzuverlässig bedienen“, erklärt Wolfgang erkes. Deshalb müsse der Arbeitgeber dafür Sorge tragen, dass Wege, Werkzeuge und Geräte von Schnee und Eis befreit würden. „Wenn die Baustellen in Münster zur Skipiste werden, sind Unfälle nur eine Frage der Zeit“, so der Gewerkschafter abschließend.
   
IG BAU Münster-Rheine empfiehlt „Lohntüten-Check“ In Münster: ab Januar mehr Geld für 4.238 Gebäudereiniger
19.01.2011 15:41

Mehr Geld in der Lohntüte: Die 4.238 Gebäudereiniger in Münster bekommen mit dem Januar-Lohn eine Tariferhöhung.

Ein sauberes Lohn-Plus: Die 4.238* Gebäudereiniger in Münster bekommen mehr Geld. Mit dem Januar-Lohn gibt es für sie eine Tariferhöhung. Das teilt die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Münster-Rheine mit. „Jede Reinigungskraft muss ab sofort mindestens 8,55 Euro pro Stunde verdienen. Eine Reinigungskraft, die in Vollzeit arbeitet, hat damit rund 25 Euro mehr pro Monat in der Lohntüte“, sagt Wolfgang Berkes.

Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine weist außerdem darauf hin, dass der Mindestlohn für Fassaden- und Glasreiniger ebenfalls gestiegen ist – auf 11,33 Euro pro Stunde. „Das ist das Minimum – zahlt ein Arbeitgeber in Münster weniger, macht er sich strafbar. Es lohnt sich, bei der nächsten Gehaltsabrechnung genau hinzuschauen, ob das Geld auch wirklich auf dem Konto angekommen ist“, sagt Berkes.
   
In Münster: 148 ältere Arbeitslose mehr als offiziell benannt IG BAU kritisiert „üble Trickserei mit der Arbeitslosenstatistik“
13.01.2011 16:30

Arbeitslosenzahlen werden „schöngerechnet“: Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit verschwinden ältere Arbeitnehmer aus der Statistik.

Die Arbeitslosigkeit unter älteren Menschen ist in Münster höher als offiziell benannt. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. Nach Angaben der Baugewerkschaft wurden im Dezember 148 Ältere in der offiziellen Arbeitslosenzahl nicht berücksichtigt. Der Grund: Arbeitslose verschwinden nach einem Jahr aus der Statistik der Agentur für Arbeit, wenn sie in dieser Zeit kein Stellenangebot bekommen haben. Davon betroffen sind nach Angaben der IG BAU Hartz-IV-Empfänger, die älter als 58 Jahre sind.

Die IG BAU Münster-Rheine kritisiert die „absurde Logik“ dieser Regelung: „Hier werden völlig falsche Anreize gesetzt. Wenn ein Jobvermittler die Arbeitslosenzahl in seinem Bereich senken will, erreicht er das am leichtesten dadurch, dass er die älteren Arbeitslosen ein Jahr lang links liegen lässt – bis sie aus der Statistik fallen. Dass diese Menschen in den meisten Fällen arbeitslos bleiben, stört dann offensichtlich keinen mehr“, sagt Wolfgang Berkes.

Für den Vorsitzenden des IG BAU-Bezirksverbandes Münster-Rheine ist die geltende Regelung „eine üble Trickserei mit der Arbeitslosenstatistik. Mit so geschönten Zahlen entsteht ein verzerrtes Bild von der Beschäftigungssituation Älterer. Es ist nicht lange her, dass Arbeitsministerin von der Leyen ältere Menschen zu den Gewinnern am Arbeitsmarkt erklärt hat. Genau das war das Argument für die Rente mit 67 – ein Argument, das jetzt auf sehr wackligen Beinen steht“, sagt Wolfgang Berkes.

Nach Angaben der IG BAU werden bundesweit derzeit 88.504 Langzeitarbeitslose nicht in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt; allein in Nordrhein-Westfalen sind es rund 24.510. „Die Bundesregierung trickst an allen Ecken und Enden, um die Beschäftigungsquote älterer Menschen künstlich hochzurechnen“, sagt Berkes. So werde die Rente mit 67 „auf Biegen und Brechen“ gerechtfertigt.

Der IG BAU-Bezirkschef fordert eine grundlegende Reform des Rentensystems. „Was wir brauchen ist eine Rentenkasse, in die alle einzahlen – Arbeiter und Angestellte genauso wie Beamte und Selbstständige. Was wir bekommen ist die Rente mit 67 – und eine fragwürdige Arbeitslosenstatistik“, so Wolfgang Berkes abschließend.
   
Den Bau in Münster zu 100 Prozent winterfest machen IG BAU: Kein Frust beim Frost – Kurzarbeit statt Kälte-Kündigung
15.12.2010 19:20

Geschlossen – Frost legt den Bau lahm: Wenn im Winter draußen nichts mehr geht, sollen die Betriebe das Saison-Kurzarbeitergeld für ihre Beschäftigten nutzen. Das fordert die IG BAU. Den Arbeitnehmern rät die Gewerkschaft, die Zeit schlau zu nutzen – für Fortbildung.

Im Job gut über den Winter kommen – ohne Frust beim Frost: Wenn die Quecksilbersäule in den Keller rutscht und auf dem Bau nichts mehr geht, soll es trotzdem keine Kündigungen geben. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat an die Bauunternehmen sowie an die Garten- und Landschaftsbaubetriebe in Münster appelliert, in der anhaltenden Kälteperiode auf wetterbedingte Entlassungen zu verzichten.

Stattdessen sollten die Unternehmen das so genannte Saison-Kurzarbeitergeld (kurz: „Saison-Kug“) nutzen. „Das garantiert die Weiterbeschäftigung im Winter. Wegen des Wetters muss heute kein Bauarbeiter und kein Landschaftsgärtner mehr auf die Straße gesetzt werden“, so der Vorsitzende vom IG BAU-Bezirksverband Münster-Rheine, Wolfgang Berkes.

Auch Dachdecker seien vom „Frost-Job“ betroffen. „Sie können ebenfalls vom Saison-Kurzarbeitergeld profitieren. Denn selbst wenn die Winter-Aufträge ausbleiben oder das Wetter nicht mitspielt – die Bundesagentur für Arbeit zahlt die Löhne und Gehälter“, sagt Berkes. Damit werde auch jeder Job auf dem Dach zu „100 Prozent winterfest“.

Jeder Beschäftigte erhalte beim „Saison-Kug“ von Dezember bis März ein Ausfallgeld von 60 Prozent des Nettolohns. Bei Arbeitnehmern mit Kindern steige dieser Betrag sogar auf 67 Prozent, so der Bezirkschef der IG BAU. Gezahlt werde das Saison-Kurzarbeitergeld nicht nur in der Baubranche und im Dachdeckerhandwerk, sondern auch im Garten- und Landschaftsbau. Den Betrieben entstünden – bis auf einen kleinen Beitrag zu den Sozialabgaben – keine zusätzlichen Kosten.

Die IG BAU spricht beim Saison-Kurzarbeitergeld von der idealen „Winterbrücke“. Und die gelte es, schlau zu nutzen: „Wer Kurzarbeit macht, muss nicht Däumchen drehen. Jeder kann etwas für sich tun: Ein Lehrgang als Vorarbeiter auf dem Bau, ein Führerschein für Baumaschinen, ein Kurs ‚Wärmedämmung an Fassaden’, ein Motorsägen-Führerschein ... – die Palette an Fortbildungsmöglichkeiten ist breit. Und die Arbeitsagentur fördert Weiterbildungen bis zu 100 Prozent. Das ist eine echte Chance“, sagt Wolfgang Berkes. Wer keine Berufsausbildung habe, könne mit einer besonders hohen Förderung rechnen. Ebenso, wer seit mehr als vier Jahren eine un- oder angelernte Tätigkeit ausübe.

„Wer damit rechnet, bald Saison-Kurzarbeit machen zu müssen, der sollte sich heute noch bei der Arbeitsagentur nach einer geeigneten Weiterbildung erkundigen“, rät der IG BAU-Bezirksvorsitzende. Einen Überblick über Bildungsangebote gibt es auch im Internet unter: www.kursnet.arbeitsagentur.de, www.weiterbildung-bauwirtschaft.de oder www.bfw.de.
   
Bauarbeiter müssen jetzt Urlaubstage aus 2008 geltend machen Last Call für den Resturlaub auf dem Bau
29.11.2010 11:47

Wenn Bauarbeiter schuften statt zu urlauben, steht ihnen ein finanzieller Ausgleich zu. Bis Ende des Jahres haben sie noch Zeit, sich den im Jahr 2008 nicht genommenen Urlaub auszahlen zu lassen. Darauf weist der Bezirkschef der IG BAU Münster-Rheine, Wolfgang Berkes, hin.

Letzte Chance für Bauarbeiter mit Resturlaub: Baubeschäftigte aus dem Münsterland, die 2008 nicht alle Urlaubstage genommen haben, müssen sich beeilen. Nur noch bis Ende des Jahres können sie sich ihre nicht genutzten freien Tage auszahlen lassen. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Münster-Rheine hingewiesen.

Die IG BAU rät den Beschäftigten auf dem Bau, ihre Anträge zum Resturlaub jetzt zu stellen. „Damit sollte keiner bis auf den letzten Drücker warten. Ansonsten verfällt der Urlaub – und die Beschäftigten verlieren neben ihrer Erholung auch noch viel Geld“, so Wolfgang Berkes, Bezirkvorsitzender der IG BAU Münster-Rheine.

Hilfe beim Ausfüllen der Anträge gibt es bei den IG BAU-Büros in Münster (Telefon: 02 51 – 30 115) oder Rheine (05 971 – 20 44).

Weite Infos gibt’s im Internet auf den Seiten der Sozialkassen der Bauwirtschaft unter: http://www.soka.de.
   
2010: Bislang 4.654 Wohneinheiten in Münster gefördert In Münster: Rotstift bremst energetische Gebäudesanierung
23.11.2010 12:10

Mehr Wohnungen warm verpacken: Woflgang Berkes, Bezirksvorsitzender der IG BAU Münster-Rheine, warnt vor Kürzungen im Gebäudesanierungsprogramm.



IG BAU warnt vor Rotstift bei energetischer Gebäudesanierung: Die von der schwarz-gelben Regierungskoalition geplante Kürzung der Bundesmittel für die CO2 -Gebäudesanierungsprogramme werde für Hausbesitzer, Wohnungseigentümer und die Wirtschaft in Münster erhebliche negative Folgen haben. „Wenn es künftig deutlich weniger Fördergeld gibt, wirkt das wie ein Bremsklotz. Dringend notwendige Modernisierungen von Häusern und Wohnungen werden zwangsläufig auf Eis gelegt. Das ist schlecht für das Klima, für das heimische Handwerk und für die Beschäftigten“, sagt der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Münster-Rheine, Wolfgang Berkes.

Der Gewerkschafter verweist auf die erfolgreiche Bilanz der KfW-Programme „Energieeffizient Bauen“ und „Energieeffizient Sanieren“ in diesem Jahr. So seien bis einschließlich September durch die CO2-Gebäudesanierungsprogramme in Münster insgesamt 4.654 Wohneinheiten gefördert worden. „Das wird sich im kommenden Jahr drastisch ändern, wenn der Bundestag in dieser Woche tatsächlich den Kürzungsplänen der schwarz-gelben Koalition zustimmt und die Fördermittel im kommenden Jahr gegenüber 2009 halbiert werden (Anmerkung für die Redaktion: Die Schlussabstimmung über den Haushalt findet im Bundestag am kommenden Freitag statt). Dann stehen 2011 für energetische Sanierung in Deutschland lediglich rund 900 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung,“ so Berkes.

Mit weniger Geld und weniger Fördersicherheit werde es in Münster zukünftig deutlich weniger Wohnraummodernisierungen geben. Weniger Aufträge für kleine und mittlere Handwerksbetriebe gefährdeten letztlich auch bislang sichere Arbeitsplätze. Es sei, so der Bezirkschef der IG BAU, kontraproduktiv und ein vollkommen falsches Signal, bei erfolgreichen Programmen zur Energieeinsparung zu kürzen. Wenn es die Bundesregierung mit dem Klimaschutz ernst meine, dürfe sie die Mittel nicht zurückfahren.
   
IG BAU-Bezirkschef schreibt an Bundesarbeitsministerin von der Leyen Renten-Post aus Münsterland für Berlin: „Rente 67 nicht einfach durchwinken“
11.11.2010 14:24


„Renten-Post“ aus dem Münsterland für Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU): Mit einem persönlichen Schreiben hat sich der „oberste Bauarbeiter“ im Münsterland an die „oberste Renten-Managerin“ gewandt. Als Bezirkschef der IG Bauen-Agrar-Umwelt hat Wolfgang Berkes der Bundesarbeitsministerin deutliche Worte gegen die Rente mit 67 ins Haus geschickt. Die Post kommt pünktlich in Berlin an, bevor das Bundeskabinett am nächsten Mittwoch über die Rente mit 67 entscheidet.

Vom Bauarbeiter über den Gärtner bis zur Gebäudereinigerin – die Beschäftigten im Münsterland würden sich mit aller Entschlossenheit gegen eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit um zwei Jahre wehren. „Wir packen die Rente mit 67 nicht. Wir empfinden sie als ungerecht. Und wir haben schlichtweg Angst vor zwei Jahren mehr Arbeitslosigkeit – und vor heftigen Abschlägen“, schrieb Berkes in seinem Renten-Brief nach Berlin.

Schon heute würden viele Arbeitnehmer wegen Gesundheitsproblemen deutlich vor der Renten-Altersgrenze aus dem Arbeitsleben gedrängt. „Auf dem Bau gehen Beschäftigte im Schnitt schon mit knapp 59 Jahren in Rente. Und auf 300 Dachdecker im Alter von 30 Jahren kommen gerade einmal zehn Berufskollegen, die 64 Jahre alt sind und noch im Job stehen. Bei den Gerüstbauern sieht es haargenau so aus“, machte der IG BAU-Bezirksvorsitzende in seinem Schreiben an von der Leyen deutlich. An ein Renteneintrittsalter von 67 Jahren sei da „im Traum nicht zu denken“.

Wenn von der Leyen am Mittwoch ihren Bericht zur Rente mit 67 mit dem Titel „Aufbruch in die altersgerechte Arbeitswelt“ vorstelle, dann müsse sie wissen, dass die Mitglieder der IG BAU Münster-Rheine sich eines fragten: „Woher sollen all die Bürostühle für Maurer, Eisenflechter, Betongießer, Gerüstbauer, Gärtnerinnen, Gebäudereinigerinnen ... und Dachdecker kommen, auf die sie im Alter wechseln sollen? Wo kommen die Arbeitgeber her, die Menschen, die körperlich hart gearbeitet und es bis zur Rente in ihrem Beruf nicht geschafft haben, einstellen werden?“

Eine Wahrheit, so Wolfgang Berkes, müsse dringend am Kabinettstisch ausgesprochen werden, bevor das Kabinett Merkel seine Entscheidung fälle: „Es wird niemals genug altersgerechte Arbeitsplätze geben, um die Rente mit 67 zu realisieren. Insbesondere fürs heimische Handwerk bei uns im Münsterland ist das eine reine Illusion.“ Von der Leyen solle deshalb die Rente mit 67 nicht einfach „durchwinken“, sondern stoppen, so der IG BAU-Bezirkschef.
   
Appell an heimische CDU- und FDP-Bundestagsabgeordnete: Morgen „Notbremse“ bei Kürzung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms ziehen
09.11.2010 12:41


Heimische Bundestagsabgeordnete sollen „klimapolitische Notbremse“ ziehen: Die IG BAU hat einen Stopp der Rotstift-Pläne bei der Förderung des CO2 -Gebäudesanierungsprogramms gefordert. „Noch besteht die Chance, die von der schwarz-gelben Bundesregierung für 2011 geplanten Kürzungen der KfW-Förderprogramme ‚Energieeffizient sanieren’ und ‚Energieeffizient bauen’ rückgängig zu machen. Am morgigen Donnerstag [Hinweis für die Redaktion: Donnerstag, der 11. November 2010] findet die alles entscheidende Sitzung des Bundestags-Haushaltsausschusses statt. Hier wird das Finanzpaket für 2011 vor der Abstimmung im Bundestag endgültig inhaltlich festgezurrt,“ sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine, Wolfgang Berkes.

„Das ist für die heimischen Bundestagsabgeordneten von CDU und FDP die umweltpolitische Nagelprobe. Wenn sie es mit dem Klimaschutz ernst meinen, dann müssen sie verhindern, dass die Fördergelder für die energetische Gebäudesanierung im kommenden Jahr gegenüber 2009 halbiert werden – auf dann nicht einmal eine Milliarde Euro“, so Berkes. Wenn die Kürzung komme, werde das erhebliche Folgen für die Region haben. Mit weniger Geld und weniger Fördersicherheit gebe es zukünftig zwangsläufig weniger Wohnraummodernisierungen. „Und weniger Aufträge für kleine und mittlere Handwerksbetriebe gefährden letztlich auch bislang sichere Arbeitsplätze in unserer Region“, so Berkes.

Der IG BAU-Bezirksvorsitzende rief die heimischen Bundestagsabgeordneten der schwarz-gelben Regierungskoalition zur „klimapolitischen Vernunft“ auf. Er hoffe noch auf die Einsicht und die Einwirkungsmöglichkeiten der heimischen Parlamentarier in Berlin. „Und ich hoffe auf ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem heimischen Handwerk mit seinen Beschäftigten sowie gegenüber den Wohnungs- und Hauseigentümern. Es ist niemanden klar zu machen, warum ein so erfolgreiches Programm zusammengestrichen werden soll.“
   
Jubilar-Ehrung der IG BAU Münster-Rheine in Ibbenbüren 4.715 Jahre treu bei der Stange geblieben
03.11.2010 11:05
Fotos von der Feier hier >>>> http://igbauonline.de/zen/Jubilarehrung2010/

Artikel inder Ibbenbürener Volkszeitung hier>>>>http://www.ivz-online.de/lokales/kreis_steinfurt/ibbenbueren/1439986_IG_Bau_ehrt
_in_Ibbenbueren_132_Jubilare.html


4.715 Jahre – und immer treu bei der Stange geblieben: Auf diese enorme Zeit kommt man, wenn man die Jahre zusammenrechnet, in denen 132 Jubilare vom Bezirksverband Münster-Rheine der IG Bauen-Agrar-Umwelt die Treue gehalten haben. „Oft klappt’s mit der Gewerkschaft besser als mit mancher Ehe“, sagt Wolfgang Berkes. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine wird die Jubilare am kommenden Samstag, den 6. November 2010 im Hotel Restaurant „Haus Leugermann“ in Ibbenbüren als „Langstreckenläufer der Gewerkschaftsarbeit“ auszeichnen.

Als „Frühstarter in Sachen Gewerkschaftsarbeit" lobt die IG BAU ihre Jubilare: "Die meisten sind schon gleich mit der Lehre in die Gewerkschaft gegangen. Wer den Lehrvertrag in der Tasche hatte, wusste, wo er hingehörte. Das war einfach eine Selbstverständlichkeit“, so Wolfgang Berkes. Die IG BAU habe ihren Jubilaren ein Berufsleben lang ein ständiges Lohn-Plus und guten Rechtsschutz garantiert. Gleichzeitig sei die Gewerkschaft auch die politische Lobby der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Fest im Blick hat die IG BAU Münster-Rheine jetzt den heimischen Wohnungsmarkt: Die demographische Entwicklung stelle in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen. „Neben preiswertem Wohnraum für Familien, Arbeitslose und Alleinerziehende brauchen wir angesichts der ständig steigenden Zahl von Älteren auch bei uns in der Region mehr barrierefreie Wohnungen. Ansonsten droht uns eine ‚graue Wohnungsnot’. Und die müssen wir verhindern“, sagt Wolfgang Berkes.

Es dürfe in Zukunft nicht so sein, dass ältere Menschen nur deshalb ins Pflegeheim gehen müssten, weil ihre Wohnung nicht altengerecht umgebaut und deshalb eine ambulante Betreuung zu Hause nicht möglich sei. Im Schnitt ist, so die IG BAU Münster-Rheine, derzeit lediglich jede 100. Wohnung seniorengerecht ausgebaut. „Dabei muss der Rollator genauso durch die Türen passen wir ein Rollstuhl. Ältere Menschen brauchen Aufzüge statt Treppen und Haltegriffe im Bad. Da gibt es für das heimische Handwerk noch jede Menge Arbeit“, so der Bezirksvorsitzende der Handwerker-Gewerkschaft IG BAU.

Auch bei der energetischen Sanierung von Wohnungen gebe es einen enormen Nachholbedarf. „In unserer Region sind die meisten Wohnungen noch nicht umweltgerecht umgebaut: Dächer und Wände dämmen, neue Heizungen und Fenster einbauen – da haben viele Hausbesitzer noch einiges nachzuholen“, so Wolfgang Berkes. Schließlich lasse sich damit die Heizkostenrechnung enorm senken.

Um fällige Sanierungen und Neubauten würden sich allerdings heute die Bau-Jubilare von morgen kümmern. Die IG BAU Münster-Rheine ehrt jetzt die, die in den letzten Jahrzehnten die Ärmel hochgekrempelt haben.
   
Kassenpatienten starten „parlamentarischen Bürgerprotest“: Petitionen aus dem Münsterland – Kein Aderlass per Kopfpauschale
30.10.2010 18:47


Otto Normalversicherte aus dem Münsterland machen im Bundestag mobil – gegen die Kopfpauschale: Per Petition will die IG BAU im Münsterland die Kopfpauschalen-Pläne von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) jetzt kippen. Die Gewerkschaft ruft alle Beschäftigten – vom Bauarbeiter über die Reinigungskraft bis zum Gärtner – dazu auf, ihr „Nein“ zur Kopfpauschale als Protest-Eingabe an den Bundestag zu schicken.

„Mit der Kopfpauschale wird jede Kostensteigerung für die Gesundheit den rund 70 Millionen Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkassen aufs Auge gedrückt“, sagt Wolfgang Berkes. Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Münster-Rheine ist die Kopfpauschale „eine Mogelpackung, bei der die Kassenpatienten zur Ader gelassen werden“.

Die IG BAU Münster-Rheine unterstützt damit eine vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) gestartete bundesweite „Kopfpauschalen-Petition“. Ziel des „parlamentarischen Bürgerprotestes“ sei es, die von der schwarz-gelben Bundesregierung geplanten einkommensunabhängigen Zusatzbeiträge (Kopfpauschalen) für Kassenpatienten sowie das Einfrieren der Arbeitgeberbeiträge zu verhindern.

„Die Krankenkassenbeiträge sollen zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern geschultert werden – eins zu eins, das ist unsere Forderung. Sonst bleibt das Solidarsystem auf der Strecke und vom Lohn immer weniger übrig“, so Wolfgang Berkes. Wer die „Kopfpauschalen-Petition“ des DGB unterstützen möchte, kann diese bei der Hotline der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt als Fax oder E-Mail anfordern: 02 51 – 301 15.

Mehr zur Kopfpauschale und zur DGB-Petition: http://www.stoppauschale.de
   
Kassenpatienten starten „parlamentarischen Bürgerprotest“: Petitionen aus dem Münsterland – Kein Aderlass per Kopfpauschale
28.10.2010 08:56
Otto Normalversicherte aus dem Münsterland machen im Bundestag mobil – gegen die Kopfpauschale: Per Petition will die IG BAU im Münsterland die Kopfpauschalen-Pläne von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) jetzt kippen. Die Gewerkschaft ruft alle Beschäftigten – vom Bauarbeiter über die Reinigungskraft bis zum Gärtner – dazu auf, ihr „Nein“ zur Kopfpauschale als Protest-Eingabe an den Bundestag zu schicken.

„Mit der Kopfpauschale wird jede Kostensteigerung für die Gesundheit den rund 70 Millionen Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkassen aufs Auge gedrückt“, sagt Wolfgang Berkes. Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Münster-Rheine ist die Kopfpauschale „eine Mogelpackung, bei der die Kassenpatienten zur Ader gelassen werden“.

Die IG BAU Münster-Rheine unterstützt damit eine vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) gestartete bundesweite „Kopfpauschalen-Petition“. Ziel des „parlamentarischen Bürgerprotestes“ sei es, die von der schwarz-gelben Bundesregierung geplanten einkommensunabhängigen Zusatzbeiträge (Kopfpauschalen) für Kassenpatienten sowie das Einfrieren der Arbeitgeberbeiträge zu verhindern.

„Die Krankenkassenbeiträge sollen zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern geschultert werden – eins zu eins, das ist unsere Forderung. Sonst bleibt das Solidarsystem auf der Strecke und vom Lohn immer weniger übrig“, so Wolfgang Berkes. Wer die „Kopfpauschalen-Petition“ des DGB unterstützen möchte, kann diese bei der Hotline der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt als Fax oder E-Mail anfordern: 02 51 – 301 15.

Mehr zur Kopfpauschale und zur DGB-Petition:
http://www.stoppauschale.de
   
Nach Tariferhöhung: IG BAU Münster-Rheine empfiehlt Lohntüten-Check Ab diesem Monat: Mehr Geld für Dachdecker im Münsterland
21.10.2010 10:43

Mehr Geld auf dem Dach: Die Dachdecker bekommen ab diesem Monat dickere Lohntüten. Darauf hat die IG BAU hingewiesen.
Mehr Geld in der Lohntüte: Die Dachdecker im Münsterland bekommen mehr Geld. Mit dem Oktober-Lohn gibt es für sie eine Tariferhöhung. Darauf hat die Handwerker-Gewerkschaft IG BAU hingewiesen. „Unterm Strich müssen ab sofort 2,1 Prozent mehr auf dem Lohnzettel stehen. Für einen Dachdecker, der Vollzeit arbeitet, sind das rund 56 Euro monatlich“, sagt Wolfgang Berkes.

Der Bezirksvorsitzende der Industrie-Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Münster-Rheine empfiehlt, „bei der nächsten Gehaltsabrechnung genau hinzuschauen, ob die verbesserten Löhne auch tatsächlich auf dem Konto angekommen sind. Es wird sicherlich den einen oder anderen Chef geben, der sich vor der Gehaltserhöhung drücken will. Einige werden auch einfach vergessen haben, die Lohnauszahlung anzupassen“. Der neue Tariflohn für die rund 17.000 Dachdecker in Nordrhein-Westfalen beträgt 16,77 Euro.
   
Jung, dynamisch, organisiert: Ab 5 Azubis gibt es eine Jugendvertretung Azubis in Betrieben in Münster können ab sofort ihren „Chef-Sprecher“ wählen
06.10.2010 12:03


Azubis sind zur „Junior-Wahl“ aufgerufen: Hat ein Betrieb fünf oder mehr Jugendliche, können diese ab sofort ihren „Chef-Sprecher“ wählen. Die IG BAU ruft den Nachwuchs in Betrieben und Behörden auf, eine Jugendvertretung zu gründen.

Azubis wählen ihren „Chef-Sprecher“: In dieser Woche starten in Münsteraner Betrieben die Wahlen für die Jugend- und Azubi-Vertretungen (JAV). Die IG Bauen-Agrar-Umwelt hat den Nachwuchs in den Betrieben und Behörden aufgerufen, die Chance zu nutzen und einen Jugendrat zu wählen. „Junge Beschäftigte, Azubis, Praktikanten und Werkstudenten brauchen eine Stimme, die ihre Interessen gegenüber dem Chef vertritt“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine, Wolfgang Berkes.

Vom schlechten Arbeitszeugnis bis zum unfairen Ausbilder – die Jugendvertreter sollen die Steine aus dem Weg räumen, über die Jugendliche bei ihren ersten Schritten ins Berufsleben häufig stolpern. „Oft sind die jungen Menschen froh, überhaupt eine Lehrstelle ergattert zu haben“, so Wolfgang Berkes. Dann sei die Hemmschwelle groß, sich beim Chef über zu lange Arbeitszeiten, fehlende Schutzkleidung oder schlechte Zeugnisse zu beschweren. Die Jugendvertreter würden diese Probleme kennen – meist seien es selbst Auszubildende oder junge Beschäftigte. „Sie können für die Rechte ihrer Mit-Azubis eintreten. Denn auch wenn die Lage auf dem Ausbildungsmarkt angespannt ist – Azubis sind kein Freiwild“, macht der Bezirkschef der IG BAU deutlich.

Die IG BAU will dem Betriebs-Nachwuchs in Münster bei der Gründung von Jugendvertretungen unter die Arme greifen. Berkes fordert die Arbeitgeber auf, die Wahlen der Jugend-Sprecher zu unterstützen. „Die Jugendlichen haben das Recht auf eine Vertretung – notfalls werden wir ihnen helfen, es durchzusetzen“, so der Bezirksvorsitzende der IG BAU. Allerdings baue die IG BAU auf die Einsicht der Firmen-Chefs. Berkes: „Wenn es junge Menschen in der Firma gibt, die sich engagieren und mit eigenen Vorschlägen das Betriebsklima und die Ausbildung verbessern möchten, dann ist das ein Gewinn. Welcher Unternehmer mit Verstand könnte so etwas verhindern wollen?“

Die „Junior-Wahl“ ist noch bis zum 30. November in Betrieben und Behörden möglich. Voraussetzung ist, dass es dort mindestens fünf Jugendliche gibt. Seine Stimme abgeben darf jeder Beschäftigte, der unter 18 Jahre alt ist. Ebenso alle Mitarbeiter unter 25, die ihre Berufsausbildung absolvieren – dazu gehören Auszubildende, Werkstudenten und Praktikanten. Hat ein Betrieb oder eine Behörde zwischen fünf und zwanzig wahlberechtigte Jugendliche, dann darf dort ein Jung-Vertreter gewählt werden. Bei 21 bis 50 Wahlberechtigten sind es drei „Jugendräte“. Die JAV-Wahlen finden alle zwei Jahre statt.
   
IG BAU Münster-Rheine: Höhere Mindestlöhne für den Bau Ab September dickere Lohntüten für Bauarbeiter in Münster
23.09.2010 10:38

Mehr Kies in der Lohntüte: Bauarbeiter bekommen ab diesem Monat mehr Geld. Der Mindestlohn auf den heimischen Baustellen steigt. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen.


Mehr Kies in den Lohntüten auf den Baustellen in Münster: Vom Betonbauer bis zum Maurer – Bauarbeiter müssen am Monatsende mehr Geld auf dem Lohnkonto haben. Denn ab September gilt ein höherer Mindestlohn für das Baugewerbe. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. Auf den Baustellen in Münster müsse jetzt jeder Facharbeiter mindestens 12,95 Euro verdienen. „Und kein Handlanger darf mit weniger als 10,90 Euro pro Stunde nach Hause gehen. Das ist die absolute Lohnuntergrenze – sie gilt vor allem für ungelernte Beschäftigte. Alles darunter ist illegal“, sagt Wolfgang Berkes.
   
Unterschriften-Aktion gegen die Rente mit 67 Auf dem Bau im Münsterland startet der „Renten-Herbst“
17.09.2010 08:48

Wolfgang Berkes gibt den Startschuss zum „Renten-Herbst“: Mit einer Unterschriften-Aktion auf heimischen Baustellen und in den Betrieben läutet der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine den Protest gegen die Rente mit 67 ein.



Bau startet „Renten-Herbst“: Auf den Baustellen im Münsterland fällt in dieser Woche der Startschuss für die Kampagne der IG Bauen-Agrar-Umwelt gegen die Rente mit 67. Zum Auftakt macht die Gewerkschaft eine Unterschriften-Aktion: „Bauarbeiter aus dem Münsterland protestieren mit ihrem Namen dagegen, dass sie künftig zwei Jahre länger arbeiten sollen. Statistisch schafft es heute nicht einmal einer von zehn Bauarbeitern, durchgängig bis 65 im Job zu bleiben. Da ist an ein Durcharbeiten bis zum 67. Lebensjahr gar nicht zu denken“, sagt Wolfgang Berkes. Die Aktion zum „Renten-Herbst“ laufe über den Bau hinaus in vielen Betrieben im Münsterland – vom Gebäudereiniger-Handwerk bis zum Garten- und Landschaftsbau.

Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Münster-Rheine ist die Rente mit 67 nichts anderes als eine Rentenkürzung. Denn, so rechnet Berkes vor, jedes Jahr, das ein Arbeitnehmer früher in Rente gehen muss, schlage mit 3,6 Prozent Abzug von der Regelrente zu Buche. „Bleibt es bei der Rente mit 67, dann haben Bauarbeiter – vom Fliesenleger bis zum Dachdecker – in Zukunft mit enormen Rentenabschlägen zu rechnen“, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende. Dies betreffe ebenso viele andere Berufe – vom Gärtner bis zur Gebäudereinigerin, vom Fensterputzer bis zur Floristin.

„Wer früher aus dem Berufsleben ausscheidet, weil er körperlich am Ende ist, hat heute oft enorme Probleme, eine Erwerbsminderungsrente zu bekommen. Und wenn er sie dann tatsächlich erhält, ist die Rente in der Regel viel zu niedrig“, sagt Berkes. Die enormen Hürden bei der Erwerbsminderungsrente müssten verschwinden. Und die Rente selbst müsse deutlich angehoben werden. Auch das will die Gewerkschaft mit ihren Herbst-Aktionen erreichen.

Die gesammelten Unterschriften wird die IG BAU heimischen Abgeordneten auf den Tisch legen, bevor diese im Bundestag über die Rente 67 abstimmen. Eine Reihe weiterer Protestaktionen in Betrieben und auf Baustellen soll folgen. „Unsere Nachbarn im Westen machen es uns vor: Die Franzosen kämpfen gegen die Rente mit 62. Sie gehen regulär mit 60 in den Ruhestand – für die Franzosen eine soziale Errungenschaft, die sie sich nicht nehmen lassen wollen. Und dafür gehen die Franzosen sogar auf die Straße. Es wird Zeit, dass wir uns davon eine – wenigstens kleine – Scheibe abschneiden“, so Wolfgang Berkes.

Wer seine Unterschrift auf die Renten-Protestliste setzen oder sich über weitere Aktionen informieren wolle, könne dies auch direkt beim Bezirksverband der IG BAU Münster-Rheine tun (Wolbecker Straße 1 in Münster, Telefon 02 51/ 3 01 15 | Telefon IG BAU-Büro Rheine 0 59 71/ 20 44).
   
2 Prozent + 200 Euro Sonderzahlungen = Lohnwachstum im Gartenbau Gärtner in Münster haben rund 37 Euro mehr in der Lohntüte
03.09.2010 12:13

Lohnwachstum im Gartenbau: Gärtner in Münster haben ab jetzt rund 37 Euro mehr in der Lohntüte.

Mehr Moos in der Lohntüte: Gärtner in Münster bekommen rückwirkend ab August zwei Prozent mehr Lohn. Darauf hat die Agrar-Gewerkschaft IG BAU hingewiesen. Zusätzlich seien Arbeitgeber verpflichtet, ihrem Personal in zwei Sonderzahlungen jährlich 100 Euro extra zu bezahlen. „Ein ausgebildeter Gärtner, der Vollzeit arbeitet, hat damit monatlich rund 37 Euro mehr in der Lohntüte – Sonderzahlungen nicht mitgerechnet“, sagt Wolfgang Berkes.

Der Vorsitzende des IG BAU Bezirksverbandes Münster-Rheine zeigt sich zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. „Nordrhein-Westfalen ist der Lohn-Spitzenreiter im Gartenbau. In keinem anderen Bundesland werden grüne Daumen so gut bezahlt wie zwischen Rhein und Ruhr“, sagt der Gewerkschafter. Nach Angaben der IG BAU liegt der Stundenlohn für ausgebildetes Fachpersonal nun bei 11,09 Euro.
   
IG BAU Münster-Rheine kritisiert KfW-Förder-Stopp zum 31. August Last Call für Hausbesitzer: Umwelt-Sanierung sofort beantragen
20.08.2010 16:58

Dämmplatten für die Hauswand: Wer Heizkosten sparen und sein Haus mit staatlicher Förderung sanieren will, muss sich beeilen. Die KfW-Bank nimmt nur noch bis Ende August Anträge von Hausbesitzern entgegen. Darauf hat die IG BAU hingewiesen.



Last Call für ein warmes Zuhause: Hausbesitzer im Münsterland müssen sich sputen, wenn sie ihr Haus sanieren wollen, um Heizkosten zu sparen. Jedenfalls dann, wenn sie dafür Geld von der staatlichen KfW-Förderbank haben wollen. Entsprechende Anträge können nur noch bis zum 31. August gestellt werden. Dann ist Schluss – die KfW stoppt ihr Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“. Darauf hat jetzt die IG BAU Münster-Rheine hingewiesen.

Hauswände dämmen, Dächer isolieren, neue Fenster und Heizungen einbauen – das schont die Umwelt und schafft Aufträge für das Handwerk im Münsterland, so die IG BAU. „Die CO2-Gebäudesanierung ist eine Erfolgsgeschichte mit abruptem Ende. Der knappe Fördertopf ist leer. So produziert die Bundesregierung mit ihrer drastischen Kürzungspolitik bei der energetischen Gebäudesanierung gleich drei Verlierer: Die Hausbesitzer, die Handwerksbetriebe und die Umwelt – alle gucken ab September in die Röhre“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine, Wolfgang Berkes.

Beim Bauhandwerk brechen dann bereits fest eingeplante Aufträge weg, so die Gewerkschaft. Dabei gebe es eigentlich jede Menge zu tun: Drei von vier Wohnungen sind, so hat die IG BAU errechnet, energetisch sanierungsbedürftig. Doch die Aussichten, dass es mit der umweltgerechten Sanierung im kommenden Jahr besser wird, sind nach Einschätzung der Bau- und Umweltgewerkschaft trübe: „Wenn die Bundesregierung ihr Sparpaket durchzieht, dann stehen nur noch 400 Millionen Euro an Bundesmitteln für das ökologische Sanieren bereit – und damit knapp eine Milliarde Euro weniger als noch in diesem Jahr. Dann gibt es voraussichtlich schon im Frühjahr 2011 keinen Förder-Cent mehr für sanierungswillige Hausbesitzer“, so Wolfgang Berkes. Für den IG-BAU-Bezirksvorsitzenden ist dies eine „klimapolitische Bankrotterklärung der Bundesregierung“.
   
IG BAU Münster-Rheine kündigt „Renten-Herbst“ an SPD in Münster soll Kehrtwende bei „Rente 67“ flankieren
18.08.2010 16:17

Wolfgang Berkes kündigt einen „Renten-Herbst“ auf dem Bau an. Er ist Bezirksvorsitzender der IG BAU Münster-Rheine.

Der „Rentenhammer“ vom Bau: Bauarbeiter in Münster lassen bei der Rente mit 67 nicht locker. Im Herbst soll die Rente auf den Baustellen und in den Betrieben eine zentrale Rolle spielen. Das hat die Industriegewerkschaft BAU Münster-Rheine angekündigt.

„Nicht einmal jeder zehnte Bauarbeiter schafft es, in seinem Job durchzuarbeiten und mit 65 in Rente zu gehen. Mehr als 40 Prozent der Maurer und Poliere müssen mit einer Erwerbsminderungsrente aus dem Berufsleben ausscheiden, weil sie körperlich kaputt sind. Sie leben dann durchschnittlich von nur 643 Euro Rente pro Monat“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine, Wolfgang Berkes. Viele erreichten nicht einmal die Erwerbsminderungsrente. Sie scheiterten bereits an den enorm hohen Hürden, an Gutachtern und Gerichten. Der Zugang zur Erwerbsminderungsrente müsse dringend erleichtert werden.

„Ein Großteil der Bauarbeiter geht direkt aus der Arbeitslosigkeit in die Rente, viele nur mit Hartz IV. Das ist die traurige Renten-Realität in Deutschland“, so Berkes. Im Schnitt sind Bauarbeiter nach Angaben der IG Bauen-Agrar-Umwelt Münster-Rheine nicht einmal 59 Jahre alt, wenn sie die Kelle aus der Hand legen müssen. „Wer Baubeschäftigten trotzdem die Rente mit 67 verordnen will, der hat noch nie einen Fuß auf eine Baustelle gesetzt“, so Berkes. Er forderte die heimischen Bundestagsabgeordneten auf, bei der anstehenden Abstimmung im Herbst die Rente mit 67 im Parlament zu kippen.

Die Rente mit 67 bedeute nichts anderes als eine drastische Rentenkürzung: „Jedes Jahr, das ein Arbeitnehmer früher in Rente gehen muss, schlägt mit 3,6 Prozent Abzug von der Regelrente zu Buche. Bleibt es bei der Rente mit 67, dann haben Bauleute in Zukunft mit enormen Rentenabschlägen zu rechnen“, so der Gewerkschafter. Dies betreffe ebenso viele andere Berufe – vom Gärtner bis zur Gebäudereinigerin.

An die SPD in Münster appellierte Berkes, ihre Delegierten für den Bundesparteitag Ende September in Berlin in der Rentenfrage „zu impfen“. Es sei ein wichtiges bundespolitisches Signal, wenn die SPD jetzt zu einer Kehrtwende bei der Rente 67 bereit sei. „Die SPD hat die Chance, das Rentenruder herumzureißen. Deshalb fordern wir alle SPD-Mitglieder in Münster auf, intensiv Einfluss auf ihre Delegierten zu nehmen und diese von einer ‚Rückholaktion’ bei der Rente mit 67 zu überzeugen“, so Berkes.

Die IG BAU Münster-Rheine spricht sich für eine grundlegende Reform des Rentensystems aus: „Wir brauchen eine Rentenkasse, in die alle einzahlen – Arbeiter und Angestellte genauso wie Beamte, Selbstständige, Politiker ...“, sagt Wolfgang Berkes. Dabei sollten alle Einkommensarten berücksichtigt werden – „der Lohn genauso wie beispielsweise Mieteinnahmen oder Aktiengewinne“, so der IG-BAU-Bezirksvorsitzende.
   
IG BAU fordert besseren Unfallschutz in Münster
04.08.2010 08:15
IG BAU fordert besseren Unfallschutz in Münster
Unfall im Rückwärtsgang – Bagger mit Kameras fahren auf Nummer Sicher

Gefährlicher Arbeitsplatz – Unfallquelle Nummer eins: der tote Winkel. Die IG BAU fordert Kameras am Bagger und einen Monitor in der Fahrerkabine. Dann kann der Fahrer Menschen, die in der Nähe von Baggern arbeiten, auch sehen.

Unfallrisiko auf dem Bau verringern: Der Arbeitsschutz auf den Baustellen in Münster soll verbessert werden. Das hat der Bezirksverband Münster-Rheine der IG Bauen-Agrar-Umwelt gefordert. „Jeder Euro, den Baufirmen in Sicherheitstechnik investieren, um ihre Beschäftigten vor Unfällen zu schützen, ist gut angelegt“, sagt Wolfgang Berkes. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine wies darauf hin, dass das Unfallrisiko gerade auf dem Bau besonders hoch sei.

Ein Großteil der Unfälle passiere mit Baumaschinen. „Unfallquelle Nummer eins sind die toten Winkel. Vom Fahrerplatz aus kann man Beschäftigte, die in der Nähe von Baggern arbeiten, nicht sehen“, sagt Wolfgang Berkes. Immer wieder würden Arbeitnehmer dabei angefahren oder überrollt. Es sei dringend notwendig, die Rückfahrsicherheit bei Baumaschinen zu verbessern.

Mit der Installation von Kameras könne das Unfallrisiko erheblich reduziert werden. „Dabei überträgt die Kamera am Heck eines Baggers das sonst nicht einsehbare Umfeld auf einen Monitor in die Fahrerkabine“, so der IG-BAU-Bezirksvorsitzende. Eine Pflicht, Kameras zu installieren, gibt es nach Angaben der IG BAU noch nicht. Aber in der Regel lasse sich jedes Fahrzeug, das auf Baustellen im Einsatz ist, nachrüsten.

„Radlader, Planierraupen und Walzen fahren während der Arbeit 40 bis 50 Prozent ihrer Strecke rückwärts. Hier ist die Kameratechnik quasi ein Muss“, so Berkes. Das Kamera-Monitor-System sei auch in der Landwirtschaft sinnvoll. Ein Nachrüsten biete sich insbesondere bei Mähdreschern, Maishäckslern und Schleppern an.

   
Gewerkschaft fordert von Betrieben zusätzliche Ausbildungsaktivitäten IG BAU schlägt „Nachwuchs-Alarm“ für Baubranche im Münsterland
21.07.2010 18:42


Präzise und mit Augenmaß: Auf dem Bau werden Fachkräfte rar. Die IG BAU fordert die Betriebe deshalb auf, mehr auszubilden.

Gewerkschaft für mehr „Nachwuchsförderung“ auf dem Bau: Mit Blick auf den drohenden Fachkräftemangel hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt von den Bauunternehmen im Münsterland zusätzliche Ausbildungsanstrengungen gefordert. „Die Baubetriebe in der Region müssen bei den Lehrstellen noch einmal nachlegen. Zugleich ist es notwendig, offensiv um Auszubildende zu werben und sie damit für eine Lehre auf dem Bau zu gewinnen. Beides muss sich ergänzen“, sagte der Vorsitzende des IG-BAU-Bezirks Münster-Rheine, Wolfgang Berkes. Im Wettbewerb um den Job-Nachwuchs müssten die Baubetriebe Jugendlichen eine gute berufliche Zukunfts-Perspektive aufzeigen und bieten. Dazu gehörten nach der Ausbildung auch attraktive Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote. „Die Betriebe müssen in Sachen Nachwuchs in die Offensive gehen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – und auch kein Geselle“, so Berkes.

Ohne zusätzliche Ausbildungsaktivitäten droht den Baubetrieben in Münsterland nach Ansicht der IG BAU ein dramatischer Verlust an personellem Know-how. „Die Lücke zwischen Beschäftigten, die in den Ruhestand gehen und Jugendlichen, die auf dem Bau eine Lehre beginnen, wird immer größer“, so Wolfgang Berkes. Die Betriebe müssten hier gegensteuern. „Wer jetzt nicht ausbildet, wird schon bald das Nachsehen haben. Zu wenig Ausbildung bedeutet Fachkräftemangel. Und Fachkräftemangel bringt auf Dauer den Verlust von Aufträgen“, so der IG-BAU-Bezirksvorsitzende. Die Firmen, die keine ausgebildeten Mitarbeiter hätten, um Aufträge qualifiziert abzuarbeiten, würden im harten Wettbewerb künftig keine Chancen mehr haben.

Ausbildung sei für die Betriebe nicht nur auf lange Sicht sinnvoll – sie zahle sich gerade für kleine und mittlere Unternehmen auch sofort aus. „Rund 14.000 Euro bekommt jeder Betrieb pro Azubi in drei Ausbildungsjahren aus einem Umlagetopf der Bauwirtschaft zurück“, erklärte Berkes. Zudem stünden für jeden Lehrling noch einmal bis zu 14.000 Euro Kostenerstattung für außerbetriebliche Ausbildung zur Verfügung. „Das ist ein enormer Anreiz. Jeder Chef sollte noch einmal scharf nachdenken, ob er nicht noch zusätzliche Lehrstellen schaffen kann, damit sein Betrieb nicht zum Verlierer wird“, so der IG-BAU-Bezirksvorsitzende.
   
Zum Ferienstart in NRW: „Nicht durch Baustellen brettern“Unfallrisiko Autobahnbaustelle: Auf 407 Kilometern wird gebaut
12.07.2010 17:23

Reisen statt rasen: „Straßenbauarbeiter haben keine Knautschzone“, so die IG BAU. Die Gewerkschaft appelliert zum Ferienstart an die Autofahrer, mit Rücksicht durch Autobahnbaustellen zu fahren.

Zu mehr Rücksicht gegenüber Straßenbauarbeitern auf Autobahnen hat die IG BAU Münster-Rheine aufgerufen. In den Sommerferien werde allein in Nordrhein-Westfalen auf 407 Autobahnkilometern gebaggert und asphaltiert. „Wer jetzt in den Urlaub startet, sollte nicht durch die Autobahnbaustellen brettern. Die Straßenbauarbeiter machen ihren Job oft nur ein paar Zentimeter vom Fahrbahnrand entfernt – und sie haben keine Knautschzone“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine, Wolfgang Berkes.

Wer in einer Autobahnbaustelle aufs Gaspedal drücke, gewinne höchstens ein paar Minuten. Für die Bauarbeiter stehe aber die Gesundheit auf dem Spiel. „Straßenbauer haben ein enorm hohes Unfallrisiko. Es ist doppelt so hoch wie in anderen Bereichen der gewerblichen Wirtschaft“, so Wolfgang Berkes. Straßenbauarbeiter hätten „ein Recht auf Rücksicht“. Bundesweit werden nach Angaben der IG BAU in diesem Sommer gut 2.208 Kilometer Autobahn saniert oder neugebaut.
   
IG BAU startet mit neuer UV-Card die Aktion „Sommer-Sonne“ „Sonno-Meter“ für Bauarbeiter und Gärtner in Münster
08.07.2010 08:16

UV-Card für „heiße Arbeitsplätze“: Bauarbeiter und Gärtner bekommen ein „Sonno-Meter“. Die UV-Card zeigt ihnen an, wann sie eine Sonnencreme mit welchem Lichtschutzfaktor nehmen müssen. Die IG BAU startet damit ihre Aktion „Sommer-Sonne“.



„Sonnen-Check“ für heiße Jobs: Bauarbeiter und Gärtner in Münster bekommen in diesem Sommer zum ersten Mal ein „Sonno-Meter“ für ihre Haut. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt verteilt UV-Cards für die Arbeit unter freiem Himmel auf Baustellen, in Garten-, Sport- und Parkanlagen in Münster. „Die Karte verfärbt sich – je nach Sonneneinstrahlung. Schon nach 30 Sekunden wissen Bauarbeiter und Gärtner, welchen Lichtschutzfaktor ihre Sonnenmilch haben muss“, sagt Wolfgang Berkes. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine warnt davor, das „Risiko UV-Strahlung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen“.

„Wer in praller Sonne arbeitet, muss höllisch aufpassen. Denn das Entstehen von Hautkrebs hängt ganz wesentlich davon ab, wie hoch die Gesamtdosis an Sonnenstunden ist, denen ein Mensch im Laufe seines Lebens ausgesetzt ist“, so Wolfgang Berkes. Neben einer Sonnencreme sollten Bauarbeiter und Gärtner auch auf eine Sonnenbrille mit UV-Schutz, auf eine vernünftige Kopfbedeckung und auf eine Kleidung achten, die möglichst viel vom Körper bedeckt. „Für die Haut, die dann trotzdem noch der Sonnenstrahlung ausgesetzt ist, schlägt die UV-Card ‚Sonnen-Alarm’. Sie signalisiert dem Bauarbeiter sogar, wann er sich neu eincremen muss“, so der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine.

Mit ihrer Aktion „Sommer-Sonne“ will die IG BAU die „sonnigen Arbeitsplätze“ sicherer machen. Zur Prävention gehören, so die IG BAU, allerdings auch Sonnensegel und Schattenplätze für die Pausen. Zudem sollten die Chefs in Münster für freie Getränke – wie Tee oder Wasser – sorgen. Betriebsräte können die UV-Card für ihre Belegschaft direkt bei der IG BAU Münster-Rheine ordern (Büro Münster: 02 51 – 301 15, Büro Rheine: 059 71 – 20 44).
   
IG BAU: Tipps für Schüler und Studenten aus Münster „Sommer-Job-Saison“: Ü15 darf per Ferienjob das Taschengeld aufbessern
01.07.2010 16:45

Extra-Taschengeld per Ferienjob: Die IG BAU gibt Tipps für Schüler und Studenten.

Für Fitness, Fast-Food, Fantasy-Filme das Taschengeld aufbessern: Viele Schüler in Münster nutzen die großen Ferien, um sich ein paar Extra-Wünsche zu erfüllen. Wer älter als 15 Jahre ist, darf sich Ferien-Euros dazuverdienen. Darauf hat der IG-BAU-Bezirksverband Münster-Rheine zum Start der „Sommer-Job-Saison“ hingewiesen. Allerdings seien Ferienjobs in diesem Jahr eher rar. „Viele Unternehmen sind durch die Krise noch damit beschäftigt, Kurzarbeit abzubauen. Wer als Schüler oder Student im Sommer arbeiten möchte, sollte wissen, dass Ferienjobs oft an der Arbeitsagentur vorbei vermittelt werden. Am besten ist es, auf eigene Faust bei Firmen nachzufragen, ob sie eine ‚Sommer-Verstärkung’ brauchen“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine, Wolfgang Berkes.

Wer sich auf die Ferienjob-Suche macht, sollte darauf achten, dass das sauer verdiente Geld im Portemonnaie und nicht gleich beim Finanzamt landet. Die IG BAU rät Schülern und Studenten, ein paar Vorschriften im Auge zu behalten: Ein Ferienjob ist nur bis zu einem Monatsverdienst von 849 Euro steuerfrei. Für alles, was darüber liegt, müssen die Jugendlichen Lohnsteuer zahlen. Diese bekommen sie aber in der Regel durch den Lohnsteuerjahresausgleich zurück.

„Beiträge für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung fallen beim Ferienjob nicht an. Die müssen erst ab dem 51. Arbeitstag im Jahr abgeführt werden“, erklärt Wolfgang Berkes. Noch wichtig für die Eltern: Wenn volljährige Schüler mehr als 7.680 Euro im Jahr verdienen, gibt es kein Kindergeld. Wer in Sachen Ferienjob noch Fragen rund um die Steuer hat, kann sich direkt ans Finanzamt wenden oder einen Link-Tipp der IG BAU im Internet anklicken: www.verwaltung.bayern.de/Anlage1609800/AushilfsarbeitvonSchuelernundStudenten.pdf

Für Schüler, deren Eltern Hartz IV beziehen, lohnt sich der Ferienjob in diesem Sommer zum ersten Mal richtig: Sie können in den Schulferien vier Wochen lang bis zu 1.200 Euro im Jahr verdienen, ohne befürchten zu müssen, dass dieses Geld mit dem Sozial- oder Kindergeld, das ihre Eltern bekommen, verrechnet wird. Bislang lag diese Grenze bei nur 100 Euro.

Ferienjobber sollten auch in Sachen Arbeitsschutz ein paar Regeln beachten. Denn, so die IG BAU, nicht alle Arbeitsplätze sind für Jugendliche geeignet: „Große Hitze, Kälte, Nässe oder Lärm sind tabu. Und auch an Maschinen zum Sägen, Fräsen oder Pressen haben Jugendliche nichts zu suchen“, sagt Wolfgang Berkes. Auch Arbeitsplätze, an denen mit gefährlichen Substanzen hantiert werde, kämen für Jugendliche unter 18 Jahren nicht in Frage.

Zudem gelte für die unter 18-Jährigen ein Arbeitszeitlimit. „Acht Stunden am Tag, vierzig Stunden in der Woche – dann ist Schluss“, so der IG-BAU-Bezirksvorsitzende. Zwischen 20 Uhr und 6 Uhr morgens dürften Jugendliche nur ausnahmsweise arbeiten, etwa in Bäckereien, auf Bauernhöfen, in Gaststätten oder bei Schaustellern. Die Wochenenden seien in der Regel auch in den Ferien „malochefreie Zeit“: „Ganz auf das Freibad verzichten sollen die Jugendlichen schließlich auch nicht“, sagt Wolfgang Berkes.

Sollte beim Ferienjob einmal ein Unfall passieren, sind die Jugendlichen, wie alle anderen Arbeitnehmer auch, gesetzlich versichert. „Beiträge an die Berufsgenossenschaften müssen sie nicht bezahlen. Ferienjobs sind über den Arbeitgeber angemeldet“, so der IG-BAU-Bezirksvorsitzende. Der Versicherungsschutz besteht übrigens unabhängig vom Lohn. Auch unbezahlte Praktikanten sind vom ersten Arbeitstag an versichert – im Betrieb, auf dem Weg zur Arbeitsstelle und zurück nach Hause.
   
Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Münster-Rheine warnt: Immer mehr „Zitterverträge“ für Putzfrauen in Münster
10.06.2010 18:58


Stopp für „Zitterverträge“ gefordert: Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU hat den Trend zu befristeten Arbeitsverhältnissen in der Reinigungsbranche kritisiert. „Derzeit sind in Münster rund 4.520 Arbeitnehmer in der Gebäudereinigung sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Immer mehr von ihnen werden in Kurzzeit-Jobs gedrängt oder sind schon jetzt in befristeten Arbeitsverhältnissen“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine, Wolfgang Berkes.

Es sei mittlerweile gang und gäbe in der Branche, Arbeitsverträge nur für einige Monate zu vergeben. Immer häufiger nutzten Arbeitgeber die Möglichkeit der Befristung schamlos aus. „Zum einen versuchen diese Chefs, dem Kündigungsschutz zu entgehen. Zum anderen üben sie so Druck auf ihre Beschäftigten aus: Wer Angst um den Job hat, ist bereit, für einen Folgevertrag auch schlechtere Bedingungen in Kauf zu nehmen“, so der IG-BAU-Bezirksvorsitzende.

Zum Tag der Gebäudereinigung am kommenden Dienstag,15. Juni fordert Berkes ein Verbot dieser „Zittervertrags-Praxis“. „Der grundlosen Befristung von Arbeitsverhältnissen muss ein Riegel vorgeschoben werden – und zwar per Gesetz. Denn letztlich werden dadurch unbefristete Vollzeitstellen abgebaut. Das Spiel mit der Jobangst muss ein Ende haben“, so Berkes.


Ansprechpartner für Rück- und Interviewanfragen ist: Carsten Burckhardt, stellvertretender Regionalleiter der IG BAU Westfalen, 0171 – 834 07 80.



PM-Hintergrund-Info

zum Tag der Gebäudereinigung



Der „Tag der Gebäudereinigung“ erinnert an einen Streik der Putzkräfte in Century-City, dem Kommerz-Viertel von Los Angeles, bei dem am 15. Juni 1990 die Streikenden brutal von der Polizei zusammengeschlagen wurden. Die Polizei musste nach einem Gerichtsverfahren schließlich 3,5 Millionen Dollar an die amerikanische Reiniger-Gewerkschaft bezahlen. Der Streik führte schließlich zu einer 25%-igen Gehaltserhöhung und der Einführung betrieblicher Krankenversicherungsleistungen.

Dieser Vorfall markiert einen Wendepunkt in der Kampagne „Justice for Janitors“. Der 15. Juni wird seitdem international als „Justice-for-Janitors-Day“, in Deutschland als „Tag der Gebäudereinigung“ begangen.

Im Herbst 2009 gab es in Deutschland den ersten bundesweiten Gebäudereiniger-Streik.



   
Agrar-Gewerkschaft IG BAU Münster-Rheine fordert: 8,50 Euro Mindestlohn rund 4326 Agrar-Beschäftigte im Münsterland
08.06.2010 17:05

Für die Agrar-Gewerkschaft „tierisch wichtig“: der Mindestlohn in der Landwirtschaft. Dieser soll bei 8,50 Euro liegen, so die IG Bauen-Agrar-Umwelt.

Einen Mindestlohn von 8,50 Euro hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt für die Beschäftigten in der münsterländischen Landwirtschaft gefordert. Mittelfristig seien sogar zehn Euro Stundenlohn notwendig. „Auch wer keine spezielle Ausbildung für die Landwirtschaft mitbringt, muss von der Arbeit, die er auf dem Feld oder im Stall macht, leben können“, sagte Wolfgang Berkes von der Agrar-Gewerkschaft. Es sei nötig, ein unteres Lohnniveau festzuschreiben. „Andernfalls haben viele Beschäftigte in der Landwirtschaft keine Chance, eine existenzsichernde Rente aufzubauen“, so der Vorsitzende des IG-BAU-Bezirksverbandes Münster-Rheine weiter. Nach Angaben der Agrar-Gewerkschaft arbeiten im Bereich des Bezirksverbands Münster-Rheine derzeit rund 4326 Menschen in der Landwirtschaft.
   
IG BAU warnt vor Streichung des Steuerbonus bei Handwerker-Rechungen
04.06.2010 21:20

Wehrt sich gegen „Rotstiftpolitik aus Berlin“: Wolfgang Berkes warnt vor der Streichung vom Steuerbonus bei Handwerker-Rechnungen. Der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine spricht von „kontraproduktiven Sparplänen“.

IG BAU gegen Kürzungen auf Kosten des Handwerks im Münsterland: Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat vor einer Abschaffung der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen gewarnt. „Die von der schwarz-gelben Bundesregierung im Zuge der Haushaltskonsolidierung ins Gespräch gebrachte Streichung des Steuerbonus ist kontraproduktiv“, so der Bezirksverbandsvorsitzende der Handwerker-Gewerkschaft IG BAU Münster-Rheine, Wolfgang Berkes.

Die Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen habe in den vergangenen Jahren wichtige Impulse für das heimische Handwerk gebracht. „Sie hat im Münsterland mit zu einer Belebung der Nachfrage geführt“, so Berkes. Ein „Aus“ des Steuerbonus werde zwangsläufig zu weniger legalen Aufträgen und weniger Beschäftigung im heimischen Handwerk führen. „Das bedeutet weniger Einnahmen aus Mehrwert- und Einkommenssteuern sowie weniger Beiträge für die Sozialkassen. Die negativen Folgen wären weitaus größer als der angebliche ‚Sparnutzen’“, sagte Berkes.

Der IG-BAU-Bezirksverbandsvorsitzende erinnerte daran, dass der Steuerbonus auf Handwerkerrechnungen erst zu Beginn des vergangenen Jahres verdoppelt worden sei – gerade als Maßnahme zur Ankurbelung der Konjunktur. „Diese jetzt abzuschaffen, wäre ein wirtschaftspolitisches Eigentor“, so Berkes. Es wäre fatal, den Rotstift gegen das heimische Handwerk anzusetzen.

An die Bundestagsabgeordneten von CDU und FDP aus dem Münsterland appellierte Berkes, bei den anstehenden Sparentscheidungen die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Region nicht aus den Augen zu verlieren.
   
Illegale Beschäftigung: rund 1.800 Verfahren und knapp 700.000 Euro Bußgelder
27.05.2010 11:47

IG BAU fordert Aufstockung der
Finanzkontrolle Schwarzarbeit in Münster


„Tatort Baustelle“: Der Zoll im Einsatz gegen illegale Beschäftigung und organisierte Schwarzarbeit.

Mehr Personal im Kampf gegen Lohn-Trickserei und illegale Beschäftigung: Die IG BAU Münster-Rheine hat eine deutliche Aufstockung der Zollfahnder in der Region gefordert. Die zuständige Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) in Münster sei angesichts neuer zusätzlicher Aufgaben unterbesetzt. „Neben der Bekämpfung von illegaler Beschäftigung und organisierter Schwarzarbeit müssen die Zollfahnder in immer mehr Bereichen auch die Mindestlöhne kontrollieren. In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl der Branchen, in denen Lohnuntergrenzen vereinbart worden sind, verdoppelt“, so der Vorsitzende des IG-BAU-Bezirksverbandes Münster-Rheine, Wolfgang Berkes. Die Zahl der Zollfahnder sei dagegen nahezu gleich geblieben. Ohne zusätzliches Personal sei zu befürchten, dass viele Arbeitgeber, die Dumpinglöhne zahlten, unentdeckt blieben. „Egal ob in der Gebäudereinigung, auf dem Bau oder in den anderen Branchen – ein Mindestlohn, der nur auf dem Papier steht, bringt gar nichts,“ so Berkes.

Die IG BAU verwies auf die Ermittlungsbilanz 2009 des Hauptzollamtes Münster. Sie zeige, dass die Bekämpfung der illegalen Beschäftigung nach wie vor eine große Herausforderung sei. So haben die Fahnder nach Angaben der IG BAU im vergangenen Jahr 1.784 Ermittlungsverfahren wegen illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit eingeleitet. Insgesamt wurden dabei Bußgelder in Höhe von knapp 700.000 Euro verhängt. Vor allem der Bau und die Gebäudereinigung seien, so die IG BAU, immer wieder von illegalen Beschäftigungspraktiken betroffen.

„Die von der FKS in Münster aufgedeckte Schadenssumme aus Strafverfahren lag im vergangenen Jahr bei rund 6,3 Millionen Euro. Zusätzliches Personal bedeutet neben mehr Bußgeldern auch das Aufdecken von noch mehr hinterzogenen Steuern und nicht gezahlten Sozialabgaben. Unterm Strich machen sich mehr Kontrolleure damit also bezahlt“, so der IG-BAU- Bezirksverbandsvorsitzende.

Wolfgang Berkes: „Die illegalen Machenschaften von Betrieben kosten reguläre Jobs. Zudem fließt enorm viel Geld an der Steuer vorbei. Von den Sozialabgaben, die unterschlagen werden, ganz zu schweigen. Dies trifft uns alle – über die Rentenkasse, die Kranken- und die Pflegeversicherung.“ Der Kampf gegen Illegalität und Kriminalität in der Wirtschaft müsse daher weiter intensiviert werden. Lohn-Dumping-Firmen und Betriebe, die Sozialabgaben nicht abführten oder Steuern hinterzögen, dürften bei privaten und öffentlichen Bauvorhaben in der Region keine Chance mehr haben.
   
78.000 Bauarbeiter stärken Beton-Streikern den Rücken
26.05.2010 15:32
1.000 Soli-Euro“ für die
mutigsten Arbeitskämpfer der Nation

„Soli-Euros“ für die Beton-Streiker: Bauarbeiter aus ganz Nordrhein-Westfalen haben am heutigen Tag ihre Solidarität mit den Streikenden des Betonwerks Westerwelle in Herford bekundet. „Tausend Euro Bar-Cash für die mutigsten Arbeitskämpfer, die die Republik derzeit zu bieten hat. Wer streikt, kann jede Unterstützung gut gebrauchen – auch ‚Soli-Euros’. Und die haben alle NRW-Bezirksverbände der IG BAU in einer Spontan-Aktion gespendet. Denn am Geld wird dieser Arbeitskampf nicht scheitern“, sagte Jürgen Czech. Zuvor hatten bereits der DGB auf seinem Bundeskongress 8.000 Euro und der IG-BAU-Bezirksverband Emscher-Lippe-Aa bei der Mai-Kundgebung 1.500 Euro für die Westerwelle-Streikenden gesammelt.

Der Regionalleiter der IG BAU in Westfalen machte deutlich, dass die IG-BAU-Bezirksverbände in ganz Nordrhein-Westfalen geschlossen hinter den Streikenden stehen. „Von Rheine bis Siegen, von Aachen bis Minden: Die Westerwelle-Beschäftigten haben 78.000 Frau und Mann hinter sich – jedes IG-BAU-Mitglied stärkt ihnen den Rücken“, so Jürgen Czech.

Noch immer weigere sich Firmen-Chef Kai-Uwe Westerwelle hartnäckig, von Niedriglöhnen abzurücken und Tarifverhandlungen zu führen. Ebenso schalte er auf stur, wenn es darum gehe, Willkürkündigungen zurückzunehmen. „Solange sich die Geschäftsführung bei Beton-Westerwelle nicht bewegt, wird weiter gestreikt“, sagte IG-BAU-Regionalleiter Jürgen Czech.
   
Der Countdown läuft: Jetzt anmelden zum XXL-Jugendcamp Jugendliche aus Münster pilgern zur „Bau-Party on the Beach“
09.05.2010 10:56

Musik und Party „On the Beach“: Im Juni startet das Sunrise-Festival der IG BAU.

Bau, Beat und Beach: Die größte Bau-Party Deutschlands steigt – und alle jungen Leute aus Münster können dabei sein. Sunrise-Festival – so heißt das große Jugend-Gewerkschaftstreffen, zu dem die IG BAU Münster-Rheine für den 3. bis 6. Juni 2010 einlädt.

Vom Maurer-Azubi bis zum Jung-Dachdecker kann jeder zum XXL-Jugendcamp nach Steinbach bei Frankfurt/Main kommen. „Und wer mit dem Bau nichts am Hut hat – kein Problem: Mitmachen kann jeder“, sagt Wolfgang Berkes, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Münster-Rheine. Das Sunrise-Festival ist für alle offen – von der jungen Floristin über den Maler-Azubi bis zum Jung-Gärtner: „Ich freue mich, wenn viele Jugendliche aus Münster auf der größten ‚Bau-Party on the Beach’ der Republik dabei sind“, sagt Berkes. Es gehe darum, dass junge Menschen aus ganz Deutschland zusammenkommen – egal, ob sie in der Gewerkschaft sind oder nicht, so die IG BAU.

Die Veranstalter versprechen ein Sunrise-Festival mit Aktionen und Attraktionen: Es gibt ein Bobby-Car-Rennen, einen Bauarbeiter-Wettkampf, ein Beach-Tri-Ball-Turnier und „KUBB“ – schwedisches Rasen- und Wikingerschach. Darüber hinaus bekommen die Jugendlichen noch „Job-Know-how“: In Workshops können die Festivalbesucher mehr über Berufe und Ausbildungen erfahren. Außerdem spielen live die Bands „Wully und Sonja“, „Desert Spring“ und „Die Dicken Kinder von Landau“. Passend zum Sunrise-Festival-Jahr 2010 kostet die Teilnahme am viertägigen Jugendcamp 20,10 Euro. Im Eintrittspreis sind Übernachtung, Verpflegung und alkoholfreie Getränke enthalten.

Anmeldung und weitere Infos gibt es im Internet unter http://www.sunrise2010.de. Die Anreise organisiert die IG BAU Münster-Rheine. (Telefon: 0251 – 301 15).
   
IG BAU ruft zu Mai-Kundgebungen im Münsterland auf - Vom Bau ins Büro: „Nein“ zum Job-Hopping à la von der Leyen
27.04.2010 08:05

„Eine Stunde für die Mai-Kundgebung am Samstag ist ein Muss“, sagt der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine, Wolfgang Berkes (Foto).

Vom Bau ins Büro – „Nein“ zum Job-Hopping à la von der Leyen: Bauarbeiter im Münsterland wehren sich gegen Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und gegen ihr vehementes Festhalten an der Rente mit 67. Die Ministerin hatte Menschen, die körperlich hart arbeiten und es bis zur Rente nicht schaffen, „geraten“, ins Büro zu wechseln. „Wer Dachdecker, Maurer, Eisenflechter oder Betongießer ins Büro verpflanzen will, wenn sie sich auf dem Bau kaputt geschuftet haben, hat von der Wirklichkeit in der Arbeitswelt keine Ahnung“, sagt Wolfgang Berkes.

Für den Bezirksverbandsvorsitzenden der IG BAU Münster-Rheine ist die jüngste Äußerung der Bundesarbeitsministerin „Zynismus pur“. Sie verspreche Jobs, die es im Münsterland nicht gebe. Dabei verfolge von der Leyen nur ein Ziel: „Die Rente mit 67 soll unverändert durchgeboxt werden – egal, wer dabei auf der Strecke bleibt“, so Berkes. Für den Bezirksverbandsvorsitzenden der IG BAU ist dies eine „Augen-zu-und-durch-Politik“, die keine Rücksicht auf die Interessen der Arbeitnehmer kenne.

Genau deshalb sei es notwendig, jetzt bei der Mai-Kundgebung „Flagge zu zeigen“: „Wer am Samstag im Münsterland unterwegs ist, muss einfach eine Stunde zur Mai-Kundgebung kommen. Das gehört sich so“, sagt Wolfgang Berkes. Der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine appelliert an alle Beschäftigten, Arbeitslosen sowie Rentnerinnen und Rentner, am 1. Mai eine DGB-Kundgebung in der Region zu besuchen.

Es sei wieder „in“, für die eigenen Interessen öffentlich einzutreten. Und es lohne sich: „Es ist seit elf Jahren die erste Mai-Kundgebung unter einer schwarz-gelben Bundesregierung. Und eine Woche vor der Landtagswahl ist es besonders wichtig, Arbeitnehmerinteressen deutlich zu zeigen“, so Berkes. Das DGB-Motto für den 1. Mai: „Wir gehen vor! – Gute Arbeit. Gerechte Löhne. Starker Sozialstaat.“ Dabei werde es auch, so die IG BAU, darum gehen, die Rente mit 67 zurückzunehmen.
   
Forstbeschäftige in NRW machen Front gegen FDP-Minister: Pinkwart vollkommen realitätsfern - Personaleinsparung ein „Holzweg“
23.04.2010 10:33

Forstbeschäftigte machen Front gegen Landes-Innovationsminister Andreas Pinkwart: Die Forstgewerkschaft IG BAU hat dem nordrhein-westfälischen FDP-Spitzenkandidaten Zynismus und erschreckende Unkenntnis vorgeworfen. Hintergrund sind öffentliche Äußerungen Pinkwarts über die Forstverwaltung in Nordrhein-Westfalen. In ihnen hatte der FDP-Politiker den Personalabbau in angeblich „überbesetzten“ Forstämtern als besonders „lohnendes“ Beispiel für die Sparpolitik der NRW-Landesregierung bezeichnet.

„Wer mit solchen Aussagen versucht, Wahlkampfstimmung zu machen, zeigt, dass er vom Arbeitsalltag in der Forstverwaltung nicht die Spur einer Ahnung hat. Das ist mehr als unseriös. Minister Pinkwart macht Wahlkampf auf Kosten der Beschäftigten“, so Eberhard Kämpfer, Sprecher der IG BAU-Forstwirte in Nordrhein-Westfalen. Nach Aussagen von Kämpfer und Ulrich Gießelmann, dem Vorsitzenden der IG BAU-Vertretung „Forst und Naturschutz“ in Nordrhein-Westfalen, brodelt die Stimmung in den Forstämtern. Die Forstbeschäftigten seien „stinksauer“.

Die Sparpolitik der Landesregierung sei gerade in der nordrhein-westfälischen Forstverwaltung das Gegenteil einer „Erfolgsgeschichte“. Kämpfer: „Die Wirklichkeit ist eine komplett andere, als wie Minister Pinkwart sie darstellt. In den vergangenen Jahren haben die Forstverwaltungen neue zusätzliche Aufgaben bekommen. Darüber hinaus sind die Forstreviere und damit die Bereiche der Forstämter um das Dreifache vergrößert worden.“ Zusätzlich sei die Beseitigung der Folgen des Orkans Kyrill für die Forstwirte in Nordrhein-Westfalen zu einer Mammutaufgabe geworden. „Trotzdem hat es einen drastischen Personalabbau gegeben. Das zeigt, wie verfehlt und kontraproduktiv die Sparpolitik der Landesregegierung ist. Sie ist damit auf einem gefährlichen ‚Holzweg’.“, so Kämpfer. Sie habe zu einer dramatischen Verschlechterung der Situation im nordrhein-westfälischen Forst geführt.

Die IG BAU empfahl Minister Pinkwart einen Besuch in den Forstämtern und ein Gepräch mit den Beschäftigen. Kämpfer: „Danach kennt er die Realität und weiß, wovon er spricht...“
   
IG BAU Münster-Rheine: „April-Lohn-Check“ – auch für Azubis Dickere Lohntüten für rund 4.850 Bauarbeiter in Münster
15.04.2010 14:52

Mehr Geld auf dem Bau: Die heimischen Bauarbeiter bekommen im April dickere Lohntüten. Auch die Bau-Azubis verdienen mehr. Darauf hat die IG BAU hingewiesen.

Mehr in der Lohntüte: Vom Maurer bis zum Zimmermann – die rund 4.850 Bauarbeiter in Münster bekommen mehr Geld. Mit dem April-Lohn gibt es für sie eine Tariferhöhung. „Unterm Strich müssen 2,3 Prozent mehr auf dem Lohnzettel stehen. Für einen Maurer macht das ein Plus von gut 60 Euro brutto pro Monat“, sagt Wolfgang Berkes. Der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Münster-Rheine verweist darauf, dass das Lohn-Plus für alle Facharbeiter im Hoch- und Tiefbau gilt. Auch die Auszubildenden auf dem Bau profitieren: Sie haben nach Angaben der IG BAU im ersten Ausbildungsjahr monatlich 14 Euro mehr auf dem Lohnkonto. Im dritten Lehrjahr sind es sogar 27 Euro.

Nur so kann sich jeder Azubi und jeder Bauarbeiter sicher sein, dass das Geld, das wir am Verhandlungstisch für die Beschäftigten herausgeholt haben, auch tatsächlich im Portemonnaie landet“, so Wolfgang Berkes.
   
IG BAU appelliert an heimische Bundestagsabgeordnete Bauarbeiter in Münster wollen „Elena“ nicht
12.04.2010 12:44

Wolfgang Berkes warnt vorm „gläsernen Arbeitnehmer“. Der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine lehnt die Vorratsdatenspeicherung von Arbeitnehmerdaten ab und sagt „Nein zu ‚Elena’“.

„Elena“ ist auf dem Bau nicht gefragt: Bauarbeiter in Münster wollen sich nicht zu „gläsernen Arbeitnehmern“ machen lassen. Die IG BAU Münster-Rheine lehnt ein „massenweises Sammeln und Speichern von Arbeitnehmerdaten“ ab. Die Bau-Gewerkschaft erteilt damit dem umstrittenen System zum Elektronischen Entgeltnachweis (kurz „Elena“) eine Absage. „Hier sollen sensible Daten im großen Stil gehortet werden. Was einmal per ‚Elena’ erfasst wird, verfolgt jeden Beschäftigten – ein Arbeitsleben lang. Das machen wir nicht mit“, sagt Wolfgang Berkes.

Der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine spricht von „der Gefahr der Totalerfassung“. Er begrüßt damit die aktuelle Massenklage gegen „Elena“ beim Bundesverfassungsgericht. Rückenwind erhält die IG BAU auch von offizieller Seite: „Selbst die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern haben gefordert, ‚Elena’ erneut auf den Prüfstand zu stellen“, so Berkes.

Die IG BAU berichtet von „massiver Ablehnung“ der „Elena“-Pläne in Münster. Nicht nur auf dem Bau, auch in der Gebäudereinigung und im Garten- und Landschaftsbau wachse der Protest. „Der Grund für eine Kündigung und das Datum einer Abmahnung haben in einem Zentralspeicher nichts zu suchen. Ebenso wenig wie Fehlzeiten – egal, ob es dabei um Krankheit, unbezahlten Urlaub oder Mutterschutz geht“, so der Gewerkschafter.

Das Bundesverfassungsgericht habe der Bundesregierung bereits bei der Massenspeicherung von Internet- und Telefondaten einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Bei ‚Elena’ geht es um nichts anderes. Hier ist es die Vorratsdatenspeicherung von Arbeitnehmerdaten“, sagt Berkes. Die IG BAU Münster-Rheine appelliert daher an die heimischen Bundestagsabgeordneten, beim Bundesarbeitsministerium in Berlin „alle Hebel in Bewegung zu setzen, um ‚Elena’ auszubremsen“. Die Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Brüderle (FDP), in Sachen „Elena“ Abstriche für kleine und mittlere Unternehmen machen zu wollen, um diese von „neuer Bürokratie“ zu befreien, reiche bei weitem nicht aus.
   
Juristischer Schutzschirm der IG BAU Münster-Rheine gegen Chef-Willkür In der Krise mehr Druck auf Beschäftigte: 730 Streitfälle im vergangenen Jahr
07.04.2010 09:47

: Die Rechtsberater der IG BAU Münster Rheine haben die Bilanz für 2009 gezogen. Sie zeigt, wie wichtig ein juristischer Schutzschirm für die Beschäftigten ist.
Wirtschaftskrise mit Folgen: Im vergangenen Jahr musste die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Münster-Rheine mehr als 730 Beschäftigte bei Streitfällen rund um den Job unterstützen. Nach Angaben der Gewerkschaft hat der Druck auf die Arbeitnehmer stark zugenommen. Oft werde die Krise genutzt, um Beschäftigte massiv einzuschüchtern.

„Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten versuchen einige Arbeitgeber, die Rechte von Beschäftigten auszuhebeln“, sagte der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Münster-Rheine, Wolfgang Berkes. So stünden hinter den „nackten Zahlen“ des vergangenen Jahres in vielen Fällen Auseinandersetzungen um nicht vergütete Überstunden und um verspätete Lohnzahlungen. Fragen zum Kündigungsschutz, zum Saison-Kurzarbeitergeld und zu Insolvenzen waren weitere Themen, die 2009 für randvolle Terminkalender bei den Rechtsberatern der IG BAU Münster-Rheine sorgten.

„Im Gebäudereinigerhandwerk und auf dem Bau hatten Beschäftigte im Münsterland im vergangenen Jahr die meisten Probleme“, so Berkes. Insbesondere hier habe sich gezeigt, wie wichtig der juristische Arbeitnehmer-Schutzschirm der IG BAU sei. „Ohne Rechtsbeistand sind die Beschäftigten der Willkür von ‚schwarzen Schafen’ unter den Arbeitgebern ausgeliefert“, so der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende.

Termine für die Rechtsberatung können im Büro der IG BAU Münster-Rheine unter der Rufnummer 0251 – 301 15 vereinbart werden.
   
Gewerkschaft bietet das „Kleine Wahl-Einmaleins“ IG BAU macht Belegschaften fit für Betriebsratswahlen in Münster
16.03.2010 10:47

„Bei uns gibt’s das kleine Einmaleins zur Betriebsratswahl“, sagt Wolfgang Berkes. Der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine appelliert an alle Beschäftigten, die Chance zu nutzen, eine Mitarbeitervertretung zu gründen und so ein „gewichtiges Wörtchen im Betrieb mitzureden“.

Mitbestimmung hinterm Werkstor: Auf dem Bau, in der Gebäudereinigung und im Garten- und Landschaftsbau in Münster laufen die Betriebsratswahlen an. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Münster-Rheine hingewiesen. Die Gewerkschaft leiste derzeit kräftig „Starthilfe“ für Belegschaften: „Vielen ist unklar, wie sie ihren Betriebsrat gründen sollen – und wie die Wahlen ablaufen müssen. Es geht also oft um das ‚kleine Einmaleins zur Betriebsratswahl’. Fest steht aber, dass das Interesse in Sachen Mitbestimmung groß ist“, sagt Wolfgang Berkes.

Der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU appelliert an die Belegschaften aller Unternehmen in Münster mit fünf und mehr Mitarbeitern, die „Chance zu nutzen, ein gewichtiges Wörtchen im Betrieb mitzureden und einen Betriebsrat auf die Beine zu stellen“. Dieser kümmere sich dann um alle relevanten Fragen rund um den Job – von A wie Arbeitnehmerrechte bis Z wie (Lohn-)Zuschlag. Die Betriebsratswahlen haben in diesem Monat begonnen und dauern noch bis Ende Mai an.

Für Fragen rund um die Betriebsratswahl hat die IG BAU Münster-Rheine eine Service-Hotline geschaltet: 0251 / 301 15. Diese stehe allen Arbeitnehmern in Münster offen. „Wir wollen möglichst viele Beschäftigte erreichen – egal, ob sie in Bauunternehmen, Maler- und Dachdeckerbetrieben, Gärtnereien oder Gebäudereinigungsunternehmen arbeiten“, sagt Wolfgang Berkes.
   
IG BAU: Zentrale Veranstaltung in Dortmunder Westfalenhallen Gewerkschaft macht in Westfalen mobil für Betriebsratswahl
09.03.2010 14:58


Gewerkschaft macht mobil für Betriebsratswahlen in Westfalen: Am kommenden Samstag, 13. März, geht die IG BAU auf große Werbetour in Sachen „Demokratie hinterm Werkstor“. Hunderte von Beschäftigte werden zu einer zentralen Betriebsräte-Veranstaltung im Goldsaal der Dortmunder Westfalenhallen erwartet.
„Wir wollen den seit Anfang März laufenden Betriebsratswahlen einen zusätzlichen Schub geben. Wir werden deutlich machen, wie wichtig das Kreuz für die Arbeitnehmer-Mitbestimmung ist“, sagt Jürgen Czech, Regionalleiter der IG BAU Westfalen.

Als prominenten Unterstützer hat Czech den IG BAU-Bundesvorsitzenden Klaus Wiesehügel für die Veranstaltung gewonnen. Der Gewerkschaftschef wird mit Politikern, Betriebsräten und dem nordrhein-westfälischen DGB-Chef Guntram Schneider diskutieren – das Motto „Wie viel Mitbestimmung braucht der Mensch?“. Jürgen Czech: „Dabei wird es mit Sicherheit von Klaus Wiesehügel auch klare und unmissverständliche Worte gegen die Angriffe auf Mitbestimmungsrechte geben.“

Teilnehmer der Dortmunder Diskussionsrunde werden sein:

- Klaus Wiesehügel, IG BAU-Bundesvorsitzender
- Svenja Schulze, SPD-Landtagsabgeordnete
- Wolfgang Zimmermann, Landessprecher DIE LINKE
- Reiner Priggen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender Bündnis90/Die Grünen im Landtag
- Hans Peter Eschweiler, Betriebsratsvorsitzender Fa. Didier SB
- Guntram Schneider, DGB-Vorsitzender NRW
- Heinz Wessendorf, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Fa. Heitkamp Bauholding Herne und Mitglied der Tarifkommission Baugewerbe

Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr. Moderiert wird sie von Tanja Busse, freie Journalistin (WDR).
   
IG BAU Münster-Rheine empfiehlt: jetzt Lohnabrechnung prüfen Mehr Geld für Gebäudereiniger in Münster
09.03.2010 14:50

Sauberes Lohn-Plus: Fensterputzer und Reinigungskräfte bekommen mehr Geld.

Mehr in der Lohntüte: Die rund 8.880* Gebäudereiniger in Münster bekommen mehr Geld. „Jede Reinigungskraft muss ab sofort mindestens 8,40 Euro pro Stunde verdienen. Das macht pro Arbeitstag zwei Euro mehr aus“, sagt Wolfgang Berkes von der Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Münster-Rheine. Der Bezirksverbandsvorsitzende weist zudem darauf hin, dass der neue Mindestlohn für Fassaden- und Glasreiniger ebenfalls gestiegen ist – auf 11,13 Euro pro Stunde: „Lässt ein Arbeitgeber in Münster einen Fensterputzer für weniger Geld arbeiten, dann macht er sich strafbar.“

Bereits zum Jahresbeginn sind nach Angaben der IG BAU auch die Tariflöhne in der Gebäudereinigung gestiegen: „Bei einer Reinigungskraft, die Vollzeit arbeitet, müssen jetzt über 40 Euro zusätzlich auf dem Lohnzettel stehen. Ein Fensterputzer hat sogar gut 56 Euro mehr pro Monat“, sagt Wolfgang Berkes. Der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine weist dabei auf den neuen Tarifvertrag hin, mit dem die Gebäudereiniger-Gewerkschaft ein Lohn-Plus von 3,1 Prozent durchgesetzt hat. „Dafür haben die Beschäftigten im letzten Herbst gestreikt. Der Arbeitskampf war hart. Aber ohne Streik würde heute keine Reinigungskraft und kein Fensterputzer dieses Geld zusätzlich bekommen“, so Berkes.


Ob das Geld auch tatsächlich auf dem Lohnkonto lande, sollten die heimischen Gebäudereiniger jetzt jedoch checken: „Es lohnt sich, beim Lohnzettel für den Januar und Februar zweimal hinzugucken. Denn es wird garantiert Chefs geben, die versuchen, den alten Betrag zu überweisen, um sich vor der Lohnerhöhung zu drücken. Einige werden auch einfach vergessen haben, die Lohnauszahlung anzupassen“, so Wolfgang Berkes. Dabei sei jedes Unternehmen, das der Gebäudereiniger-Innung angehöre, verpflichtet, die höheren Tariflöhne zu zahlen.



Hinweis für die Redaktion
* Diese Gesamtzahl der Beschäftigten in der Gebäudereinigung setzt sich wie folgt zusammen:
 rund 3.860 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte (Quelle: Bundesagentur für Arbeit)
 rund 5.020 geringfügig Beschäftigte auf 400 Euro-Basis (Quelle: Berechnungen der IG BAU)
   
IG BAU Münster-Rheine sieht Erfolg: Radikalkürzung vom Tisch Positives Signal für Hauseigentümer im Münsterland: Mehr Geld für Sanierung
25.02.2010 20:26

CO2-Gebäudesanierung: Heimische Haus- und Wohnungseigentümer haben jetzt bessere Chancen, an Geld aus dem Fördertopf zu kommen. Nach Protesten der IG BAU wird es nun keine Radikalkürzung der Fördermittel mehr geben.



IG BAU-Protest zeigt Erfolg: Haus- und Wohnungseigentümern im Münsterland steht in diesem Jahr mehr Geld als geplant für eine klimagerechte Sanierung zur Verfügung. Während ursprünglich 1,1 Mrd. Euro an Fördermitteln für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW vorgesehen waren, werden im Bundeshaushalt jetzt zusätzliche 400 Millionen Euro bereitgestellt. Darauf hat der IG BAU-Bezirksverband Münster-Rheine hingewiesen.

„Das ist ein positives Signal für die Hauseigentümer und die heimischen Handwerksbetriebe“, sagte IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzender Wolfgang Berkes. „Zwar ist der Fördertopf gegenüber dem vergangenen Jahr immer noch um knapp ein Drittel kleiner. Aber die ursprünglich geplante Halbierung der Fördersumme ist vom Tisch“. In der vergangenen Woche hatte die IG BAU vor den Folgen einer Reduzierung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms für den heimischen Wohnungs- und Arbeitsmarkt gewarnt.

Dass der Haushaltsausschuss des Bundestages die Kürzungen zumindest teilweise zurückgenommen hat und 400 Millionen Euro Fördergeld mehr zur Verfügung stellt, sieht die IG BAU auch als Ergebnis ihres Protestes. Berkes: „Gemeinsam mit anderen konnten wir als Bau- und Umweltgewerkschaft in Berlin deutlich machen, dass die Erfolgsgeschichte ‚energetische Gebäudesanierung’ nicht ausgebremst werden darf. Wir haben klargestellt, dass die klimagerechte Sanierung von Wohnungen und Häusern eine wichtige Zukunftsaufgabe ist – für die Umwelt und für die Arbeitsplätze in den heimischen Handwerksbetrieben. Die Regierungskoalition hat hier gerade noch rechtzeitig die Kurve bekommen“.

Angesichts des immensen Bedarfs an umweltgerechten Sanierungen und Modernisierungen in den Städten und Gemeinden müsse das CO2-Gebäudesanierungsprogramm weiter verstetigt werden. Die heimischen Haus- und Wohnungseigentümer brauchten Fördersicherheit und Perspektive.
   
2009: 24 Millionen Euro aus CO2-Sanierungsprogramm für Münster KfW-Bank: Rotstift bremst Gebäudesanierung in Münster
18.02.2010 08:19

Wolfgang Berkes, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Münster-Rheine, warnt vor Kürzungen im Gebäudesanierungsprogramm.


IG BAU befürchtet Rückgang der Wohnraumsanierungen in Münster: Die von der Bundesregierung geplante Halbierung der KfW-Programme für energetische Gebäudesanierung wird nach Ansicht der IG BAU Münster-Rheine für den heimischen Wohnungsmarkt negative Folgen haben. Dringend notwendige Modernisierungen von Häusern und Wohnungen würden dadurch ausgebremst.

„Die öffentliche Förderung hat vielen Haus- und Wohnungseigentümern in der Vergangenheit die Chance geboten, die eigenen vier Wände zu sanieren. Sie ist ein großer Anreiz gewesen, auch mit privatem Kapital in Energieeinsparung zu investieren“, so der Vorsitzende des IG BAU-Bezirkverbandes Münster-Rheine, Wolfgang Berkes. Allein im vergangenen Jahr seien durch das CO2-Gebäudesanierungsprogramm rund 5.960 Wohneinheiten in Münster gefördert worden. Für die energetische Sanierung sind, nach Informationen der IG BAU, dafür rund 24 Millionen Euro an zinsgünstigen Krediten aus dem KfW-Programm nach Münster geflossen.

„Die erfolgreiche Sanierungsbilanz des vergangenen Jahres in Münster spricht für sich. Das wird leider nicht so bleiben. Denn die schwarz-gelbe Bundesregierung will den Fördertopf im laufenden Haushalt drastisch herunterfahren: Er soll von insgesamt 2,2 Milliarden Euro im letzten Jahr auf jetzt nur noch 1,1 Milliarden Euro halbiert werden“, sagt Berkes. Mit weniger Geld und weniger Fördersicherheit werde es in Münster zwangsläufig auch weniger Wohnraummodernisierungen geben. Weniger Aufträge für kleine und mittlere Handwerksbetriebe gefährden letztendlich auch bislang sichere Arbeitsplätze.

Es sei kontraproduktiv und ein vollkommen falsches Signal, bei erfolgreichen Programmen zur Energieeinsparung zu kürzen. Wer es mit dem Klimaschutz ernst meine, dürfe die Mittel nicht zurückfahren. Hier müsse aufgestockt werden. Die IG BAU appellierte an die für Münster verantwortlichen Bundestagsabgeordneten, es nicht bei den 1,1 Milliarden Euro im Haushalt zu belassen. Wolfgang Berkes: „Noch ist Zeit, eine Fehlentscheidung zu korrigieren. Die endgültige Abstimmung über den Haushalt findet im Bundestag Mitte März statt.“
   
Floristen-Gewerkschaft IG BAU Münster-Rheine: Augen auf beim Blumen-Kauf Fair macht Freude: Beim Strauß zum Valentinstag aufs „Blumen-Siegel“ achten
10.02.2010 12:48

Zum Valentinstag rät die Floristen-Gewerkschaft IG BAU Münster-Rheine: Beim Blumenkauf auf das FLP-Siegel für einen „fairen Strauß“ achten.

Zum Valentinstag am kommenden Sonntag appelliert die Floristen-Gewerkschaft IG BAU Münster-Rheine an alle, die ihre Lieben beschenken möchten: Beim Kauf von Blumensträußen auf das Gütesiegel „Flower-Label-Program“ – kurz FLP – achten. „Wie bei Kaffee und Schokolade gibt es auch bei Schnittblumen einen fairen Handel. Das FLP-Siegel bekommen nur die Blumen, die unter menschenwürdigen und umweltschonenden Bedingungen hergestellt wurden“, sagt Wolfgang Berkes von der Floristen-Gewerkschaft IG BAU.

„Nur jede fünfte Rose, Tulpe oder Lilie, die bei uns über den Ladentisch geht, stammt aus heimischer Produktion. Der Rest wird importiert – vorwiegend aus Afrika und Lateinamerika. Dort sehen die Arbeitsbedingungen vielfach alles andere als rosig aus“, sagt Berkes, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Münster-Rheine. Gemeinsam mit dem Handel, mit Menschenrechtsorganisationen und Kirchen habe die IG BAU daher das FLP-Siegel ins Leben gerufen, um Standards für die Arbeitsbedingungen festzulegen.

„Das FLP-Siegel verlangt von den Produzenten, dass sie auf Kinder- und Zwangsarbeit verzichten, Gewerkschaften akzeptieren, den Gesundheitsschutz und die Arbeitssicherheit gewährleisten und Umweltstandards einhalten“, so Berkes. Genau wie bei Lebensmitteln lohne es sich, beim Valentins-Strauß auf fair gehandelte Ware zu achten. Denn die FLP-Blumen wachsen ohne den Einsatz hochgiftiger Pflanzenschutzmittel. Das kommt allen zugute: Arbeiterinnen in Übersee ebenso wie Floristinnen und Kunden im Münsterland.

Eine Liste der Floristengeschäfte, die FLP-Blumen anbieten, gibt es im Internet unter http://www.fairflowers.de
   
Mehr Sicherheit auf Winterbaustellen „Frost-Schutz“ für die Arbeit auf dem Bau in Münster
12.01.2010 13:17


Kalte Finger, glatter Boden: Auf Winterbaustellen drohen bei Schnee und Eis ernste Verletzungen. Arbeitsschutz und warme Kleidung sind deshalb Pflicht, sagt die IG BAU.


Schnee, Regen, Wind und Kälte: Die Männer auf den Winterbaustellen in Münster haben derzeit einen eisigen Job. In klammer Kleidung und auf glattem Boden drohen schwere Unfälle und Krankheiten. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert deshalb einen wirksamen „Frost-Schutz“ für die Bauarbeiter. „Warme Schutzkleidung und wintersichere Baustellen stehen jedem Bauarbeiter im Winter zu“, sagt Wolfgang Berkes, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Münster-Rheine.

„Wer bei Schnee und Hagel Stahlträger über Gerüste schleppt oder mit dem Presslufthammer im gefrorenen Boden arbeitet, muss geschützt werden“, so Wolfgang Berkes. Dafür müsse der Arbeitgeber laut Gesetz sorgen. Das stehe sogar im Gesetz. „Jeder Bauarbeiter hat ein Recht darauf, dass seine Gesundheit nicht aufs Spiel gesetzt wird“, so der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU.

„Gute Schutzkleidung wie Handschuhe, Jacken und Stiefel gegen die Kälte sind Pflicht. Der Arbeitgeber muss sie jedem Mitarbeiter zur Verfügung stellen“, sagt Wolfgang Berkes. Sonst riskiere er neben Unfällen auch Krankheiten wie schwere Erkältungen, Muskelverspannungen und Rückenschmerzen. „Ein paar Tage bei nasser Kälte und Wind – das haut den stärksten Bauarbeiter um“, so der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende. Deshalb müsse der Arbeitgeber für trockene und geschützte Räume wie Baustellenwagen oder geheizte Container sorgen. „Die Männer müssen sich wenigstens zwischendurch aufwärmen können“, fordert der Gewerkschafter.

Spart der Arbeitgeber an der Sicherheit, verwandeln Eis und Schnee die Baustelle schnell in eine gefährliche Rutschbahn. Deshalb müssten die Arbeitgeber dafür sorgen, dass Wege, Werkzeuge und Geräte von Eis und Schnee befreit würden. „Sieht die Baustelle wie eine Skipiste aus, sind Unfälle nur eine Frage der Zeit“, so Berkes.

Die IG BAU will sich in diesem Jahr verstärkt für den Arbeitsschutz auf Winterbaustellen in Münster einsetzen. Unter dem Motto „Lass dich nicht verbrennen – erst recht nicht im Winter“ fordert der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende alle Bauarbeiter auf, Verstöße sofort bei der Gewerkschaft zu melden. Die Margen im Baugewerbe seien knapp. Das dürfe aber nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden: „Wer für seinen Profit die Gesundheit seiner Beschäftigten riskiert, muss zur Rechenschaft gezogen werden“, sagt Berkes.
   
Münster: Kurzarbeit für 239 Beschäftigte im letzten Januar Kurse und Kurzarbeit kontra Kälte-Kündigungen
17.12.2009 12:56

Frost auf dem Bau: Wenn im Winter draußen nichts mehr geht, sollen die Betriebe das Saison-Kurzarbeitergeld für ihre Beschäftigten nutzen. Das fordert die IG BAU. Den Arbeitnehmern rät die Gewerkschaft, die Zeit schlau zu nutzen – für Fortbildung.


Kein Frust beim Frost – Winterarbeitslosigkeit vermeiden: Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat an die Bau- und Garten-Landschaftsbaubetriebe in Münster appelliert, in den kommenden Wochen auf wetterbedingte Entlassungen zu verzichten. Stattdessen sollten die Unternehmen das so genannte Saison-Kurzarbeitergeld nutzen. „Das garantiert die Weiterbeschäftigung im Winter. Wegen des Wetters muss heute kein Bauarbeiter und kein Landschaftsgärtner mehr auf die Straße gesetzt werden“, so der Vorsitzende vom IG BAU-Bezirksverband Münster-Rheine, Wolfgang Berkes.

Allein im letzten Januar haben nach Angaben der IG BAU 19 Betriebe in Münster Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur angemeldet. In diesem Monat hätten hier so 239 Beschäftigte nicht durchgearbeitet. Ein Großteil davon seien Bauarbeiter, Dachdecker, Garten- und Landschaftsbauer gewesen. „Sie haben vom Saison-Kurzarbeitergeld profitiert. Denn selbst wenn die Winter-Aufträge ausbleiben oder das Wetter nicht mitspielt – die Bundesagentur für Arbeit zahlt die Löhne und Gehälter“, sagt Wolfgang Berkes.
Jeder Beschäftigte erhalte dann von Dezember bis März ein Ausfallgeld von 60 Prozent des Nettolohns. Bei Arbeitnehmern mit Kindern steige dieser Betrag sogar auf 67 Prozent, so der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende. Gezahlt werde das Saison-Kurzarbeitergeld nicht nur in der Baubranche und im Dachdeckerhandwerk, sondern auch im Garten- und Landschaftsbau. Den Betrieben entstünden – bis auf einen kleinen Beitrag zu den Sozialabgaben – keine zusätzlichen Kosten.

Die IG BAU spricht beim Saison-Kurzarbeitergeld von der idealen „Winterbrücke“. Und die gelte es, schlau zu nutzen: „Wer Kurzarbeit macht, kann etwas für sich tun: Ein Lehrgang als Vorarbeiter auf dem Bau, ein Führerschein für Baumaschinen, ein Kurs ‚Wärmedämmung an Fassaden’, ein Motorsägen-Führerschein ... – die Palette an Fortbildungsmöglichkeiten ist breit. Und die Arbeitsagentur fördert Weiterbildungen bis zu 100 Prozent. Das ist eine echte Chance“, sagt Wolfgang Berkes. Wer keine Berufsausbildung habe, könne mit einer besonders hohen Förderung rechnen. Ebenso, wer seit mehr als vier Jahren eine un- oder angelernte Tätigkeit ausübe.

„Wer damit rechnet, bald Saison-Kurzarbeit machen zu müssen, der sollte sich heute noch bei der Arbeitsagentur nach einer geeigneten Weiterbildung erkundigen“, rät der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende. Einen Überblick über Bildungsangebote gibt es auch im Internet unter:
http://www.kursnet.arbeitsagentur.de
http://www.weiterbildung-bauwirtschaft.de
http://www.bfw.de
   
Beschäftigte in Münster sind gesetzlich unfallversichert – aber: Bei der Weihnachtsfeier den Chef im Auge behalten
15.12.2009 10:29
Beschäftigte in Münster sind gesetzlich unfallversichert – aber:
Bei der Weihnachtsfeier den Chef im Auge behalten



Selbst beim Sturz in den Weihnachtsbaum versichert: Geschieht während der Firmen-Weihnachtsfeier ein Unfall, springt die gesetzliche Unfallversicherung ein – solange der Chef die Feier noch nicht beendet hat.

Bei Weihnachtsfeiern ist es gut, wenn man dem Chef mit Glühwein noch zuprosten kann. Denn solange die Geschäftsführung mitfeiert, kommt auch die Berufsgenossenschaft für Unfälle rund um den Firmen-Weihnachtsbaum auf. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt in Münster jetzt hingewiesen. Wann und wo die Weihnachtsfeier stattfinde, sei für die gesetzliche Unfallversicherung nicht entscheidend. „Egal, ob in der Kneipe um die Ecke, in einem Hotel in Münster der in der Firmenkantine gefeiert wird: Der Versicherungsschutz greift – auch nach Feierabend oder am Wochenende“, sagt Wolfgang Berkes. Der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Münster-Rheine verweist dabei auf ein Gerichtsurteil vom Sozialgericht Frankfurt/Main (Az.: S 10 U 2623/03).



Beschäftigte aus Münster können nach Angaben der IG BAU ihre Weihnachtsfeier ohne Angst vor Unfallfolgen genießen. Auch der Weg zur Feier und zurück sei mitversichert – es sei denn, der Unfall werde durch einen zu tiefen Blick ins Glühweinglas selbst verursacht. „Auch wer weiterfeiert, obwohl der Chef schon längst zum Aufbruch geblasen hat, macht dies auf eigenes Risiko“, so Wolfgang Berkes. Ansonsten sei die Weihnachtsfeier nichts anderes als harte Arbeit – zumindest durch die Brille des Versicherungsschutzes gesehen.
   
Nach Wegfall der Meisterpflicht: Mehr Betriebe – weniger Ausbildung In Münster: Fünfeinhalbmal so viele Fliesenleger-Betriebe in fünf Jahren
11.12.2009 19:03


Boom bei Ein-Mann-Betrieben: Noch nie machten sich so viele Fliesenleger selbständig wie seit dem Wegfall der Meisterpflicht.

Deutlich mehr Fliesenleger-Betriebe: In Münster hat sich die Zahl der selbständigen Fliesenleger in den vergangenen Jahren drastisch erhöht. Nach dem Wegfall der Meisterpflicht vor fünf Jahren stehen über fünfeinhalbmal so viele Fliesenleger im örtlichen Branchenbuch. Das hat die IG BAU mitgeteilt. Damals habe die Handwerkskammer lediglich 20 Betriebe registriert. Deren Zahl sei jedoch im vergangenen Jahr bereits auf 112 angestiegen – ein Plus von über 460 Prozent. „Das sind größtenteils Scheinselbständige, die zu Niedriglöhnen arbeiten“, berichtet Wolfgang Berkes, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Münster-Rheine.

„Seitdem jeder ohne Befähigungsnachweis einen Fliesenleger-Betrieb anmelden kann, treiben Bauunternehmen immer mehr Fliesenleger in die Scheinselbständigkeit. Für deren Arbeit zahlen sie dann oft nur Billiglöhne“, klagt Berkes. Denn ein selbständiger Fliesenleger ist an keinen Mindestlohn gebunden, auch wenn er wie ein Angestellter für einen einzigen Auftraggeber arbeitet.

Durch die Abschaffung der Meisterpflicht für Fliesen-, Platten- und Mosaikleger wollte die damalige Bundesregierung den Wettbewerb erhöhen, Preise senken und die Qualität verbessern. Doch das sei nicht eingetreten, so die IG BAU. Vor allem die Qualität leide massiv unter der Reform, da seitdem immer weniger Fliesenleger ausgebildet würden.

Im vergangenen Jahr registrierten die nordrheinwestfälischen Handwerkskammern an die 12.230 Fliesenleger-Betriebe – 2003 waren es dagegen nur knapp 2.740. Damit ist in NRW die Zahl der Selbständigen in der Branche um rund 350 Prozent gestiegen – und das innerhalb von nur fünf Jahren. Im gleichen Zeitraum ging die Zahl der Auszubildenden im Fliesenleger-Handwerk jedoch drastisch zurück: Von 94 auf 54Azubis, die bei den Arbeitsagenturen in Nordrhein-Westfalen gemeldet waren - ein Rückgang von mehr als 40 Prozent.

„Scheinselbständige als Ein-Mann-Betriebe bilden nicht aus“, berichtet Wolfgang Berkes. Durch die Billig-Konkurrenz und den hohen Kostendruck blieben aber auch bei den alt eingesessenen Betrieben immer weniger Kapazitäten, um junge Fliesenleger auszubilden, so der Gewerkschafter weiter.

„Die sinkenden Ausbildungszahlen führen dazu, dass die Qualität im Fliesenlegergewerbe auf der Strecke bleibt“, sagt Berkes. Die IG BAU fordert daher die Wiedereinführung der Meisterpflicht für die Fliesen-, Platten- und Mosaikleger und warnt eindringlich vor der Abschaffung in anderen Branchen.

   
Wegegeld für Reinigungskräfte in Münster
18.11.2009 18:45

Mehr Geld, wenn eine „mobile Putzfrau“ von A nach B fährt

Der Weg zum Putzen lohnt sich: Eine Gebäudereinigerin, die an mehreren Orten putzt, bekommt den Weg zwischen zwei Reinigungsobjekten künftig als Arbeitszeit bezahlt. Das teilte die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU in Münster mit. Das so genannte Wegegeld sei jetzt erstmals klar im Tarifvertrag geregelt. „Bislang war es eher die Ausnahme, wenn Reinigungsunternehmen die Fahrzeit von A nach B bezahlt haben“, sagte der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Münster-Rheine, Wolfgang Berkes.

Die zusätzlich bezahlte Arbeitszeit habe die Gebäudereiniger-Gewerkschaft nach dem Arbeitskampf am Verhandlungstisch durchgesetzt. Wolfgang Berkes sprach von einem Streikerfolg. „Wer trotzdem Schwierigkeiten hat, sein Wegegeld durchzusetzen, kann auf die IG BAU zählen“, so Berkes. Insgesamt arbeiten nach Angaben der IG BAU in Münster rund 5.660 Beschäftigte in der Gebäudereinigung. Rund ein Drittel von ihnen könnte von der Wegegeldregelung profitieren. Mehr Informationen zum Wegegeld gibt es im IG BAU-Bezirksverband Münster-Rheine im Büro Münster unter der Rufnummer 0251 – 30115, im Büro Rheine unter 05971 – 20 44.
   
IG BAU fordert „Renten-Rückholaktion“ auf SPD-Parteitag SPD in Münster soll der „Rente 67“ die rote Karte zeigen
09.11.2009 13:27

Rote Karte für die „Rente 67“: Wolfgang Berkes fordert die SPD zur Abkehr von der “Spät-Rente“. Er ist Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Münster-Rheine

Ein Wink mit der Dachlatte: In Münster lassen Dachdecker und Bauarbeiter in Sachen „Rente 67“ nicht locker. Die IG BAU fordert die SPD-Mitglieder aus Münster auf, sich am kommenden Wochenende beim Bundesparteitag klar gegen die Rente mit 67 auszusprechen. „Hier muss die SPD eine Kehrtwende machen“, sagt der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Münster-Rheine, Wolfgang Berkes. Auf dem Bau halte keiner bis 67 durch. Schon heute seien nicht einmal fünf Prozent der Bauarbeiter älter als 59 Jahre.

Für die IG BAU Münster-Rheine ist klar: Die Rente mit 67 muss vom Tisch. Ein Stopp der „Spät-Rente“ sei mit der neuen schwarz-gelben Bundesregierung jedoch unwahrscheinlicher geworden. Umso mehr müsse die größte Oppositionspartei im Bundestag ein Zeichen setzen: Die entscheidende Weichenstellung dazu geschehe am Wochenende auf dem Bundesparteitag der SPD in Dresden. „Dort haben die Delegierten die Chance, das Rentenruder herumzureißen. Deshalb fordern wir alle SPD-Mitglieder in Münster auf, intensiv Einfluss auf ihre Delegierten zu nehmen und diese von einer ‚Rückholaktion’ bei der Rente mit 67 zu überzeugen“, so Berkes.

Die SPD sei gut beraten, mit ihrem Vorsitzenden Müntefering auch dessen Rentenreform abzulösen. „Das ist das beste Signal, das die Sozialdemokraten den Arbeitnehmern in Münster geben können“, sagt der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende. Führende Köpfe der SPD seien bereits von der Rente mit 67 abgerückt – darunter der künftige Partei-Vize und Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit. Er hatte angekündigt, die „Rente mit 67 beerdigen“ zu wollen. Auch die SPD-Landeschefs aus Brandenburg, Ministerpräsident Matthias Platzeck, und aus Bayern, Florian Pronold, haben eine Renten-Korrektur gefordert.
   
IG BAU schützt streikende Reinigungskräfte gegen Repressalien
09.11.2009 16:41

In Frieden weiterputzen lassen: Die IG BAU hat Reinigungsunternehmer vor Schikanen von Gebäudereinigerinnen gewarnt, die für mehr Lohn gestreikt haben.

Nach dem Gebäudereiniger-Streik:

Putz-Hotline gegen Schikane-Chefs



Keine Schikanen gegen Reinigungskräfte: Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU in Münster hat Reinigungsunternehmer im Münsterland vor Repressalien gegen Beschäftigte gewarnt, die sich am Gebäudereiniger-Streik beteiligt haben. Die Putzkräfte hatten in den vergangenen Wochen höhere Löhne erstreikt. „Einigen Branchen-Bossen passt dieser Erfolg ganz und gar nicht. Genau die wollen wir jetzt vor einer Retourkutsche gegen ihre Beschäftigten warnen“, sagt Wolfgang Berkes.



Der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine hat allen Reinigungskräften, die nun mit „Chef-Schikanen“ zu kämpfen haben, die volle Unterstützung zugesichert. „Im Streik haben die Mutigen ganz vorne gestanden. Wenn jetzt ein Chef übel nachtritt, dann können sich die Betroffenen voll und ganz auf ihre IG BAU verlassen. Eine Gebäudereinigerin in ein kilometerweit entferntes Putz-Objekt zwangsweise zu versetzten, kommt nicht in Frage. Das gleiche gilt, wenn sie ab sofort nur noch die ‚Drecksarbeit’ machen soll oder sogar die Kündigung in die Hand gedrückt bekommt“, so Berkes.



Betroffene könnten sich an das IG BAU-Büro wenden: in Münster unter Tel. 0251 – 301 15. Die IG BAU biete ihren Gewerkschaftsmitgliedern kompletten Rechtsschutz. Denn der Arbeitgeber darf, so die IG BAU, seine Beschäftigten nicht benachteiligen, weil diese ihr Streikrecht genutzt haben. Dies schreibe das so genannte Maßregelungsverbot im BGB ausdrücklich vor.

   
IG BAU Münster-Rheine: ab heute Urabstimmung über neuen Tarifvertrag
02.11.2009 17:23

Mehr Geld für 176.600 Gebäudereiniger in Nordrhein-Westfalen

Votum der Gebäudereiniger in NRW gefragt: In dieser Woche läuft in der Region die Urabstimmung über den neuen Tarifvertrag für die Gebäudereiniger. Er war nach einem zehntägigen Streik der IG BAU ausgehandelt worden. Daran hatten sich auch zahlreiche Reinigungskräfte im Münsterland beteiligt. "Die Resonanz unter den heimischen Gebäudereinigerinnen und Fensterputzer auf den Streik und die Bereitschaft, beim Arbeitskampf mitzumachen, war ungeheuer groß. Für fast alle war es das erste Mal. Ihr Mut war unglaublich groß", sagte Wolfgang Berkes, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Münster-Rheine. Damit hätten die Reinigungskräfte im Münsterland wesentlichen Anteil daran gehabt, dass die Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zurückgekehrt seien und es zu einer Tarifeinigung gekommen wäre. "Die Kolleginnen haben viel gewagt und viel gewonnen. Das ist für sie ein großer Erfolg", so Berkes.

Die Reinigungskräfte sollen ab dem 1. Januar 2010 mehr Geld bekommen. Die IG BAU und der Bundesinnungsverband einigten sich auf Tariferhöhungen zwischen 4,9 Prozent im Westen und 6,3 Prozent im Osten bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Die Erhöhungen kommen in zwei Stufen - jeweils zum Jahresbeginn 2010 und 2011. Mit dem neuen Tarifabschluss erhöht sich auch der Mindestlohn - von 8,15 auf 8,55 Euro im Westen (7 Euro im Osten statt bisher 6,58 Euro). Allein für eine heimische Vollzeitkraft, die lediglich zum Mindestlohn beschäftigt ist, bedeutet der Tarifabschluss ein Plus von 64 Euro brutto pro Monat.

Für die Monate Oktober (rückwirkend) bis Dezember dieses Jahres werden die alten Tarifverträge für IG BAU-Mitglieder - auch Neueingestellte - wieder in Kraft gesetzt. "Das ist nur gerecht, denn schließlich waren es die IG BAU-Mitglieder, die teilweise sogar ihren Job riskiert haben, um mehr Geld für alle ihre Kolleginnen und Kollegen zu erkämpfen", sagt Wolfgang Berkes. Rund 860.000 Frauen und Männer arbeiten in Deutschland in der Gebäudereinigung, in Nordrhein-Westfalen sind es rund 176.600 Reinigungskräfte.
   
Tarifverhandlung in der nordwestfälischen Kalkindustrie mit Ergebnis beendet
15.09.2009 12:17


Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

am 9. September 2009 wurden in Bad Iburg die Tarifverhandlungen für die Beschäf-tigten der nordwestfälischen Kalkindustrie (Kalk Rheine) aufgenommen.

Zu Beginn der Verhandlungen wurden die unterschiedlichen Auffassungen zur wirt-schaftlichen Situation in der Branche und in den Betrieben diskutiert.

Mehrfach wurden die Verhandlungen unterbrochen und in kleiner Verhandlungs-runde fortgesetzt. Trotz unterschiedlicher Auffassungen konnte letztendlich doch ein Ergebnis erzielt werden.

1. Der neue Lohntarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten

2. Die Löhne und Ausbildungsvergütungen werden zum 1. Oktober 2009
und zum 1. Oktober 2010 um jeweils 2,0 Prozent erhöht

3. Mit der Oktoberabrechnung 2010 erhalten alle Beschäftigten eine
Einmalzahlung in Höhe von 50 Euro.
Teilzeitbeschäftigte erhalten diese Einmalzahlung anteilmäßig

Wir bitten die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Robert Feiger


Baustoffindustrie – Tarifrunde 2009

   
Floristen-Gewerkschaft setzt Lohn-Plus durch Rund 40 Euro mehr in der Lohntüte für Floristinnen in Münster
15.09.2009 08:44
IG BAU Münster-Rheine:

Mehr Geld in der Lohntüte: Die rund 170 Floristinnen in Münster bekommen ab September 2,8 Prozent mehr Lohn. Eine Vollzeitbeschäftigte im Blumenhandel hat damit rund 40 Euro mehr auf dem Gehaltskonto. „Die Floristinnen mussten jahrelang ohne Lohnanhebung auskommen. Damit ist jetzt endlich Schluss“, sagt Wolfgang Berkes.

Der Vorsitzende des Bezirksverbands Münster-Rheine der Floristen-Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt sprach von einem „zähen Ringen am Verhandlungstisch“, das sich aber gelohnt habe: „Auch in den nächsten beiden Jahren wird der Floristen-Lohn steigen – jeweils um 1,7 Prozent.“

Außerdem einigten sich IG BAU und Arbeitgeber erstmals auf einen Lohnsockel für die Branche: „Keine Floristin darf künftig weniger als 7,50 Euro pro Stunde verdienen. Das ist das Minimum“, so Wolfgang Berkes. Die neue Regelung verhindere Dumpinglöhne in der Region.
   
Finanzkontrolle Schwarzarbeit – Halbjahres-Bilanz: 4 Mio. Euro Schaden Illegale Beschäftigung
02.09.2009 18:04
Finanzkontrolle Schwarzarbeit – Halbjahres-Bilanz: 4 Mio. Euro Schaden
Illegale Beschäftigung: Zoll in Münster
leitete mehr als 700 Verfahren ein

Ein dunkles Kapitel für die Baubranche: Die Schattenwirtschaft vernichtet Arbeitsplätze – auch in Münster. Insbesondere die heimische Baubranche leide darunter, so der Bezirksverband Münster-Rheine der Industriegewerkschaft BAU. „Dumpinglohn-Firmen machen den Markt mit Kampfpreisen kaputt. Sie betreiben organisierte Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung im großen Stil. Ihre Arbeiter speisen sie meist mit Hungerlöhnen ab“, sagt Wolfgang Berkes. Nach Angaben des Vorsitzenden vom IG BAU-Bezirksverband Münster-Rheine hat das Hauptzollamt Münster im ersten Halbjahr wegen solcher Delikte bereits 716 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ein Großteil davon betreffe den „Tatort Baustelle“.

Wegen krimineller Machenschaften verhängte die für Münster zuständige Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) vom Hauptzollamt Münster in der ersten Jahreshälfte Bußgelder in Höhe von rund 224.000 Euro. Wolfgang Berkes: „Die Zahlen machen deutlich, dass der Sumpf längst noch nicht trockengelegt ist. Die üblen Machenschaften von Dumpinglohn-Betrieben kosten reguläre Jobs in der heimischen Baubranche. Zudem fließt enorm viel Geld an der Steuer vorbei. Von den Sozialabgaben, die unterschlagen werden, ganz zu schweigen.“
   
IG BAU Münster-Rheine startet Wettbewerb für das bunteste Handwerk
25.08.2009 11:31
Maler-Nachwuchs in Münster soll graue Seiten im Azubi-Alltag bunt pinseln
Buntester Job der Welt: Der Maler- und Lackierer-Nachwuchs soll die Tops und Flops der Ausbildung kreativ pinseln und sprayen.


Sie haben den buntesten Job der Welt – die Maler und Lackierer. Auszubildende des „bunten Handwerks“ in Münster sollen jetzt mit viel Farbe und Kreativität einen Comic kreieren. Dazu hat der IG BAU-Bezirksverband Münster-Rheine aufgerufen. Die Maler-Gewerkschaft setzt damit in Münster den Startschuss für einen bundesweiten Azubi-Wettbewerb. Dabei soll der Nachwuchs die Ausbildung im Maler- und Lackiererhandwerk originell und kritisch als Comic auf ein Transparent pinseln oder sprayen.

„In den Azubis steckt eine Menge Talent. Das wollen wir wecken und entdecken“, sagt Wolfgang Berkes. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine erwartet aber auch eine „farbenfrohe Ausbildungsreform“ für das Maler- und Lackiererhandwerk: „Die Azubis sollen ihre eigene Ausbildung mutig und auch frech karikieren – gemalte Kritik quasi. Wir wollen wissen, wo dem Maler-Nachwuchs der Schuh drückt. Schließlich hat auch das bunteste Handwerk seine grauen Seiten im Azubi-Alltag.“ Der Comic-Wettbewerb solle somit auch mehr Farbe und ein Qualitätsplus für die Ausbildung bringen. Insbesondere Berufsschulen ruft die IG BAU auf, beim Azubi-Wettbewerb mitzumachen.

Für die „Top 3“ der Azubi-Comics locken Preisgelder von 750 bis 250 Euro.
Die besten Comic-Transparente wird die IG BAU auf dem bundesweiten „Tag des Malers“ Anfang November in Buxtehude präsentieren. Alle Informationen zum Azubi-Wettbewerb gibt es im Internet unter
http://www.igbau.de/db/v2/inhalt.pl?mode=detail&e1=&e2=36&did=10195&
amp;edit=0&persid=1251192926.23534
">Comic-
Wettbewerb<
   
IG BAU Münster-Rheine mahnt ausreichende Getränke auf Baustellen an Chef als „Durstlöscher“ auf dem Bau in Münster
05.08.2009 18:01

Ganz wichtig: Bei schwerer körperlicher Arbeit in der Sommerhitze reichlich Flüssigkeit trinken – mindestens drei bis fünf Liter täglich.

Die Sonne brennt gnadenlos vom Himmel. Doch Hitzefrei gibt es für die Männer auf dem Bau in Münster nicht. Sie müssen ihre schweißtreibenden Jobs auch bei hohen Temperaturen unter freiem Himmel erledigen. Für die Beschäftigten auf den heimischen Baustellen hat die Industriegewerkschaft BAU Münster-Rheine deshalb auf das „kleine Einmaleins der Sommerarbeit“ hingewiesen. Wichtigste Grundregel: Durstlöschen ist Chefsache.

„In der Arbeitsstättenverordnung ist klar festgelegt, dass der Arbeitgeber alkoholfreie Getränke zur Verfügung stellen muss“, sagt Wolfgang Berkes, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Münster-Rheine. Ideal seien kostenlose Wasserspender, freies Mineralwasser oder Tee. Auch das Aufstellen von kostenpflichtigen Getränkeautomaten komme in Frage. „Für die Beschäftigten auf dem Bau ist es absolut wichtig, reichlich Flüssigkeit zu trinken. Mindestens drei bis fünf Liter werden bei schwerer Hitzearbeit gebraucht.“

Wichtig sei auch, die Hitzebelastung so gering wie möglich zu halten. So könnten viele Arbeiten etwa in die Morgenstunden vorverlegt werden. „Auch Unterbrechungspausen helfen. Viele kurze Ruhephasen sind besser als wenige lange Pausen“, sagt Berkes. Wer permanent und ungeschützt in der prallen Sonne arbeite, dem drohe im schlimmsten Fall der Hitzschlag. „Schwindel, Übelkeit, Bewusstseinsstörungen sind die ersten Signale, bei denen sofort alle Alarmglocken anschlagen müssen“, sagt Wolfgang Berkes.

Außerdem sei es wichtig, dass sich die Bauarbeiter regelmäßig mit Sonnenmilch eincremten. Denn sonst drohe auch die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Bei mehr als 10.000 Menschen in Deutschland werde jedes Jahr die gefährliche Krankheit entdeckt.

Auch Kleidung und Helme mit Lichtschutzfaktor blockten die gefährlichen UV-Strahlen ab, so der Gewerkschafter. Ferner sollten Arbeitgeber für schattige Pausenplätze sorgen. Schon mit einer geringen Investition und ein paar Handgriffen ließe sich etwa ein Sonnensegel aufstellen. „Die paar Euro sollte den Unternehmen die Sicherheit und Gesundheit ihrer Arbeitnehmer schon wert sein“, sagt Wolfgang Berkes.
   
IG BAU Münster-Rheine ruft zum „Lohn-Check“ auf
15.07.2009 17:40
IG BAU Münster-Rheine ruft zum „Lohn-Check“ auf
Ab Juli dickere Lohntüte für rund
4.020 Bauarbeiter in Münster


Mischen, mauern, meißeln: Für die heimischen Bauarbeiter gibt es jetzt mehr Geld. Die Tarif- und Mindestlöhne auf dem Bau steigen. Die Beschäftigten merken dies mit der Juli-Lohnabrechnung auch im Portemonnaie. Darauf hat die IG BAU hingewiesen.

Mehr in der Lohntüte: Die rund 4.020 Bauarbeiter in Münster bekommen mehr Geld. Mit dem Juli-Lohn ist die Tariferhöhung erstmals auch im Portemonnaie zu spüren: „Unterm Strich müssen 2,3 Prozent mehr auf dem Lohnzettel stehen. Dazu kommt noch eine Einmalzahlung von 60 Euro“, sagt Wolfgang Berkes.

Der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Münster-Rheine rief die heimischen Bauarbeiter jetzt zum „Lohn-Check“ auf: „Es lohnt sich, die Abrechnung doppelt zu kontrollieren. Es geht immerhin um die Einmalzahlung und auch um die Tariferhöhung. Der Chef muss das Lohn-Plus sogar rückwirkend für den Juni nachzahlen.“ Im kommenden April steigen die Löhne und Gehälter der Baubeschäftigten nach Angaben der IG BAU dann noch einmal – erneut um 2,3 Prozent.
   
IG BAU informiert: Tipps für Schüler und Studenten aus Münster Ferienjob statt Faulenzen: Schüler ab 15 dürfen Geld verdienen
13.07.2009 17:28
IG BAU informiert: Tipps für Schüler und Studenten aus Münster
Ferienjob statt Faulenzen: Schüler ab 15 dürfen Geld verdienen

Extra-Taschengeld per Ferienjob: Die IG BAU gibt Tipps für Schüler und Studenten

Kino, Klamotten, Kurz-Urlaub: Viele Schüler in Münster nutzen die großen Ferien, um ihr Taschengeld aufzubessern und sich ein paar Extra-Wünsche zu erfüllen. Wer älter als 15 Jahre ist, darf sich Ferien-Euros verdienen. Allerdings müssen ein paar Regeln beachtet werden. Nicht alle Arbeitsplätze sind für Jugendliche geeignet: „Große Hitze, Kälte, Nässe oder Lärm sind tabu. Und auch an Maschinen zum Sägen, Fräsen oder Pressen haben Jugendliche nichts zu suchen“, sagt Wolfgang Berkes, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Münster-Rheine. Auch Arbeitsplätze, an denen mit gefährlichen Substanzen hantiert werde, kämen für Jugendliche unter 18 Jahren nicht in Frage.

Zudem gelte für die unter 18-Jährigen ein Arbeitszeitlimit. „Acht Stunden am Tag, vierzig Stunden in der Woche – dann ist Schluss“, sagt Berkes. Zwischen 20 Uhr und 6 Uhr morgens dürfen Jugendliche nur ausnahmsweise arbeiten, etwa in Bäckereien, auf Bauernhöfen, in Gaststätten oder bei Schaustellern. Die Wochenenden sind in der Regel auch in den Ferien „malochefreie Zeit“: „Ganz auf den Badesee verzichten sollen die Jugendlichen schließlich auch nicht“, sagt der Gewerkschafter.

Damit das sauer verdiente Geld im Portemonnaie und nicht gleich beim Finanzamt landet, müssen Schüler und Studenten einige Vorschriften beachten. Nur bis zu einem Monatsverdienst von 896 Euro ist der Ferienjob steuerfrei. Für alles, was darüber liegt, müssen die Jugendlichen Lohnsteuer zahlen. Diese bekommen sie aber in der Regel durch den Lohnsteuerjahresausgleich zurück. „Beiträge für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung fallen beim Ferienjob nicht an. Die müssen erst ab dem 51. Arbeitstag im Jahr abgeführt werden“, erklärt Wolfgang Berkes. Noch wichtig für die Eltern: Wenn volljährige Schüler mehr als 7.680 Euro im Jahr verdienen, gibt es kein Kindergeld.

Sollte beim Ferienjob einmal ein Unfall passieren, sind die Jugendlichen, wie alle anderen Arbeitnehmer auch, gesetzlich versichert. „Beiträge an die Berufsgenossenschaften müssen sie nicht bezahlen. Ferienjobs sind über den Arbeitgeber angemeldet“, so der Bezirksverbandsvorsitzende. Der Versicherungsschutz besteht übrigens unabhängig vom Lohn. Auch unbezahlte Praktikanten sind vom ersten Arbeitstag an versichert – im Betrieb, auf dem Weg zur Arbeitsstelle und zurück nach Hause.
   
IG BAU Münster-Rheine: Tarifverhandlung muss Lösung bringen Heute Mindestlohn ausgelaufen: Malern im Münsterland droht Lohndumping
30.06.2009 19:39
IG BAU Münster-Rheine: Tarifverhandlung muss Lösung bringen
Heute Mindestlohn ausgelaufen: Malern im Münsterland droht Lohndumping

Keine Dumpinglöhne für heimische Maler: Die IG BAU will den Mindestlohn retten.

Im heimischen Malerhandwerk droht Lohndumping: Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt im Münsterland befürchtet, dass die Löhne von Malern und Lackierern massiv sinken. Grund: Der bislang geltende Tarifvertrag der Branche ist Ende Juni ausgelaufen. In ihm war ein Mindestlohn für Maler und Lackierer festgeschrieben. „Die drastische Folge ist, dass es ab sofort keine Lohnuntergrenze mehr gibt, an die sich die Unternehmer halten müssen. Ich befürchte, dass die reguläre Beschäftigung durch Leiharbeit verdrängt werden könnte“, so Wolfgang Berkes. Der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine weiter: „Wenn nicht zügig eine neue tarifvertragliche Regelung zum Mindestlohn kommt, drohen die Löhne ins Bodenlose zu fallen.“ Insbesondere die Facharbeiter blieben dann auf der Strecke.

„Die IG BAU wird deshalb in den kommenden Verhandlungen am 15. Juli massiv darauf drängen, dass der Mindestlohn wieder tariflich festgeschrieben wird. Vorher verlassen wir den Verhandlungstisch nicht“, sagt Wolfgang Berkes. Auch die Arbeitgeber könnten kein Interesse daran haben, dass der Mindestlohn wegfalle. „Das würde Dumpingfirmen in der Region Tür und Tor öffnen“, so der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende. Berkes zeigt sich vor diesem Hintergrund vorsichtig optimistisch. Es gebe bei den Tarifvertragsparteien den Willen zu einer Einigung.

„Wenn wir uns bei der nächsten Verhandlungsrunde tatsächlich verständigen, wird die IG BAU sofort beantragen, dass der Mindestlohn rückwirkend zum 1. Juli für allgemeinverbindlich erklärt wird und so für alle Betriebe gilt. Dann wird es keine ‚Mindestlohn-Lücke’ geben“, betont der Gewerkschafter. Der Mindestlohn für Malergehilfen beträgt derzeit 8,05 Euro. Für Facharbeiter liegt er bei 11,05 Euro.

„Wir sehen eine realistische Chance, dass wir bei den nächsten Gesprächen neben dem Mindestlohn auch in der Frage der Lohnerhöhung für die Maler und Lackierer zu einem Ergebnis kommen“, sagt Wolfgang Berkes. Die IG BAU fordere 7,2 Prozent mehr Lohn. Arbeitgeber und IG BAU hätten sich in den bisherigen Verhandlungen bereits in Teilen angenähert.


   
„2.690 Gebäudereinigern droht Renten-Notstand im Kreis Warendorf“
11.06.2009 07:05
IG BAU zum „Tag der Gebäudereinigung“ am 15. Juni:
„2.690 Gebäudereinigern droht Renten-Notstand im Kreis Warendorf“

Tag für Tag blitzblank putzen – und am Ende steht trotzdem alles andere als eine glänzende Rente: Die IG BAU hat zum „Tag der Gebäudereinigung“ eine von den Arbeitgebern finanzierte Zusatzrente für Reinigungskräfte gefordert.

Mini-Renten für jahrelangen Knochenjob: Zum „Tag der Gebäudereinigung“ am kommenden Montag (15. Juni) hat die IG BAU auf die teilweise „dramatische Altersversorgung“ der rund 2.690* Reinigungskräfte im Kreis Warendorf hingewiesen. In kaum einer anderen Branche sei das Risiko von Altersarmut so groß. „Niedriglöhne sind in der Gebäudereinigung an der Tagesordnung. Trotz eines Vollzeit-Jobs steht am Ende eine Rente, die kaum zum Leben reicht oder sogar noch unter der Altersgrundsicherung liegt“, so der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Münster-Rheine, Wolfgang Berkes.

* Diese Gesamtzahl der Beschäftigten in der Gebäudereinigung setzt sich wie folgt zusammen:
 rund 1.170 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte (Quelle: Bundesagentur für Arbeit)
 rund 1.520 geringfügig Beschäftigte auf 400 Euro-Basis (Quelle: Berechnungen der IG BAU)


Der Mindestlohn für eine Reinigungskraft liegt nach Angaben der Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU bei 8,15 Euro pro Stunde. „Netto bleibt selbst bei einer Vollzeitkraft kaum genug Geld übrig, um Miete und Lebenshaltungskosten zu decken. Davon noch eine private Altersvorsorge aufzubauen, ist vollkommen unmöglich“, so der Gewerkschafter. Noch dramatischer sei die Situation bei den geringfügig Beschäftigten. Viele Gebäudereiniger im Kreis Warendorf arbeiteten ausschließlich in einem 400-Euro-Job. Wolfgang Berkes: „Da sieht es mit der Rente ganz bitter aus – die Armutsfalle im Alter ist vorprogrammiert.“

Um den Gebäudereinigern eine bessere Zukunftsperspektive im Alter zu geben, muss es, so der Gewerkschafter, dringend Verbesserungen in der Altersversorgung geben. „Die IG BAU hat in den laufenden Tarifverhandlungen für das Gebäudereiniger-Handwerk hierzu den Vorschlag einer tariflichen Zusatz-Rente gemacht. In einer Branche mit Niedriglöhnen und immer härter werdenden Arbeitsbedingungen ist eine zusätzliche, durch die Arbeitgeber finanzierte Altersvorsorge überfällig“. Davon würden auch geringfügig Beschäftigte profitieren. Für eine 400-Euro-Kraft sollen Betriebe jährlich mindestens 100 Euro in eine Zusatz-Rentenkasse einzahlen. Das sieht ein Vorschlag der Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU vor.

Wolfgang Berkes: „In der laufenden Tarifrunde im Gebäudereiniger-Handwerk haben sich die Arbeitgeber bislang äußerst stur gegenüber den Forderungen der IG BAU gezeigt. Am 19. Juni geht es erneut um die Altersvorsorge und um unsere Forderung nach 8,7 Prozent mehr Lohn. Das ist die letzte Möglichkeit zum Einlenken für die Arbeitgeber“.
   
Polit-Protest in Münster: Bauarbeiter gegen „Renten-67er“
09.06.2009 18:48
Polit-Protest in Münster:
Bauarbeiter gegen „Renten-67er“

Übergang in die Rente erst mit 67 – dagegen macht die IG BAU im Bundestagswahlkampf mobil.

Über 165.000 Münsteraner sind 45 Jahre oder jünger. „Sie trifft die Rente mit 67 voll. Jedenfalls dann, wenn es bei der Rentenreform bleibt. Sicher ist das aber noch nicht“, sagt Wolfgang Berkes. Der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Münster-Rheine sieht noch „eine letzte Chance“ für die Renten-Generation von morgen: „Nach der Bundestagswahl kommt die Rente mit 67 noch einmal auf den Prüfstand.“ Eine Revisionsklausel sehe vor, dass der Bundestag das Heraufsetzen des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre im kommenden Jahr erneut überprüft. „Das ist die einzige Möglichkeit, die Rente mit 67 noch zu kippen“, so Berkes.

Die Entscheidung darüber falle in den Wahlkabinen: „Mit unseren beiden Kreuzen bei der Bundestagswahl am 27. September entscheiden wir in Münster also auch über unsere Rente“, sagt Wolfgang Berkes. Für die meisten heimischen Bauarbeiter, Gebäudereinigerinnen, Floristinnen und Gärtner sei klar: „Die ‚Renten-67er’ in der Politik kassieren eine Absage per Stimmzettel. Wir können keinem unsere Stimme geben, der sich für die Rente mit 67 ausspricht – keiner Partei und keinem Kandidaten“, macht der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende deutlich.

Der Wahltag als „Renten-Bilanztag“. Die IG BAU will der Politik jetzt auf den „Renten-Zahn“ fühlen. Deshalb werden sich Bauarbeiter aus Münster am zentralen Renten-Aktionstag in Nordrhein-Westfalen beteiligen. Er findet am Samstag (20. Juni) in Duisburg statt – Motto: „Rente muss zum Leben reichen“. Neben Bauarbeitern sind alle Interessierten aus Münster eingeladen. „Alle Rentner von heute und ganz besonders die von morgen“, so Wolfgang Berkes. Für ihn steht fest: „Die Rente mit 67 muss vom Tisch. Wir brauchen ein komplett neues Rentensystem, in das alle einzahlen – Arbeiter und Angestellte genauso wie Beamte, Unternehmer, Freiberufler und Politiker.“

Der Renten-Aktionstag startet um 9.50 Uhr in der Rhein-Ruhr-Halle in Duisburg (Walter-Rathenau-Straße 1a) und bietet ein Programm mit politischen Diskussionsrunden und Unterhaltung. Auf dem Podium: Irmingard Schewe-Gerigk, Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/ Die GRÜNEN, Ottmar Schreiner vom SPD-Bundesvorstand, Dr. Heinrich Leonhard Kolb, FDP-Bundestagsmitglied, Volker Schneider, Bundestagsmitglied und rentenpolitischer Sprecher der LINKEN, Guntram Schneider, Vorsitzender des DGB-Bezirks NRW, Dietmar Schäfers vom IG BAU-Bundesvorstand sowie Jürgen Goldschmidt, Stellvertretender Vorsitzender des IG BAU-Bezirksverbands Duisburg-Niederrhein. WDR-Moderatorin Beate Kowollik leitet die Diskussion. Per Leinwand gibt es zudem Promi-Renten-Botschaften – u.a. von Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm und Country-Sänger Gunter Gabriel.

Der IG BAU-Bezirksverband Münster-Rheine organisiert für den Aktionstag einen kostenlosen Bus-Shuttle nach Duisburg. Anmeldung und Abfahrtszeiten im IG BAU-Mitgliederbüro in Münster unter der Telefonnummer 02 51 – 301 15.
   
IG BAU appelliert an Bau-Firmen im Kreis Steinfurt: Konjunkturpaket auch fuer Ausbildungsplaetze nutzen
03.06.2009 18:18

Konjunkturpaket als Ausbildungsplatz-Motor: Baubetriebe im Kreis Steinfurt sollen zusaetzliche Auftraege aus dem Konjunkturpaket II nutzen, um Ausbildungsplaetze zu schaffen. Das hat die IG BAU Muenster-Rheine gefordert. Wer mit vollen Auftragsbuechern plane und mit einem Auftragsschub in den kommenden Monaten rechne, duerfe nicht bei den Lehrstellen sparen. Im Gegenteil: Das Konjunkturpaket koenne zum Ausbildungsplatz-Motor werden, wenn die Baubetriebe die Chance nutzten.

Firmen, die jetzt nicht ausbilden oder die Krise zum Vorwand nehmen, um Lehrstellen abzubauen, werden schon bald das Nachsehen haben. Zu wenig Ausbildung bedeutet Fachkraeftemangel. Und Fachkraeftemangel bringt auf Dauer den Verlust von Auftraegen“, so Wolfgang Berkes, Vorsitzender des IG BAU-Bezirksverbandes Muenster-Rheine. Die Firmen, die keine ausgebildeten Mitarbeiter haetten, um Auftraege qualifiziert abzuarbeiten, wuerden im harten Wettbewerb zukuenftig keine Chancen mehr haben.

Ein deutliches Lehrstellen-Plus sei nicht nur auf lange Sicht sinnvoll – es zahle sich gerade fuer kleine und mittlere Unternehmen auch sofort aus. „Rund 14.000 Euro bekommt jeder Betrieb pro Azubi in drei Ausbildungsjahren aus einem Umlagetopf der Bauwirtschaft zurueck “, erklaerte Gewerkschafter Berkes. Zudem stuenden fuer jeden Lehrling noch einmal bis zu 14.000 Euro Kostenerstattung fuer ausserbetriebliche Ausbildung zur Verfuegung.„Jeder Chef sollte noch einmal scharf nachdenken, ob er nicht noch weitere Lehrstellen schaffen kann - auch oder gerade in der jetzigen Phase. Sonst sind nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Firmen die Verlierer,“ betonte Berkes.
   
Arbeiten fuer 400 Euro oder weniger: IG BAU: Drohende Altersarmut Immer mehr Mini-Jobs im Kreis Borken
28.04.2009 17:08
IG BAU befuerchtet zunehmende Altersarmut im Kreis Borken: Eine steigende Zahl von Mini-Jobs ohne ausreichende Altersabsicherung hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt beklagt. So habe in den vergangenen Jahren die Zahl der Geringverdiener im Kreis Borken um ueber 20 Prozent zugenommen. %Im Jahr 2001 hatten hier 27.965 Beschaeftige ausschliesslich einen Job von bis zu 400 Euro im Monat. Im vergangenen Jahr waren es bereits 33.664 sagt Wolfgang Berkes, Vorsitzender des IG BAU-Bezirksverbands Muenster-Rheine, und verweist dabei auf Zahlen der Bundesagentur fuer Arbeit. Immeroefter verdraengten Mini-Jobs regulaere sozialversicherungspflichtige Beschaeftigungsverhaeltnisse. Insbesondere im Gebaeudereinigerhandwerk seien geringfuegige Beschaeftigungsverhaeltnisse an der Tagesordnung.5Dies ist eine fatale Entwicklung. Mini-Jobs bedeutet auch Mini-Renten. Wer schon heute nicht genug verdient, um ueber die Runden zu kommen, der geht im Alter erst recht am Bettelstab so der Gewerkschafter. Auch Langzeitarbeitslose und Menschen mit Erwerbsminderung seien die %Armutsopfer von morgen. Die Rente mit 67 mache das Problem noch schlimmer, weil sie den Rentenanspruch der Menschen nach hinten schiebe.

Wolfgang Berkes betont: %Drohende Altersarmut, zu wenig sozialversicherungspflichtige Arbeitsplaetze, zu viele Billigjobs und Niedrigloehne damit duerfen sich die Menschen nicht einfach abfinden. Deshalb ruft der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende zur aktiven Teilnahme an den Veranstaltungen des DGB und seiner Einzelgewerkschaften zum 1. Mai auf. Die Beschaeftigten muessten im Superwahljahr ein deutliches Signal setzen. Berkes: %Wenn nicht jetzt, wann dann... />Quelle der Zahlen:
Bundesagentur fuer Arbeit, Geringfuegig entlohnte Beschaeftigte am Stichtag 30. Juni 2001, bzw. 30. Juni 2008
   
Rechtsberatung der IG BAU Muenster-Rheine: 1.270 mal Rat und Hilfe fuer Arbeitnehmer in der Klemme
08.04.2009 17:50

Auch im vergangenen Jahr stark gefragt: Die Rechtsberatung der IG BAU. Sie half Beschaeftigten bei Streitigkeiten mit dem Chef



Gebaeudereiniger, Bau-Beschaeftigte und Dachdecker waren die Berufsgruppen, denen die Industriegewerkschaft BAU am haeufigsten rechtlich zur Seite stand. %In diesen Branchen gibt es nach wie vor die meisten Tricksereien auf dem Ruecken der Arbeitnehmer so der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende Wolfgang Berkes. Oftmals versuchten Chefs ihre Beschaeftigten bei Streitigkeiten einzuschuechtern. Da sei der Gang zur Rechtsberatung unvermeidlich.

Auch in diesem Jahr ist die Rechtsberatung der IG BAU stark gefragt. Die Kalender der Gewerkschaftsjuristen seien bereits im ersten Vierteljahr randvoll gewesen. %Immer wieder versuchen es die Arbeitgeber mit Lohnkuerzungen. Und drohen mit Jobverlust - gerade in Krisenzeiten. Deshalb gibt es gerade jetzt besonders viele Auseinandersetzungen mit dem Chef so Wolfgang Berkes.

Termine fuer die Rechtsberatung koennen im Buero der IG BAU in Muenster unter der Rufnummer 02 51 301 15 vereinbart werden.
   
IG BAU: %Euro-Osterei in der Lohntuete der Gebaeudereiniger in Muenster Zusaetzliches Urlaubsgeld jetzt nicht durch die Lappen gehen lassen
03.04.2009 18:55
IG BAU: %Euro-Osterei in der Lohntuete der Gebaeudereiniger in Muenster
Zusaetzliches Urlaubsgeld jetzt nicht durch die Lappen gehen lassen


Mehr Geld fuer die Urlaubskasse: Zu Beginn der Osterferien erinnert die IG BAU Muenster-Rheine ihre Mitglieder in Muenster, das zusaetzliche Urlaubsgeld beim Arbeitgeber zu beantragen. %Keine Gebaeudereinigerin und kein Fensterputzer sollte sich das Geld durch die Lappen gehen lassen. Den Urlaubs-Bonus gibt es allerdings nur fuer IG BAU-Mitglieder, die in innungsgebundenen Betrieben arbeiten, da er im Tarifvertrag nicht als allgemein verbindlich erklaert worden ist sagt Wolfgang Berkes. Der Bezirksverbandsvorsitzende appelliert an die Gebaeudereiniger in Muenster, den Chef auf das faellige Urlaubsgeld anzusprechen.

%Schon nach einer Betriebszugehoerigkeit von sechs Monaten erhalten die Reinigungskraefte das zusaetzliche Urlaubsgeld sagt der Gewerkschafter. Bei einem Glasreiniger in Vollzeittaetigkeit macht das bei einem tariflichen Stundenlohn von 10,80 Euro immerhin 19,98 Euro je Urlaubstag aus. Bei 30 Urlaubstagen kommen fast 600 Euro zusammen. Bei dem tariflichen Mindeststundenlohn (Innen- und Unterhaltsreiniger) von 8,15 Euro sind es immerhin mehr als 450 Euro bei 30 Urlaubstagen.

%Außerdem sollten alle Reinigungskraefte bei den bevorstehenden Feiertagen im Mai und Juni auf eine korrekte Abrechnung durch den Arbeitgeber achten sagt Berkes. Der Zuschlag an Feiertagen wie Oster- oder Pfingstsonntag sowie am 1. Mai koenne zwischen 75 und 200 Prozent betragen.

Mehr Informationen fuer Gebaeudereiniger gibt es im IG BAU-Buero in Muenster unter der Rufnummer: 02 51 301 15.
   
Beratungsprogramm soll Job-Sprungbrett fuer Arbeitslose werden
10.03.2009 18:07

Recht auf Energiespar-Tipps: IG BAU fordert kostenlose Sozial-Beratung

Es soll ein kraeftiger Tritt auf die Nebenkostenbremse sein: Die IG BAU Muenster-Rheine hat fuer ALG-II-Empfaenger und sozial Schwache in der Region ein %Recht auf Energiespar-Tipps gefordert. %Gerade die, die wenig Geld im Portemonnaie haben, werden von steigenden Energiepreisen besonders kalt erwischt. Wer jeden Cent zweimal umdrehen muss, bei dem zaehlt jede Kilowattstunde so Wolfgang Berkes, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine.

In Sachen Energiesparen muessten wirtschaftlich schlechter gestellte Menschen allerdings deutlich mehr Wissen und Fantasie an den Tag legen, als Spitzenverdiener. %Ein moderner, Strom sparender Kuehlschrank ist fuer sie im Budget einfach nicht drin und das gilt auch fuer teure Energiesparlampen so Berkes. Eine flaechendeckende Energieberatung zum Nulltarif werde aber nicht nur die Haushaltskassen von ALG-II-Empfaengern entlasten. Wuerden als Berater vornehmlich Langzeitarbeitslose ausgebildet, koenne ein solches Programm fuer einige Menschen der Weg zurueck ins Arbeitsleben werden. Außerdem forderte Berkes eigene Sanierungsprogramme fuer Wohnungen in sozialen Brennpunkten auch mit Geldern aus dem Konjunkturpaket. %Wer in solchen Vierteln Wohnungen saniert und aufwertet, hilft dem ganzen Stadtteil, der Konjunktur und dem Klima betont der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende.
   
Aemtertausch an der Fuehrungsspitze Bisheriger Stellvertreter Wolfgang Berkes wird Chef der IG BAU
10.03.2009 18:03
IG BAU Muenster Rheine:

Der Bezirksverbandsvorsitzende der IG Bauen-Agrar-Umwelt Muenster Rheine und sein Stellvertreter haben die aemter getauscht. Der 57-jaehrige Muensteraner Wolfgang Berkes ist jetzt an die Spitze der Gewerkschaft gewaehlt worden. Er vertritt damit offiziell die Interessen der ueber 4.500 Gewerkschaftsmitglieder im Muensterland vom Maurer und Maler ueber die Gebaeudereinigerin und Floristin bis zum Foerster, Umwelttechniker oder Gaertner. Seine Stellvertretung uebernimmt der bisherige Vorsitzende Richard Loecke.

Wolfgang Berkes (57) ist der neue
Bezirksverbandsvorsitzende
der IG BAU Muenster-Rheine
Foto: IG BAU
%Ich weiß, wie wichtig fuer Arbeitnehmer der kurze Draht zur Gewerkschaft ist sagt Berkes. Bereits vor einem Vierteljahrhundert ist der gelernte Techniker fuer Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in die Gewerkschaft eingetreten. Seit 1987 ist er im Bezirksverbandsvorstand aktiv. Bis Anfang des Jahres war er zudem Bundesfachgruppenvorsitzender fuer Garten- und Landschaftsbau. %Mir ist es wichtig, mich fuer die Interessen meiner Kolleginnen und Kollegen einzusetzen und gesellschaftspolitisch etwas zu veraendern Berkes will etwas bewegen auch innerhalb der IG BAU. Sein Ziel als Vorsitzender: %Die Jugendarbeit verstaerken. So soll das Seminarangebot fuer junge Leute weiter ausgebaut werden.
Aktuell brennt ihm besonders das Reizthema Rente auf den Naegeln. %Ich bin gespannt, wie Politiker im Wahlkampf einem erfahrenen Dachdecker beispielsweise erklaeren wollen, dass er mit 66 immer noch munter in luftiger Hoehe herumturnen soll. Mit einer Reihe von Aktionen will die IG BAU Muenster-Rheine im Wahljahr gegen die Rente mit 67 aktiv werden.
   
Sozialstandards fuer Konjunkturauftraege im Muensterland gefordert
03.03.2009 17:33

Konjunkturpaket: IG BAU
warnt vor %Dumping-Sumpf


Warnung vor dem %Dumping-Sumpf: Die IG BAU Muenster-Rheine hat an die Kommunen in der Region appelliert, bei der Verwendung von Geldern aus dem Konjunkturpaket die Sozialstandards nicht aus den Augen zu verlieren. š wird sehr schnell sehr viel Geld in die Kommunen gepumpt. Und leider lockt so etwas auch immer schwarze Schafe an. Wir muessen aufpassen, dass die Steuergelder nicht in einem Sumpf aus Dumpingloehnen und Schwarzarbeit versickern sagt Wolfgang Berkes, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine.

%Gerade bei vereinfachten Vergabeverfahren koennen die Kommunen dafuer sorgen, dass die Steuergelder aus dem Konjunkturpaket nicht in die Taschen von Dumping-Chefs fließen so der Gewerkschafter. Unternehmen, die in der Vergangenheit durch Schwarzarbeit oder Dumpingloehne aufgefallen seien, muessten grundsaetzlich von der Auftragsvergabe ausgeschlossen werden. %Nur so koennen wir dafuer sorgen, dass das Geld auch da landet, wo es hingehoert: in den Haenden der Beschaeftigten und damit auch in den Kassen unserer Haendler vor Ort betont Berkes.
   
Bezirksverbandstag der IG BAU Muenster-Rheine
20.02.2009 21:51

Muenster-
Mit dem Konjunkturpaket fließt in naechster Zeit viel Geld in kommunale
Infrastrukturprojekte. Am Samstag appellierte die Industriegewerkschaft (IG Bau) auf ihrem Bezirksverbandstag deshalb an die Kommunen, bei der kuenftigen Vergabe von Steuergeldern aus dem Konjunkturpaket die Sozialstandards nicht aus den Augen zu verlieren: %Unternehmen, die in der Vergan¬genheit durch Schwarzarbeit oder Dumpingloehne aufgefallen sind, muessen grundsaetzlich von der Auftragsvergabe ausgeschlossen werden", forderte der neue Vorsitzende, Wolfgang Berkes im Handwerkskammer-Bildungszentrum.
Nur so koenne dafuer gesorgt werden, dass das Geld in den Haenden der Beschaeftigten und in den Kassen der Haendler vor Ort lande. š wird sehr schnell sehr viel Geld in die Kommunen gepumpt. Leider lockt so was auch immer schwarze Schafe an", erklaert der neue stellvertretende Vorsitzende, Richard Loecke. Man muesse aufpassen, dass das Geld nicht in einem Sumpf aus Dumpingloehnen und Schwarzarbeit
versickere. Gerade bei den beschleunigten Vergabeverfahren
muesse besonders darauf geachtet werden, so Loecke.
Auch der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Klaus Wiesehuegel, sprach zu den rund 80 Teilnehmern. Dabei wurde deutlich: Der Wahlkampf hat begonnen. Wiesehuegel forderte ein Stopp der Rente mit 67: %Wer schwere Lasten schleppt oder auf Gerueste klettert, scheidet aus dem Berufsleben in der Regel frueher aus." So wuerde fuer diese Betroffenen am Ende eines harten Arbeitslebens Hartz IV warten.
In die kommende Tarifrun¬de geht die IG Bau mit einer klaren Forderung: Neben der
Angleichung der Loehne in Ost und West forderte die Gewerkschaft fuer das Gebaeudereinigerhandwerk 8,7 Prozent mehr Lohn, fuer die Beschaeftigten in der Baubranche 6 Prozent. %Die Gewinne der Branche sind in den letzten Jahren gestiegen, die Ein¬kommen gesunken", so Wiesehuegel.
Zudem wurde auf dem Verbandstag fuer die naechsten vier Jahre ein neuer Vorstand gewaehlt. Dabei wurden die Positionen getauscht. Der ehemalige Stellvertreter Berkes ist jetzt Vorsitzender, Loecke ab sofort stellvertretender Vorsitzender. ■ dep
Quelle: Muenstersche Zeitung vom 16.02.09
   
Wiesehuegel: Unsinnige Rente mit 67 stoppen
16.02.2009 10:05
-jst- Muenster. Scharfe Kritik hat der Bundesvorsitzende der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Klaus Wiesehuegel, am Wochenende in Muenster an der Rente mit 67 geuebt. Beim Bezirkverbandstag Muenster-Rheine forderte Wiesehuegel von der Politik, dass sie die %unsinnige Rente mit 67 stoppt". Wer schwere Lasten schleppe oder auf Gerueste klettere, scheide aus dem Berufsleben in der Regel frueher aus. Am Ende eines harten Arbeitslebens duerfe nicht Hartz IV, also Sozialhilfe, stehen, so der IG-BAU-Chef. Wiesehuegel verlangte, dass die Politik ihren Beschluss im Rahmen der vorgesehenen Re¬visionsklausel im Jahr 2010 ernsthaft ueberprueft. Die Rente mit 67 entlaste die Renten¬kasse lediglich um 0"0Beitragssatzpunkte. Die Arbeitslosigkeit habe einen viel hoeheren Einfluss auf die Rentenkasse als die demografische Entwicklung.
Indes waehlte der IG-BAU-Bezirksverband Muenster-Rheine den bisherigen stellvertretenden Vorsitzende, Wolfgang Berkes, zum neuen Vorsitzenden. Der bisherige Vorsitzende, Richard Locke, wurde zu seinem Stellvertreter ernannt.
Quelle: Westfaelische Nachrichten 16.02.2009
   
Bezirksverbandstag: Klaus Wiesehuegel zu Gast in Muenster
09.02.2009 12:18
Bezirksverbandstag: Klaus Wiesehuegel zu Gast in Muenster

Konjunkturpaket: IG BAU
warnt vor %Dumping-Sumpf

Warnung vor dem %Dumping-Sumpf: Die IG BAU Muenster-Rheine hat an die Kommunen in der Region appelliert, bei der kuenftigen Vergabe von Geldern aus dem Konjunkturpaket die Sozialstandards nicht aus den Augen zu verlieren. š wird sehr schnell sehr viel Geld in die Kommunen gepumpt. Und leider lockt so etwas auch immer schwarze Schafe an. Wir muessen aufpassen, dass die Steuergelder nicht in einem Sumpf aus Dumpingloehnen und Schwarzarbeit versickern sagt Richard Loecke, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine.

Beim IG BAU-Bezirksverbandstag am kommenden Samstag, dem 14.02.2009, in Muenster will der Gewerkschafter daher eine Checkliste fuer Konjunkturgelder fordern. %Gerade bei beschleunigten Vergabeverfahren muessen die Kommunen aufpassen, dass die Steuergelder aus dem Konjunkturpaket nicht versickern oder Dumping-Chefs in die Tasche fließen so der Gewerkschafter. Unternehmen, die in der Vergangenheit durch Schwarzarbeit oder Dumpingloehne aufgefallen seien, muessten grundsaetzlich von der Auftragsvergabe ausgeschlossen werden. %Nur so koennen wir dafuer sorgen, dass das Geld auch da landet, wo es hingehoert: in den Haenden der Beschaeftigten und damit auch in den Kassen unserer Haendler vor Ort betont Loecke.
   
IG BAU Muenster-Rheine weist auf Schulungsprogramm fuer Beschaeftigte ueber 45 Jahre hin
03.02.2009 10:24
IG BAU Muenster-Rheine weist auf Schulungsprogramm fuer Beschaeftigte ueber 45 Jahre hin
Gegen Krisen-Kuendigungen: IG BAU fordert Weiterbildungs-Offensive

Weiterbildung macht Betriebe und Beschaeftigte fit fuer die Zukunft. Lebenslanges Lernen lohnt sich auch bei Arbeitnehmern ueber 45 Jahren. Ein Großteil der Kosten uebernimmt der Staat.
Schulung statt Entlassungen: Die IG BAU Muenster-Rheine hat fuer Muenster eine Fortbildungsoffensive E Plus gefordert. ¾schaeftigte ueber 45 duerfen in den drohenden Krisen-Monaten nicht aufs wirtschaftliche Abstellgleis geschoben werden. Leider setzen viele Unternehmen den Rotstift bei ihren eigentlich erfahrensten und leistungsstaerksten Mitarbeitern an. Das ist ein betriebswirtschaftlicher Unsinn betonte Richard Loecke, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine. Stattdessen sollten Unternehmen die Chance nutzen, ihre Beschaeftigten fit zu machen fuer die Zukunft. Nach der Krise werde es volle Auftragsbuecher und damit auch einen enormen Bedarf an fachlichem Know-how geben. Fortbildungen seien daher ueberaus sinnvoll, so der Gewerkschafter.

Die finanzielle Belastung fuer die Arbeitgeber hielte sich bei einer solchen Bildungsoffensive E Plus in Grenzen. Grund ist das Weiterbildungsprogramm %WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschaeftigter aelterer Arbeitnehmer in Unternehmen) der Agentur fuer Arbeit. Den Unternehmen werde dadurch ein Großteil der anfallenden Kosten und der Lohnzahlungen waehrend der Schulung erstattet. %Auch Beschaeftigte ohne Ausbildung koennen davon profitieren bis hin zur nachtraeglichen Gesellenpruefung so Richard Loecke. Informationen zum Fortbildungsprogramm gibt es telefonisch bei der Agentur fuer Arbeit unter der Hotline-Nummer (01801) 66 44 66.
   
Gewerkschaft fordert 8,7 Prozent mehr Geld fuer Gebaeudereiniger
22.01.2009 15:35
Gewerkschaft fordert 8,7 Prozent
mehr Geld fuer Gebaeudereiniger

Mehr Geld fuer Reinigungskraefte hat die IG BAU zum Auftakt der Tarifgespraeche gefordert. Rund 8,7 Prozent mehr Geld sollen die Beschaeftigten in der Reinigungsbranche kuenftig in der Lohntuete haben

Lohnplus fuer Gebaeudereiniger: Die rund 1.100* Reinigungskraefte im Kreis Borken sollen in Zukunft 8,7 Prozent mehr Geld in der Lohntuete haben. Das hat die Gebaeudereiniger-Gewerkschaft IG BAU in den laufenden Tarifgespraechen gefordert. %Trotz des Mindestlohns von 8,15 Euro pro Stunde ist die Gebaeudereinigung ein Niedriglohn-Sektor. Selbst ein Vollzeitbeschaeftigter lebt nicht selten an der Armutsgrenze. Das kann nicht die Zukunft der Branche sein betont Richard Loecke, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine. Bei den laufenden Tarifverhandlungen solle daher ein Mindestlohn von 8,86 fuer die Beschaeftigten herausspringen. %Mittelfristig muss eine Reinigungskraft aber mindestens 10 Euro pro Stunde verdienen. Wer den ganzen Tag arbeitet, muss auch davon leben koennen fordert Loecke.


* Diese Gesamtzahl der Beschaeftigten in der Gebaeudereinigung setzt sich wie folgt zusammen:
 rund 480 sozialversicherungspflichtige Beschaeftigte (Quelle: Bundesagentur fuer Arbeit)
 rund 620 geringfuegig Beschaeftigte auf 400 Euro-Basis (Quelle: Berechnungen der IG BAU)
Zudem sei ein deutliches Lohnplus fuer Niedrigverdiener notwendig, um die Binnennachfrage in den naechsten Monaten zu stuetzen. %Fuer diese Beschaeftigten wird die wirtschaftliche Luft immer duenner. Im Gegensatz zum Vorstandsmitglied einer Bank stecken sie ihr Geld daher nicht in riskante Wertpapiere, sondern geben es fast vollstaendig fuer ihren Lebensunterhalt aus und kurbeln so den Konsum kraeftig an so der Gewerkschafter. Mit einem kraeftigen Lohnplus muesse außerdem dafuer gesorgt werden, dass das geplante Konjunkturpaket am Ende nicht ausschließlich der Wirtschaft und hoeheren Einkommensstufen zugutekomme. %Fuer einen Niedrigverdiener bleibt der Kauf eines Neuwagens auch mit der groeßten Abwrackpraemie nur ein schoener Traum. Hoehere Loehne aber landen direkt in seiner Geldboerse und damit auch in den Kassen des Einzelhandels im Kreis Borken sagt Loecke.
   
Beim kaeltesten Job in Muenster pocht IG BAU auf Sicherheit
06.01.2009 15:36
Beim kaeltesten Job in Muenster pocht IG BAU auf Sicherheit

Frost ohne Frust: Gewerkschaft fordert Kaelteschutz fuer Bauarbeiter

Sie gehoeren zu den kaeltesten Arbeitsplaetzen in Muenster die Jobs auf den Winterbaustellen. Damit aus dem Frost-Job kein Frust-Job wird, pocht die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf warme Schutzkleidung und wintersichere Baustellen. %Wer bei Minustemperaturen Mauern hochzieht und auf Gerueste klettert, muss gut gegen Kaelte, Schnee und Eis geschuetzt werden erklaert Richard Loecke von der IG BAU Muenster-Rheine. Dies sei kein Geschenk der Arbeitgeber. %Jeder Bauarbeiter hat ein Recht darauf, dass seine Gesundheit nicht aufs Spiel gesetzt wird so der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU.

Schnee, Frost, Glaette eine Winterbaustelle hat es fuer die Beschaeftigten in sich. %Gute Schutzkleidung wie Handschuhe, Jacken und Stiefel gegen die Kaelte sind Pflicht. Der Arbeitgeber muss sie jedem Mitarbeiter zur Verfuegung stellen sagt Richard Loecke. Zudem muessten die Beschaeftigten geschuetzte Raeume haben, in denen sie sich auch mal mit einem heißen Getraenk aufwaermen koennten. %Ein paar Tage nur bei zugiger Luft und nasser Kaelte, das haut den staerksten Bauarbeiter um so Loecke. Mindestens ein einfacher Wetterschutz wie ein winddichtes Zelt sei auch an Werkzeugen wie Saege und Betonmischer vorgeschrieben.

Gefaehrlich werde es, wenn Eis und Schnee die Baustelle in eine Rutschbahn verwandelten. %Die Kollegen koennen stuerzen. Ihnen rutschen die Werkzeuge aus der Hand. Und vereiste Geraete lassen sich nicht mehr sicher betreiben sagt Richard Loecke. Daher muesse der Arbeitgeber dafuer Sorge tragen, dass Wege, Werkzeuge und Geraete von Eis und Schnee befreit wuerden. %Sieht die Baustelle wie eine Skipiste aus, sind Unfaelle nur eine Frage der Zeit so Loecke.

Unter dem Motto %Lass dich nicht verbrennen erst recht nicht im Winter will die IG BAU in diesem Jahr verstaerkt fuer den Arbeitsschutz auf Winterbaustellen in Muenster kaempfen. Der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende fordert die Beschaeftigten auf, Verstoeße umgehend bei der Gewerkschaft zu melden. Loecke: %Natuerlich sind wir froh, wenn das Baugewerbe auch im Winter gute Geschaefte macht. Aber wer einen Extragewinn auf Kosten der Gesundheit seiner Beschaeftigten einfahren will, dem kann ich nur sagen: Nicht mit uns!
   
Ab Neujahr: Chefs in Muenster muessen Beschaeftigte sofort melden
18.12.2008 13:12

Schattenwirtschaft im Visier: Durch eine verschaerfte Meldepflicht soll der Druck auf Schwarzarbeiter-Chefs ab Januar erhoeht werden.

Anmeldung vor dem ersten Handschlag:
Kampf gegen Schwarzarbeit verschaerft


Kein Handschlag ohne Anmeldung: Ab dem ersten Januar muessen viele Arbeitgeber in Muenster ihre Beschaeftigten schon vor dem ersten Arbeitstag bei der Rentenversicherung anmelden. Dies gilt fuer Branchen, die besonders mit Schwarzarbeit zu kaempfen haben zum Beispiel fuer das Baugewerbe, das Gebaeudereinigerhandwerk und die Forstwirtschaft. Darauf hat die IG BAU Muenster-Rheine hingewiesen. %Diese Neuregelung ist ein wichtiges Puzzle-Stueck im Kampf gegen die Schwarzarbeit betont Richard Loecke, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine.

Bisher haetten die Arbeitgeber bis zu sechs Wochen Zeit gehabt, ihre Beschaeftigten nachtraeglich anzumelden. Genau diese %Meldungsluecke haetten viele Schwarzarbeiter-Chefs ausgenutzt, sagt Loecke. %Bisher stießen die Zollfahnder auf Beschaeftigte, die angeblich erst am Tag der Kontrolle mit ihrer Arbeit begonnen haben. Nachpruefen konnte das niemand so der Gewerkschafter. Die schaerfere Meldepflicht zum Jahreswechsel koenne allerdings nur wirken, wenn die Arbeitgeber Kontrollen fuerchten muessten. Die IG BAU fordere daher mehr Personal fuer die Finanzkontrolle Schwarzarbeit, sagt Richard Loecke. %Jeder Zoll-Fahnder bringt durch mehr Kontrollen bares Geld in dieoeffentlichen Kassen und rettet gleichzeitig regulaere Jobs vor dem Aus durch Dumpingkonkurrenz bekraeftigt der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende.
   
IG BAU empfiehlt jetzt Sanierung von Wohnhaeusern in Muenster
16.12.2008 20:00
Keine Ausnahmen mehr: Ab Januar ist der Energieausweis fuer alle Haeuser Pflicht

Kein Mietvertrag ohne Ausweis: Hausbesitzer, die ohne gueltigen Gebaeude-Energieausweis fuer ihr Gebaeude eine Wohnung vermieten, muessen bald mit empfindlichen Strafen rechnen. Darauf hat die IG BAU Muenster-Rheine hingewiesen. « kommenden Januar gibt es keine Ausnahme mehr: Wer Wohnraum vermietet, muss einen Energieausweis vorlegen koennen. Ansonsten kann es mit Strafzahlungen bis 15.000 Euro richtig teuer werden erklaert Richard Loecke von der IG BAU Muenster-Rheine. Bisher habe diese Regelung nur fuer Altbauten gegolten. Jetzt seien auch die Neubauten dran.

   
Ein ‚Danke’ an Reinigungskraefte: IG BAU feiert %St.-Nikoputz-Tag
04.12.2008 08:26
Einfallsreiche Firmen-Belegschaften in Muenster gesucht


Ob auf dem Putzwagen oder an der Tuerklinke des Bueros: Mit kleinen %Nikoputz-Geschenken koennen sich Belegschaften jetzt fuer ein Jahr Sauberkeit bei ihren Reinigungskraeften bedanken.

Muenster hat einen neuen ¾iertag den %St.-Nikoputz-Tag. In der Nacht zum Nikolaustag am kommenden Samstag sei es an der Zeit, allen Reinigungskraeften in der Stadt einmal šnke zu sagen. Das hat die Gebaeudereinigergewerkschaft IG BAU vorgeschlagen. %Ob Buero oder Labor, ob Werkhalle oder Notaufnahme: Wer sich waehrend des ganzen Jahres morgens ueber einen sauberen Arbeitsplatz freut, kann sich dafuer am kommenden Freitag nach Feierabend mit einem kleinen Geschenk bedanken so Richard Loecke, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine.

Die Gebaeudereinigergewerkschaft ruft jetzt Belegschaften in Muenster auf, sich moeglichst originelle %Nikoputz-Geschenke einfallen zu lassen. %Kleine Schoko-Nikolaeuse in der Putzkammer, Weihnachtssocken an der Tuerklinke des Bueros oder einfach eine schoene Karte, unterschrieben von allen Beschaeftigten wir setzen auf die Fantasie der Belegschaften. Es gibt nur eine Regel: Das ‚Nikoputz-Geschenk’ wird am Freitagabend an seinen Bestimmungsort gelegt, so dass die Reinigungskraefte es am Samstag oder zum Wochenstart in aller Fruehe finden koennen erklaert Loecke.

Die Reinigungskraefte in Muenster erledigten haeufig von vielen unbemerkt einen knochenharten Job. %Gewuerdigt wird diese Arbeit leider viel zu selten. Es waere schoen, wenn sich das zumindest am Freitagabend aendert fuer einen Tag im Jahr so Richard Loecke.
   
IG BAU sucht Senioren-Schnappschuesse aus Muenster
16.11.2008 12:10
Senior-Knipser gesucht Fotowettbewerb fuer Ruhestaendler



Senioren im Fokus: Ein Fotowettbewerb wirft den Blick hinter die Kulissen des Alters. Die heimische IG BAU appelliert an die Senioren, mitzuknipsen
Die IG BAU sucht die besten Senior-Fotografen aus Muenster fuer einen Fotowettbewerb: %Die Fotos sollen zeigen, wie Rentner ihren Alltag meistern sagt Richard Loecke, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine. %Von der Hausaufgabenhilfe mit dem Enkel bis zur viel zu steilen Treppe, die mit dem Rollator schon gar nicht zu bewaeltigen ist Motive liegen quasi auf der Straße so Loecke weiter. Der Wettbewerb steht unter dem Motto %Alter leben Verantwortung uebernehmen.

žr Fotowettbewerb wirft einen Blick hinter die sozialen Kulissen des Alters sagt Loecke. Das koenne zum Beispiel das Thema Gesundheitsversorgung, aber auch die Rente mit 67 sein: %Ein Foto eines pensionierten 63-jaehrigen Straßenbauers, der sich nach harten Arbeitsjahren nicht mehr ohne seine Gehhilfe bewegen kann, sagt mehr aus als tausend Worte betont der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU.

Initiiert wird der Wettbewerb von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), der die IG BAU angehoert. Vom inszenierten Motiv bis zum Schnappschuss Einsendeschluss fuer die Fotos ist der 31. Maerz 2009. œbrigens: Teilnehmen koennen auch Hobby-Fotografen, die das Rentenalter noch nicht erreicht haben. Hauptsache, die Senioren sind im Fokus. Die besten Fotos werden dann auf dem naechsten Seniorentag der BAGSO in Leipzig gezeigt. Fuer die Top Ten gibt es Preise fuer das beste Motiv sogar eine Digitalkamera. Mehr Infos ueber den Wettbewerb gibt es im Netz unter www.feierabend.de.
   
IG BAU feiert %Langstreckenlaeufer
16.11.2008 12:02
IG BAU ehrt langjaehrige Mitglieder

Am Samstag, dem 08.11.2008 feierte die IG BAU Muenster-Rheine in der Stadthalle Muenster-Hiltrup ihre treuesten Mitglieder.

%Unsere Jubilare sind echte Langstreckenlaeufer im Team der IG BAU lobte Richard Loecke, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine, die Gewerkschafts-Urgesteine. Vieles, was heute selbstverstaendlich erscheine, haetten die Jubilare in den letzten Jahrzehnten hart erkaempft. %Und vieles davon wird heute wieder in die Zange genommen so der Gewerkschafter. Ob Arbeitszeiten oder Loehne, ob Arbeitsschutz oder Rente: %Man wird das Gefuehl nicht los, dass einige versuchen, das Rad wieder zurueckzudrehen. Da haben sie allerdings die Rechnung ohne die IG BAU gemacht so Loecke.

Er forderte die Beschaeftigten auf, wachsam zu bleiben. %Wer meint, sich auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhen zu koennen, koennte ein boeses Erwachen erleben sagte Loecke. Die Jubilare seien viele Jahre lang %Aktivposten gegen schlechte Chefs gewesen. %Und ich bin mir sicher, sie werden es noch viele Jahre bleiben. Wenn sich die juengeren Beschaeftigten von diesem Engagement eine Scheibe abschneiden, mache ich mir um die Zukunft keine Sorgen sagte Loecke.
   
IG BAU Muenster-Rheine bedankt sich bei 124 Jubilaren
03.11.2008 17:56

4.150 Jahre IG BAU: Gewerkschaft ehrt ihre treuesten Mitglieder

Auszeichnung fuer %Gewerkschafts-Urgesteine: Die IG BAU Muenster-Rheine feiert am kommenden Samstag in Muenster-Hiltrup rund 4.150 Jahre Gewerkschaftsarbeit. Auf so viele Jahre blicken rein rechnerisch die 124 IG BAU-Jubilare zurueck, die in der Stadthalle Muenster-Hiltrup geehrt werden. Der aelteste Jubilar ist 87 Jahre alt und seit 60 Jahren in der Bau-Gewerkschaft aktiv.

%Gewerkschaft bedeutet Solidaritaet ein Leben lang egal, ob waehrend der Ausbildung, im aktiven Berufsleben oder eben im Ruhestand betont Richard Loecke, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine. Die IG BAU-Jubilare erfuellten diesen Gedanken seit Jahrzehnten mit Leben: %Sie sind Aktivposten der Arbeitnehmer-Lobby und damit Vorbilder, von deren Engagement sich junge Beschaeftigte und Berufsanfaenger ruhig eine Scheibe abschneiden koennen so Richard Loecke.
   
Frueh uebt sich... Auszubildende waehlen %Nachwuchs-Betriebsraete
21.10.2008 15:00
Bis Ende November waehlen Lehrlinge in Muenster ihre Vertreter

Mehr Mitsprache fuer Azubis: Ab sofort koennen Auszubildende und junge Beschaeftigte in Muenster einen %Nachwuchs-Betriebsrat waehlen. %Einzige Voraussetzung: Im Betrieb muessen mindestens fuenf Lehrlinge oder Beschaeftigte unter 18 Jahren arbeiten erklaert Richard Loecke, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine. Noch bis Ende November koennen die Berufseinsteiger die Wahl der so genannten Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) ins Rollen bringen.


Richard Loecke fordert die Unternehmen in Muenster auf, ihren Azubis dabei tatkraeftig unter die Arme zu greifen nicht nur zum Vorteil der Lehrlinge. Auch der Betrieb profitiere von einer Jugend- und Auszubildendenvertretung. %Die Ausbildungsqualitaet steigt, wenn die Jugendlichen die Chance haben, sich einzubringen. Von unverstaendlichen Ausbildungsinhalten bis zu Problemen in der Berufsschule die jungen Berufseinsteiger merken es eben als erste, wenn es bei der Ausbildung klemmt. Und sie koennen auch dafuer sorgen, dass alle Ausbildungsinhalte eingehalten werden betont der Gewerkschafter.

Fuer Lehrlinge aus der Baubranche sowie aus dem Agrar- und Umweltsektor gibt´s jetzt Infos bei der IG BAU Muenster-Rheine. Unter der (0251) 301 15 bekommen Berufseinsteiger Hinweise und Tipps rund um das Thema JAV-Wahl. Die Gewerkschaft hilft zudem, wenn die Unternehmen ihren Azubis bei der Wahl Stolpersteine in den Weg legen. žr Gesetzgeber sieht vor, dass ab fuenf Auszubildenden oder Beschaeftigten unter 18 Jahren eine Vertretung gewaehlt wird. Stellt sich der Arbeitgeber quer, hat das Konsequenzen betont Loecke. Außerdem unterstuetzt die IG BAU die Azubi-Vertreter auch nach ihrer Wahl bei der taeglichen Arbeit im Betrieb.
   
Kriminelle Machenschaften von Unternehmen
25.09.2008 21:42
Kriminelle Machenschaften von Unternehmen Halbjahresbilanz:

Kampf gegen illegale Beschaeftigung: Zoll in Muenster leitet an die 800 Verfahren ein


IG BAU fordert mehr Personal fuer %Finanzkontrolle Schwarzarbeit



Fahnder des Hauptzollamtes Muenster haben im ersten Halbjahr 2008 an die 800 Ermittlungsverfahren wegen illegaler Beschaeftigung eingeleitet. Darauf hat die IG BAU Muenster-Rheine hingewiesen. Insbesondere der Bau sei von illegalen Machenschaften durch Schwarzarbeits-Firmen betroffen. Auf Baustellen in der Region seien hinterzogene Steuern, nicht gezahlte Sozialabgaben und Verstoeße gegen Mindestloehne keine Einzelfaelle.



%Durch illegale Beschaeftigung und organisierte Schwarzarbeit werden tariftreue Betriebe an den Rand des Ruins gedraengt. Gegen unserioese und kriminelle Dumping-Unternehmen, die ihre Beschaeftigten mit Billigloehnen abspeisen, haben Firmen, die ihre Angestellten korrekt beschaeftigen, im Wettbewerb kaum eine Chance so der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes, Richard Loecke. Die illegalen Machenschaften von Betrieben kosteten regulaere Jobs. Zudem verursachten sie hohe Schaeden fuer die Steuer, fuer die Rentenkasse, fuer die Kranken- und die Pflegeversicherung.

%Lohn-Dumping-Firmen und Betriebe, die Sozialabgaben nicht abfuehren, duerfen bei privaten undoeffentlichen Bauvorhaben in der Region keine Chance mehr haben so Loecke. Deshalb muesse die erfolgreiche Arbeit der %Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Muenster weiter ausgebaut werden. Vor dem Hintergrund wachsender Aufgaben sei es allerdings notwendig, die Personalausstattung des Zolls deutlich zu verbessern. Richard Loecke: %Neben der eigentlichen Bekaempfung der Schwarzarbeit und der illegalen Beschaeftigung muss der Zoll in immer mehr Branchen die Einhaltung von Mindestloehnen kontrollieren. Dafuer braucht die ‚Finanzkontrolle Schwarzarbeit’ in Muenster dringend mehr Mitarbeiter.

   
Zusaetzliches Foerdergeld fuer Gebaeudesanierung bereitgestellt
01.09.2008 09:50

IG BAU in Muenster ruft zur %Modernisierungs-Offensive auf

Aufstockung des KfW-Programms: Neue Chance fuer heimische Hausbesitzer


Zusaetzliches Geld fuer Gebaeudesanierung: Die IG BAU in Muenster hat Besitzern von Altbauten geraten, moeglichst schnell Foerdermittel fuer den Einbau neuer Heizungen und fuer eine bessere Waerme-Daemmung zu beantragen. Wer jetzt energiesparend modernisiert, so die IG Bauen-Agrar-Umwelt, kann mit finanzieller Unterstuetzung rechnen. Es stuenden zusaetzliche zinsguenstige Darlehen und Zuschuesse bereit. %Jetzt ist es amtlich das bundesweite CO2-Gebaeudesanierungsprogramm wird in diesem Jahr um weitere 500 Millionen Euro aufgestockt sagte der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Muenster-Rheine, Richard Loecke.

Im ersten Halbjahr habe es einen solchen Run auf das Programm der KfW-Foerderbank gegeben, dass die urspruenglich fuer 2008 vorgesehen Finanzmittel bereits Mitte des Jahres fast ausgeschoepft gewesen seien. %Mit der Aufstockung haben heimische Hauseigentuemer eine neue Chance, noch in diesem Jahr auf den ‚Energiespar-Foerderzug’ aufzuspringen so Richard Loecke. Der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende rief zu einer %Sanierungs-Offensive in Muenster auf. Er hoffe auf eine starke Nutzung der Foerdermittel.

Loecke sieht auf dem heimischen Wohnungsmarkt weiteres Sanierungspotenzial: %Es gibt noch immer zahlreiche Altbauten, bei denen durch Modernisierung der Energieverbrauch dauerhaft gesenkt werden kann. Energie ist teuer geworden. Wenn sie eingespart wird und das zu deutlich niedrigeren Nebenkosten fuehrt, steigt die Attraktivitaet einer Wohnung eindeutig. Zudem sichere das Foerderprogramm Auftraege und damit auch Arbeitsplaetze im heimischen Baugewerbe.

Vom CO2-Gebaeudesanierungsprogramm koennen, so die IG BAU, Hauseigentuemer profitieren, die eine Sanierung zur Energieeinsparung durchfuehren. Richard Loecke: šs gilt ausdruecklich auch fuer Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften. Gefoerdert werden u.a. eine bessere Waermedaemmung von Waenden und Decken, die Erneuerung von Fenstern oder die Modernisierung der Heizungsanlage. Kredite und Zuschuesse werden ueber die KfW-Foerderbank (www.kfw-foerderbank.de) vergeben.
   
Geringverdienende Azubis in Muenster bekommen mehr Geld
02.08.2008 11:48

Mindestens 11 Euro am Tag: Azubi-Bafoeg wird angehoben

Mehr Unterstuetzung fuer Azubis: Auszubildende, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, sollen in Zukunft mindestens 11 Euro am Tag zur Verfuegung haben. Darauf hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) jetzt in Muenster hingewiesen. šs Ausbildungs-Bafoeg wird zum August um rund 10 Prozent angehoben. Der so genannte Grundbedarf betraegt dann 341 Euro plus anfallende Mietkosten von maximal 218 Euro sowie Fahrtkosten und Geld fuer Arbeitskleidung rechnet Richard Loecke, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine, vor. Außerdem duerften Azubis in Zukunft bis zu 400 Euro in einem Zweitjob dazuverdienen.

Die Anhebung des Azubi-Bafoegs im Behoerdendeutsch Berufsausbildungsbeihilfe genannt sei noetig: In manchen Branchen gebe es fuer die Auszubildenden so wenig Geld, dass von einer %Ausbildungsverguetung kaum noch gesprochen werden koenne. %In Schneidereien werden im ersten Lehrjahr rund 200 Euro gezahlt so Loecke. Auch angehende Baecker muessten mit einem schmalen Salaer von rund 385 Euro pro Monat auskommen. ¾sser sieht es fuer die jungen Leute da schon auf den Baustellen aus so der Gewerkschafter. Sie erhalten im ersten Lehrjahr nach Tarif 571 Euro pro Monat, im dritten Lehrjahr ueberschreiten sie sogar die Tausend-Euro-Grenze. %Diese hohen Ausbildungsverguetungen sind auf harte Tarifverhandlungen zurueckzufuehren erklaert Loecke.

Ob und wieviel Azubi-Bafoeg die Jugendlichen bekommen, koennen sie mit ein paar Mausklicks im Internet selbst herausfinden. Unter der Netzadresse www.babrechner.arbeitsagentur.de lassen sich die Ansprueche auf Berufsausbildungsbeihilfe schnell ermitteln.
   
Eigene Wohnung statt Pflegeheim: IG BAU fordert %Sanieren fuer Senioren
16.07.2008 20:32
2025 sind 104.000 Menschen im Kreis Steinfurt aelter als 65 Jahre


Der Lebensabend in den eigenen vier Waenden fuer Senioren im Kreis Steinfurt koennte dieser Wunsch in Zukunft zum Problem werden. %Es gibt einfach zu wenig Wohnungen, die altersgerecht umgebaut sind so Richard Loecke von der IG BAU Muenster-Rheine. %Sanieren fuer Senioren so lautet daher die Forderung der Baugewerkschaft. %Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, ist das fuer viele Menschen der sichere Weg ins Pflegeheim befuerchtet Loecke.

Der Bedarf an Senioren-Wohnungen ist groß auch in Zukunft: Im Jahr 2025 werden im Kreis Steinfurt rund 23 Prozent aller Einwohner ueber 65 Jahre alt sein. Dies gehe aus einer Schaetzung des Landesamts fuer Datenverarbeitung und Statistik NRW hervor. %Wir reden ueber rund 104.000 Menschen, die dann im Kreis Steinfurt auf Wohnungen angewiesen sind, in denen sie auch im hohen Alter noch weitgehend alleine zurecht kommen so der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU Muenster-Rheine, Richard Loecke. Dies biete gerade auch Vermietern neue Moeglichkeiten. %Wer seine Wohnungen fuer die aelteren Semester fit macht, der wird sich in Zukunft um Mieter wenig Sorgen machen muessen so Loecke.

Die IG BAU Muenster-Rheine appelliert an die Politik, die Augen vor den %Senioren-Mietern nicht zu verschließen. %Die Zeit wird knapp und ohne eine ausreichende Foerderung wird es nicht gehen. Fuer Umbaumaßnahmen muss man Anreize schaffen. Eins muss klar sein: Jeder Euro, der in Haltegriffe, Treppenlifte und Fahrstuehle gesteckt wird, ist eine Investition in die Zukunft so Loecke. Das Leben im Pflegeheim bedeute fuer viele Senioren nicht nur das soziale Abstellgleis. %Die Pflegeplaetze sind auch teuer so der Gewerkschafter. Zwischen 1.650 und 1.950 Euro koennten die Sozialkassen pro Monat und Haushalt sparen, wenn die aelteren Semester weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung leben wuerden. %Umbaukosten sind so in kuerzester Zeit wieder drin und vor allem sorgen wir dafuer, dass Menschen ihren verdienten Lebensabend in den eigenen vier Waenden verbringen koennen betont Richard Loecke.
   
Arbeitsunfaelle im Ferienjob: Schueler sind immer versichert
11.07.2008 15:25
Gesetzliche Unfallversicherung uebernimmt Kosten fuer Heilung und Spaetfolgen


Wenn beim Ferienjob etwas passiert, stehen Jugendliche nicht im Regen: Kommt es bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin zu einem Unfall, springen die gesetzlichen Unfallversicherungen ein. Darauf hat die IG BAU in Muenster hingewiesen. %Schueler und Studenten sind bei einem Ferienjob automatisch ueber ihren Arbeitgeber versichert egal, wie lange der Job dauert. Das gilt auch waehrend eines Praktikums so Richard Loecke, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine. Einzige Ausnahme: Wenn der Ferienjob oder das Praktikum im Ausland stattfinde, greife die deutsche Unfallversicherung nicht. %In dem Fall sollten sich die Jugendlichen unbedingt vorher erkundigen empfiehlt Richard Loecke. Naehere Informationen gebe es bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (www.dguv.de).
   
Ausweispflicht fuer Altbauten in Muenster
03.07.2008 21:02
IG BAU erwartet Auftragsschub durch Energie-Ausweis fuer Haeuser

Ein Haus, ein Ausweis: Was bisher nur fuer neue Gebaeude galt, ist ab heute [Hinweis: Dienstag, 1. Juli 2008] auch fuer Altbauten Pflicht. Durch den Energiepass koennen Mieter %Energieschleudern mit vier Waenden mit einem Blick enttarnen.

Kein Ausweis, kein Mietvertrag: Wer ab heute [Hinweis an die Redaktion: Dienstag, 1. Juli 2008] Haeuser oder Wohnungen in Muenster vermieten oder verkaufen moechte, kommt am Energie-Gebaeudepass nicht mehr vorbei. « sofort gilt fuer Altbauten eine Ausweispflicht. Ein schlecht isolierter Bau hat dann auf dem Mietmarkt kaum eine Chance: Auf eine Energieschleuder mit vier Waenden fallen potenzielle Mieter jetzt naemlich nicht mehr rein so Richard Loecke, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine. Bisher war der Ausweis nur fuer Neubauten Pflicht. Fuer Besitzer von Altbauten ist jetzt aber hoechste Eile geboten. %Wer den Ausweis beim Kauf- oder Mietvertrag nicht vorlegen kann, riskiert ein Bußgeld bis zu 15.000 Euro so der Gewerkschafter.

Zunaechst ist der Ausweis nur fuer Gebaeude vorgeschrieben, die bis 1965 gebaut wurden. « Januar kommenden Jahres gilt die Ausweispflicht dann fuer alle Wohngebaeude so Loecke. Dabei haben Hausbesitzer bis Oktober noch die Wahl: Entweder sie lassen den Ausweis aus dem Energiebedarf der letzten drei Jahre errechnen oder ein Spezialist nimmt das Gebaeude vom Dachstuhl bis zum Heizungskeller in Sachen Energieverbrauch unter die Lupe. šs ist zwar etwas teurer, aber auch deutlich aussagekraeftiger. Hausbesitzer sollten diese Pass-Variante vorziehen raet der Gewerkschafter. Ab kommenden Oktober sei diese Ausweisform fuer alle Haeuser mit weniger als fuenf Wohnungen ohnehin Pflicht.

Fuer das Handwerk in Muenster erwartet die IG BAU jetzt einen Auftragsschub. %Durch den Energieausweis lohnt sich eine hochwertige Sanierung fuer den Hausbesitzer doppelt. Er steigert den Wert seiner Immobilie und bekommt das mit dem Energiepass schwarz auf weiß. Auf dem Mietmarkt hat er damit bessere Karten betont Loecke. Eine solche Sanierung sei zudem eine gute Investition. žnn eins ist sicher: Billiger werden –l, Gas und Strom und damit die Nebenkosten nicht mehr.
   
%Milch aus dem Muensterland gehoert nicht um jeden Preis in die Tuete
31.05.2008 10:36

Trotz des Boykotts den Milchdurst loeschen: Einfach beim naechsten Milchbauern vorbeigucken ...

Bauernhof besuchen und so die Milch-Durststrecke umgehen / IG BAU:

Milch aus dem Muensterland gehoert nicht um jeden Preis in die Tuete. Das jedenfalls sagt die Agrar-Gewerkschaft Muenster-Rheine und zeigt Solidaritaet in Sachen Milch-Boykott: %Die Bauern koennen nicht zum Dumpingpreis Milch produzieren. Es ist richtig, dass sie sich jetzt gegen das Preisdiktat der großen Handelsketten wehren sagt Richard Loecke von der IG Bauen-Agrar-Umwelt Muenster-Rheine.

Er halte die verlangte Anhebung des Milchpreises fuer gerechtfertigt. Schließlich muessten die heimischen Milchbauern von ihrer Produktion leben koennen und ihren Beschaeftigten gerechte Loehne zahlen. žr Milchpreissturz reißt jetzt ein Loch in die Kassen der Landwirte so Loecke.

Einen Verbraucher-Tipp gegen die %Milch-Durststrecke hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt auch: %Einfach die Kuehlregale umgehen und direkt zum Bauernhof gehen wie frueher ... sagt der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU Muenster-Rheine, Richard Loecke. Er koenne sich vorstellen, dass sich manch ein Landwirt ueber den Besuch in diesen Tagen freuen werde. Der Bauer duerfe seine Milch zwar nicht verkaufen und vom Hof geben. «er vielleicht kocht die Baeuerin ja mal einen Liter ab und der schmeckt dann frisch getrunken bestimmt doppelt so gut ... sagt Loecke.
   
Countdown laeuft: Jugendliche sollen sich gleich anmelden
23.05.2008 14:55

Bau und Beat auf dem Sunrise-Festival: Mitte Juni startet die Jugend-Party rund ums Baugeruest.

Jugendliche aus Muenster pilgern zur %XXL-Bau-Party-Meile

Bau und Beat: Eine Jugend-Party rund ums Baugeruest und alle jungen Muensteraner, die auf dem Bau arbeiten, koennen dabei sein. Sunrise-Festival so heißt das große Jugend-Gewerkschaftstreffen, zu dem die IG BAU Muenster-Rheine einlaedt.

Vom Maurer-Azubi bis zum Jung-Dachdecker kann jeder zu dieser XXL-Sommer-Party kommen. %Und wer mit dem Bau nichts am Hut hat kein Problem: Mitmachen kann jeder sagt der Chef der IG BAU Muenster-Rheine, Richard Loecke. Von der jungen Floristin ueber den Maler-Azubi bis zum Jung-Gaertner: %Ich freue mich, wenn viele Jugendliche aus Muenster auf der groeßten ‚Bau-Party-Meile der Republik’ mit dabei sind sagt Loecke. Starten wird diese Party vom 12. bis zum 15. Juni in Thalmaessing bei Nuernberg.
Das Sunrise-Festival sei fuer alle offen. %Es geht darum, dass junge Menschen aus ganz Deutschland zusammenkommen, egal ob sie in der Gewerkschaft sind oder nicht so die IG BAU. Fuer die, die gerade einen Arbeits- oder einen Ausbildungsplatz suchten, lohne sich der Trip zum Sunrise-Festival schon deshalb, weil sie von ihren Altersgenossen garantiert wichtige Job-Tipps bekaemen. Das Bundesjugendtreffen der IG BAU sei schließlich auch eine riesige Infoboerse.

Die IG BAU verspricht %ein Mega-Event mit Schonprogramm fuers Portmonee: %Es gibt ein Camp-Radio, eine Flirt-Party mit Live-Band und Karaoke, ein Bungee-Trampolin ... und natuerlich die œbertragung der Fußball-EM sagt Loecke. Darueber hinaus koennen die Festivalbesucher in einem Workshop mehr ueber Ausbildungen, Tipps fuer die Pruefungen und sogar Spannendes ueber Gewerkschaften in China und Palaestina erfahren. Gerade mal 55 Euro kostet die Teilnahme am viertaegigen Jugendcamp. Azubis, Studenten und Arbeitslose, die Mitglied in der IG BAU oder einer anderen DGB-Gewerkschaft sind, zahlen nur 25 Euro. Dafuer gibt’s neben vielen Events auch die Verpflegung und die vom Bezirksverband organisierte Anreise.

Der Countdown fuer die Anmeldung laeuft: %Jugendliche aus Muenster sollten sich daher flott anmelden betont Richard Loecke. Anmeldeformulare und weitere Festival-Infos kann man im Netz klicken: www.igbau-jugend.de oder www.igbau.de. Die Anreise organisiert die IG BAU Muenster-Rheine (Telefon: 0251 / 301 15).
   
IG BAU Muenster-Rheine will fuer Dachdecker-Azubis mehr rausholen
13.05.2008 18:26

Schieflage auf dem Dach:
U18-Azubis fallen ins %Lohn-Loch


Der Fuehrerschein geht floeten: Junge Dachdecker im Muensterland verlieren im ersten Lehrjahr ihren Fuehrerschein rein finanziell jedenfalls. Denn wer seine Lehre als Dachdecker vor dem 18. Geburtstag beginnt, erhaelt deutlich weniger Geld als sein volljaehriger Azubi-Kollege. %Im ersten Lehrjahr bekommt der Jung-Azubi monatlich 393 Euro rund 150 Euro weniger als der volljaehrige Mit-Azubi sagt Richard Loecke, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine. Unterm Strich seien dies 1.800 Euro im ersten Ausbildungsjahr genau die Kosten fuer den Pkw-Fuehrerschein.

Fuer die IG BAU Muenster-Rheine ist das eine %krasse Ungerechtigkeit. Die Gewerkschaft kuendigte deshalb an, den %Jugend-Rabatt fuer Arbeitgeber zum Thema bei den kommenden Tarifverhandlungen fuer Dachdecker zu machen. %Fuer die Jugendlichen geht es um viel um Geld, das sie fuer den Fuehrerschein gut gebrauchen koennen. Immerhin machen sie einen Job, in dem sie mobil sein muessen sagt Loecke. Deshalb muesse die Ausbildungsverguetung der Jung-Azubis angeglichen werden.

Zudem fordert die IG BAU fuer alle Muensterlaender Dachdecker deutlich hoehere Loehne. Ein Plus von 6,8 Prozent mit dieser Forderung werde man in die Tarifverhandlungen gehen, die am 15. Mai beginnen. %Die Dachdecker haben sich in den vergangenen Jahren deutlich zurueckgehalten erklaert Richard Loecke. Dass die Unternehmen die lange Durststrecke der Branche ueberwunden haetten, verdankten sie zum großen Teil ihren Beschaeftigten. %Jetzt ist es an der Zeit, die Dachdecker an den vollen Auftragsbuechern und steigenden Umsaetzen der Betriebe zu beteiligen fordert Loecke.
   
IG BAU Muenster-Rheine gibt %Himmelfahrts-Tipp: Mai-Kundgebung
26.04.2008 15:25


Vatertagstour mit Abstecher: %Wer am Himmelfahrtstag im Muensterland unterwegs ist, muss einfach eine Stunde zur Mai-Kundgebung kommen. Das gehoert sich so sagt Richard Loecke. Der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU Muenster-Rheine appellierte an alle Beschaeftigten, Arbeitslosen sowie Rentnerinnen und Rentner, am 1. Mai eine DGB-Kundgebung in der Region zu besuchen. Es sei wieder %in fuer die eigenen Interessenoeffentlich einzutreten. Und es lohne sich: %Politiker hoeren am 1. Mai genau hin, was wir fordern. Wir stehen schließlich ein Jahr vor der Bundestagswahl so Loecke.

Das DGB-Motto fuer den 1. Mai: %Gute Arbeit muss drin sein. Es geht also, so die IG BAU, um Arbeit mit sozialer Sicherheit, um gute Loehne und um mehr Sicherheit im Alter. %Die Rente mit 67 ist nach wie vor eine Kroete, die wir nicht schlucken. Wir lassen keine Gelegenheit aus, dagegen anzukaempfen. Erst recht nicht den 1. Mai machte der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende deutlich. Zudem sei die Mai-Kundgebung in diesem Jahr auch ein klares Zeichen gegen Rechts. Denn vor 75 Jahren war die Machtergreifung der Nazis.
   
Ausbildungsboerse online: Betriebe in Muenster sollen teilnehmen
26.04.2008 15:16

Mehr Lehrlinge auf Baustellen in Muenster das fordert die IG BAU. Ansonsten koenne die heimische Bauwirtschaft schnell vor einem Fachkraeftemangel stehen.

Auftraege ja, Ausbildung nein:
IG BAU warnt vor %Lehrstellen-Luecke


Auf dem Bau in Muenster droht eine %Lehrstellen-Luecke: Davor hat die IG BAU gewarnt. žm Bau geht es seit einiger Zeit besser. Im Verhaeltnis dazu werden aber viel zu wenige Lehrstellen geschaffen sagte Richard Loecke von der IG BAU Muenster-Rheine. Der Bezirksverbandsvorsitzende forderte die Betriebe in Muenster auf, zusaetzliche Ausbildungsplaetze fuer das kommende Lehrjahr zur Verfuegung zu stellen. Der Bauwirtschaft koenne sonst ein %Teufelskreis drohen. %Zu wenig Ausbildung bedeutet Fachkraeftemangel, Fachkraeftemangel bedeutet den Verlust von Auftraegen so Loecke.

Ein deutliches Lehrstellen-Plus sei nicht nur auf lange Sicht sinnvoll sie zahle sich gerade fuer kleine und mittlere Unternehmen sofort aus. %Rund 14.000 Euro bekommt jeder Betrieb pro Lehrling in drei Lehrjahren aus einem Umlagetopf der Bauwirtschaft zurueck erklaerte Gewerkschafter Loecke. Zudem stuenden fuer jeden Lehrling bis zu 14.000 Euro Kostenerstattung fuer außerbetriebliche Ausbildung zur Verfuegung. %Die demographische Entwicklung ist deutlich: Es wird in Zukunft weniger junge Menschen geben, die eine Lehrstelle antreten. Der Kampf um die besten Koepfe hat begonnen mit der Ausbildungsumlage hat die Bauwirtschaft ein Instrument in der Hand, das sie nutzen sollte so Loecke.

Helfen soll dabei auch eine neue Ausbildungsboerse, die von der Sozialkasse der Bauwirtschaft (Soka-Bau) in dieser Woche im Internet freigeschaltet wird. Unter http://www.bau-ausbildung.de finden interessierte Jugendliche fast alle Betriebe, die Ausbildungsplaetze zur Verfuegung stellen auch aus Muenster und Umgebung. Loecke forderte die Arbeitgeber auf, moeglichst viele Lehrstellen auf der Internetplattform anzubieten. Es seien noch einige Monate Zeit bis zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres. %Jetzt sollte jeder Chef noch einmal scharf nachdenken, ob er nicht noch weitere Lehrstellen schaffen kann betonte Richard Loecke. Der Kampf um die besten Koepfe sei ein Langstreckenrennen: %Wer da in Sachen Lehrstellen einen kurzen Atem hat, darf sich nicht wundern, wenn er vor dem Ziel zusammenbricht.
   
Saisonarbeiter: EU unterstuetzt Initiative gegen schlechte Arbeitsbedingungen
18.04.2008 20:15

Von der Spargel- bis zur Erdbeerernte: Schlechte Arbeitsbedingungen und Billigstloehne fuer Saisonarbeiter damit soll jetzt Schluss sein. Per Guetesiegel koennen heimische Erntebetriebe nachweisen, dass bei ihnen ordentliche Arbeitsbedingungen herrschen.


Guetesiegel fuer heimische Saisonarbeiter-Betriebe: Mit Beginn der Erntesaison startet die IG Bauen-Agrar-Umwelt Muenster-Rheine eine Initiative gegen Lohndumping und schlechte Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern. œber eine spezielle Zertifizierung will die Gewerkschaft unserioese Arbeitgeber in der Landwirtschaft im Muensterland %enttarnen. Hierzu hat die IG BAU das Guetesiegel ºire Saisonarbeit entwickelt, das in diesem Jahr erstmals an Arbeitgeber vergeben wird, die Mindeststandards bei der Beschaeftigung von Erntehelfern einhalten. Unterstuetzt wird die Initiative von der Europaeischen Kommission.

IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzender Richard Loecke: %Die Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern sorgen jedes Jahr aufs Neue fuer negative Schlagzeilen. Immer wieder gibt es Faelle, wo Erntehelfer zu Hungerloehnen beschaeftigt oder in Containern menschenunwuerdig untergebracht werden. Mit dem Qualitaetssiegel koennen Betriebe im Muensterland jetzt erstmals nachweisen, dass bei ihnen ordentliche Arbeitsbedingungen herrschen. Und die Verbraucher koennten sicher sein, dass die Produkte aus diesen Betrieben nicht zu Dumpingloehnen geerntet wuerden: Der europaeische Durchschnittslohn liege im Westen bei 6,99 Euro pro Stunde.

Bei der Zertifizierung setzt die IG BAU auf die Kooperation mit den Betrieben im Muensterland. Richard Loecke: %Die Unternehmen koennen sich auf freiwilliger Basis an der Initiative ‚Faire Saisonarbeit’ beteiligen. Beim Firmen-Check durch die IG BAU geht es darum, ob den Saisonarbeitern ein angemessenes Einkommen gezahlt wird, ob sie vernuenftig untergebracht werden und ob sie auf der Grundlage eines ordentlichen Arbeitsvertrages beschaeftigt sind. Arbeitgeber, die sich zur Einhaltung der Mindeststandards verpflichteten und das auch nachwiesen, bekaemen das Zertifikat. %Mit dem Guetesiegel koennen die Betriebe klipp und klar dokumentieren, dass sie verantwortungsbewusst mit ihren Beschaeftigten umgehen so der Bezirksverbandsvorsitzende der Agrar-Gewerkschaft.

Die IG BAU rief Betriebe im Muensterland auf, sich in den kommenden Wochen an der Initiative zu beteiligen. Das Guetesiegel biete eine einmalige Chance, ein deutliches Signal gegen die %schwarzen Schafe der Branche zu setzen. Nur fuer Betriebe, die etwas zu verbergen haetten, gaebe es einen Grund, sich nicht an der Zertifizierung zu beteiligen.

Mehr Infos fuer Saisonarbeiter-Betriebe:
http://www.saisonarbeit.org
   
Rechtsberatung der IG BAU Muenster-Rheine/ Bilanz 2007
14.04.2008 15:33


Im vergangenen Jahr stark gefragt: Die Rechtsberatung der IG BAU. Sie half Beschaeftigten bei Streitigkeiten mit dem Chef.

480 Mal Rat und Hilfe fuer Arbeitnehmer in der Klemme

Hilfe bei aerger mit dem Chef: Mehr als 480 Arbeitnehmer musste die Rechtsberatung der IG BAU Muenster-Rheine im vergangenen Jahr in Streitfaellen gegen den eigenen Betrieb intensiv unterstuetzen. Damit sei die Zahl der betreuten Faelle nach Angaben der IG BAU im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Zusaetzlich liefen bei den Rechtsexperten der Gewerkschaft durchschnittlich zehn Anrufe taeglich mit allgemeinen juristischen Fragen rund ums Arbeits- und Sozialrecht auf. %Immer wieder versuchen einige Arbeitgeber, ihre Beschaeftigten mit allen erdenklichen Tricks aufs Kreuz zu legen erklaert Richard Loecke, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Muenster-Rheine.

Gebaeudereiniger und Bauarbeiter waren auch im vergangenen Jahr die Berufsgruppen, denen die IG BAU Muenster-Rheine am haeufigsten rechtlich zur Seite stand. %Gerade in diesen Branchen gibt es Chefs, die ihre Beschaeftigten ueber den Tisch ziehen wollen sagt Loecke. Der Lohn lande haeufig verspaetet oder gar nicht auf dem Konto der Beschaeftigten. œberstunden wuerden nicht ausbezahlt, der Tariflohn unterschritten. Und viele Gebaeudereiniger haetten das tariflich vereinbarte zusaetzliche Urlaubsgeld einfach nicht bekommen, berichtet Loecke.

Haeufig drehten sich die Beratungsgespraeche auch um den Kuendigungsschutz oder um Hilfe bei Insolvenz des Arbeitsgebers, so Loecke. %Und selbst drei Jahre nach Inkrafttreten von Hartz-IV wenden sich immer noch sehr viele Betroffene an die IG BAU, um ihre ALG-II-Bescheide pruefen zu lassen. Dabei sind auch im vergangenen Jahr viele falsche Berechnungen aufgetaucht zu Lasten der Empfaenger so der Bezirksverbandsvorsitzende.

Termine fuer die Rechtsberatung der IG BAU Muenster-Rheine koennen im Buero Muenster unter 02 51 301 15 und im Buero Rheine unter 059 71 20 44 vereinbart werden.
   
Silberstreif am Ausbildungshimmel
01.02.2008 11:52
Mehr Lehrstellen auf dem Bau
Ausbildung lohnt sich: Unternehmen bekommen den Großteil der Kosten aus einem Umlagetopf zurueck. Die IG BAU fordert die Arbeitgeber auf, diese Moeglichkeit noch staerker zu nutzen.

Nordrhein-Westfalen liegt in Sachen Lehrstellen-Zuwachs ueber Bundesschnitt
Silberstreif am Ausbildungshimmel: Mehr Lehrstellen auf dem Bau


Lehrstellen-Plus am Bau: Die bessere Auftragslage in der Bauwirtschaft hat 2007 in Nordrhein-Westfalen fuer neue Ausbildungsplaetze gesorgt. %Bis Ende des Jahres haben 2.569 Jugendliche eine Lehrstelle angetreten. Das ist ein Ausbildungsplus von rund 12 Prozent gegenueber dem Vorjahr sagt Richard Loecke von der IG BAU Muenster-Rheine. Damit liegt Nordrhein-Westfalen ueber dem Bundesdurchschnitt: Deutschlandweit stieg die Zahl der Azubis auf dem Bau im vergangenen Jahr um 6,4 Prozent auf 13.160 Lehrlinge an. Das geht aus Zahlen der Sozialkassen der Bauwirtschaft (Soka-Bau) hervor.

%Es ist nur ein erster, schwacher Silberstreif am nordrhein-westfaelischen Ausbildungshimmel so Richard Loecke. Die steigenden Lehrstellen-Zahlen duerften nicht ueberbewertet werden. %Wir starten von einem sehr niedrigen Niveau aus. Die Unternehmen haben den Nachwuchs jahrelang straeflich vernachlaessigt so der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende. Fuer einige Betriebe raeche sich das bereits ihnen fehlten immer haeufiger Fachkraefte. %Wenn jetzt nicht eine massive Ausbildungsoffensive in Nordrhein-Westfalen gestartet wird, saegen die Arbeitgeber an dem Ast, auf dem sie sitzen betont Richard Loecke.

Zudem sei die %Ausbildungsmuedigkeit der letzten Jahre nicht nachzuvollziehen. %Die Kosten fuer die Lehrlinge werden zum großen Teil aus einem Umlagetopf bezahlt, in den jeder Bau-Betrieb ohnehin einzahlen muss. Wer da nicht ausbildet, verschenkt eine Chance so Loecke. Die Ausbildungsumlage auf dem Bau sei ein Erfolgsmodell: šran sollten sich die nordrhein-westfaelischen Betriebe in Zukunft deutlich staerker beteiligen fordert Loecke.
   
Der lauteste Arbeitsplatz in Muenster
21.01.2008 16:27

Krach ist auf heimischen Baustellen die Gesundheitsgefahr Nummer eins - der Hoerschutz die Loesung: Die IG BAU startet deshalb eine Laermschutz-Offensive.

Der lauteste Arbeitsplatz in Muenster: Berufseinsteiger besonders gefaehrdet
Laermschutz: Auf dem Bau
gibt’s was auf die Ohren


Links der Presslufthammer, rechts die Kreissaege und mittendrin der Bauarbeiter: An kaum einem Arbeitsplatz in Muenster ist es so laut wie auf einer Baustelle. Das hat Folgen: %Laerm ist fuer fast jede zweite Berufskrankheit auf dem Bau verantwortlich. Krach ist damit die Gesundheitsgefahr Nummer eins fuer Bauarbeiter so Richard Loecke von der IG BAU Muenster-Rheine. 2008 soll daher in Muenster zum Jahr der %Fluesterbaustelle werden. %Wenn wir in Sachen Laermschutz heute nicht die Reißleine ziehen, koennte sich die Lage kuenftig drastisch zuspitzen fuerchtet der Gewerkschafter.

Denn besonders die Ohren der Berufseinsteiger machen der Gewerkschaft zunehmend Sorgen. ºst jeder vierte Jugendliche startet inzwischen bereits mit einem geschaedigten Gehoer ins Berufsleben sagt der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende Richard Loecke. Das gehe aus Schaetzungen der Berufsgenossenschaft Bau (BG Bau) hervor. Grund seien Laermquellen wie MP3-Player oder Diskotheken. %Wenn die Jugendlichen dann noch den ganzen Tag ungeschuetzt neben einer kreischenden Saege stehen, kann das nicht lange gut gehen so Loecke.

Der Gewerkschafter fordert die Arbeitgeber in Muenster daher auf, den Kampf gegen den Laerm nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Unternehmen seien gefordert, die Laermbelastung auf heimischen Baustellen radikal herunterzufahren beispielsweise mit geraeuscharmen Maschinen und dem passenden Hoerschutz. %Schwerhoerigkeit ist fuer die Betroffenen meist der Beginn einer langen Leidensgeschichte sagt Richard Loecke. Wer schlecht hoere, stehe beruflich wie privat schnell im Abseits. %Klar sind in Sachen Hoerschutz auch die Beschaeftigten gefordert. Die Arbeitgeber muessen ihren Bauarbeitern aber auch die Chance geben, ohne Hoerschaden durchs Berufsleben zu kommen. Unternehmen, die hier den Rotstift ansetzen oder aus Unwissenheit den Hoerschutz vernachlaessigen, handeln verantwortungslos so Loecke. Zudem seien %Fluesterbaustellen auch wirtschaftlich sinnvoll: ¾denkt man alleine die Kosten durch Krankheitsausfall, lohnt sich fuer Laermschutz jeder Cent.
   

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